Holstein Kiel 002 Die Mannschaft von Holstein Kiel schwimmt derzeit auf einer Euphoriewelle. © Paesler
Holstein Kiel 002

Atemlose Störche

Holstein Kiel kommt dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga immer näher.

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„Atemlos“, dröhnte es aus der Kabine des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel. Überdimensioniert laut, dem 3:0 (1:0)-Auswärtstriumph beim wahrlich nicht schlechten Verfolger SSV Jahn Regensburg angemessen. Zugleich stand die Fußball-Hymne von Helene Fischer als Symbol für den zeitlichen Stress, unter dem die Störche an diesem Sonnabend standen.

Nur 40 Minuten nach dem Abpfiff musste der Mannschaftsbus von der Continental Arena abfahren. Schließlich war für 19 Uhr der Abflug auf dem anderthalb Autostunden entfernt gelegenen Airport München terminiert. Während das Gros der Kieler Trosses nach ihrem Turbo-Umschaltspiel auf dem Jahn-Rasen auch dieses Ziel erreichte, mussten zwei Akteure um den Rückflug bangen: Marvin Ducksch, Vorlagen-Geber zum 1:0 durch Kingsley Schindler (8.) und Torschütze des 2:0 (69.), sowie Kapitän Rafael Czichos. Beide mussten zur Doping-Kontrolle – und die zog sich durch den Flüssigkeitsverlust während der intensiven 90 Minuten in die Länge.

„Atemlos“ bestaunt die Konkurrenz den offenkundig nicht enden wollenden Steigflug der Störche. Das zehnte Punktspiel in Folge ohne Niederlage, das mit Abstand beste Torverhältnis (53:24), die beste Deckung, den besten Torwart (Kenneth Kronholm/15 Mal zu null),  die zweitmeisten Tore, bestes Heimteam – und jetzt auch noch in der Fremde eine Macht. In der Oberpfalz, vor 11089 Zuschauern, bei der stärksten Offensive der Liga.

„Atemlos“müssen die Kieler Fans, von denen gut 600 die 800 Kilometer nach Regensburg auf sich genommen hatten, noch drei Spiele zittern. Der aktuelle Platz zwei reicht für den direkten Aufstieg, der schwächelnde Liga-Primus  MSV Duisburg ist nur noch drei Punkte entfernt. Verfolger Magdeburg liegt  zwei Zähler zurück. Und jetzt erwartet die KSV Holstein am kommenden Sonnabend (14 Uhr) Hansa Rostock zum Ostsee-Derby. Das Holsteinstadion dürfte im vorletzten Heimspiel der Saison aus allen Nähten platzen.

Für Innenverteidiger und Mentalitätsmonster Dominik Schmidt ist die Aufstiegsrechnung vergleichsweise simpel: „Wenn wir die letzten drei Spiele  so angehen wie heute, dann haben wir unser Ziel erreicht.“ Eine Formel, die nach der 36-jährigen Zweitligaabstinenz atemlos macht.   

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