DSC_8412 (1) Patrick Degen traf für den SV Atlas zum 2:0-Endstand. © Ingo Moellers
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Atlas Delmenhorst bezwingt den Spitzenreiter

Beim Heeslinger SC feiern die Blau-Gelben den ersten Auswärtsdreier der Saison - 2:0

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Es hat sich wieder einmal bestätigt, was sich bislang wie ein roter Faden durch die ersten fünf Spieltage der Fußball-Oberliga gezogen hat: Favoriten gibt es in dieser Klasse einfach nicht, egal ob der Spitzenreiter einen Aufsteiger empfängt, möglich ist einfach alles. Dass hat auch die Partie des SV Atlas Delmenhorst gezeigt, der beim bis dato noch ungeschlagenen Tabellenführer, dem Heeslinger SC, durchaus verdient mit 2:0 (1:0) gewonnen. Für die Aufsteiger war es der erste Auswärtsdreier der Saison. "Man kann sagen, dass wir jetzt in der Oberliga angekommen sind. Wir sammeln Erfahrungen und die heutige war sehr positiv. Ich bin stolz auf meine Mannschaft", sagte SVA-Coach Jürgen Hahn nach dem Abpfiff. Seine Elf habe seine taktischen Vorgaben gut umgesetzt und letztlich verdient gewonnen. 

Der Trainer richtete sein Team eher defensiv aus. Hinten sollte es sicher stehen und wenig zulassen, im Angriff sollten die schnellen Stürmer wie Lars Scholz und Patrick Degen für ordentlich Tempo und Gefahr sorgen. Da auch die Stärken des Heeslinger SC im Abwehrbereich liegen, entwickelte sich eine intensive, aber auch chancenarme Begegnung. So musste der Schiedsrichter die Partie immer wieder wegen kleinen Fouls unterbrechen, dem Spielfluss tat das sicherlich alles andere als gut. Nach 17 Minuten durften die Anhänger der Blau-Gelben dann aber jubeln: Eine Flanke von der rechten Seite verwertete Scholz mit dem Kopf, dabei stand er mehr oder weniger allein in der Mitte des HSC-Strafraums. "Der Treffer kam viel zu leicht zustande. Wir mussten danach natürlich etwas offensiver spielen, da kam wiederum dem SV Atlas und seinen schnellen Spielern entgegen", stellte HSC-Coach Hans-Jürgen Bargfrede fest. 

Nichtsdestotrotz blieben Chancen auch in der Folge Mangelware. Zwar kamen die Heeslinger ab und an in die Nähe des SVA-Gehäuse, verfehlten dieses dann aber oder scheiterten an Torhüter Florian Urbainski. "Er hat zweimal sehr gut im Eins-gegen-eins gut gehalten", lobte auch Hahn seinen Schlussmann. Die Blau-Gelben hätten derweil noch vor der Pause zumindest für eine kleine Vorentscheidung sorgen können. Scholz legte im gegnerischen Strafraum quer, jedoch verpasste Degen den Ball am Fünfmeteraum haarscharf. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit, musste der auffällige Scholz das Feld für aber verlassen. Bei einem Laufduell kam er offenbar ungünstig auf, ging sofort zu Boden und hielt sich den Oberschenkel (44.) – Marco Prießner kam in die Partie. Hahn: "Es scheint eine Muskelverletzung zu sein, da müssen wir mal abwarten. Bis dato hatte er ein gutes Spiel gemacht. Schade, dass wir nicht vorher nachgelegt haben und Patrick den Pass von Lars um Zentimeter verpasst hat." 

Denn mit der 1:0-Pausenführung blieb es natürlich weiterhin spannend auf der Sportanlage in Heeslingen. In Halbzeit zwei hatten die Gastgeber optisch mehr vom Spiel, wirklich gefährlich wurden sie dabei aber nur selten. Atlashatte dagegen früh die Möglichkeit, das 2:0 folgen zu lassen. SVA-Stürmer Prießner brachte den Ball jedoch nicht ganz unter Kontrolle, sodass ein HSC-Verteidiger ihn wieder einholen und den Abschluss oder Pass verhindern konnte (51.). Auf der Gegenseite hatte auch die Atlas-Abwehr um Marlo Siech und Kapitän Stefan Bruns starke Szenen, als die beiden Innenverteidiger zum Beispiel eine Zwei-gegen-zwei-Situation clever bereinigten. "Die beiden haben das wieder gut gemacht und auch Sebastian Kmiec und Kevin Radke haben sich gut eingefügt. Letztlich haben heute aber alle mit nach hinten gearbeitet und einen super Job gemacht. Wir waren sehr robust und haben aber auch immer wieder schnell umgeschalten", meinte Hahn. 

Etwas brenzliger wurde es, als ein Eckball durch den nahezu kompletten SVA-Strafraum segelte und bei Janis Müller landete, der das Leder jedoch am Kasten vorbei jagte. Stattdessen sorgte Patrick Degen für die Vorentscheidung: Musa Karli gewann auf Höhe der Mittellinie ein Kopfballduell, in dessen Folge das Spielgerät zu Degen wanderte. Über links drang in den Strafraum ein und brachte das Leder im HSC-Gehäuse unter (79.). Die Gastgeber versuchten in der Folge nochmals alles, doch ihnen fehlte zum Teil die letzte Konsequenz und bisweilen auch die Zielstrebigkeit. "Verdient oder nicht verdient: Am Ende bleibt das Ergebnis bestehen und wir haben verloren. Atlas hat eklig und clever gespielt. Sie haben uns aus dem Rhythmus gebracht. Das Ergebnis zeigt aber auch wieder, wie eng die Liga zusammen ist. Wenn wir am nächsten Wochenende wieder verlieren, dann müssen wir schon nach unten schauen", merkte HSC-Coach Bargfrede an.

Region/Bremen Bezirk Weser-Ems SV Atlas Delmenhorst (Herren) Heeslinger SC (Herren) Oberliga Niedersachsen (Herren) HSC Hannover-SC Spelle-Venhaus (04/09/2016 17:00)

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