23. Mai 2017 / 11:43 Uhr

Auch Heider in Drittliga-Skandal verstrickt

Auch Heider in Drittliga-Skandal verstrickt

Redaktion Sportbuzzer
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Unter dem Fahndungs-Radar des DFB: Der ehemalige Kieler Marc Heider © Imago
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Osnabrücker Stürmer und Ex-Kieler spricht von „Dummheit“, will aber kein Geld von Werder II gefordert haben

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Im vermeintlichen Manipulationsfall der Dritten Liga haben zwei Osnabrücker Fußball-Profis zugegeben, Kontakt zu ihren Bremer Kollegen aufgenommen zu haben. Wie Addy Waku Menga und der Ex-Kieler Marc Heider der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagten, hatten sie in der Woche vor dem letzten Spieltag Kontakt mit zwei Spielern der U23 von Werder Bremen. „Wir wissen, dass wir einen Riesenfehler gemacht haben“, sagte Heider, der wie Menga früher in Bremen gespielt hat. „Das war einfach dumm, aber wir haben die Tragweite einfach nicht erkannt.“Heider und Menga gaben einem dritten Spieler die Hauptschuld an den Vorfällen. Dessen Namen wollten die beiden Stürmer aber nicht nennen. Der Spieler habe sie angestiftet. Allerdings sagten sowohl Menga als auch Heider, dass sie nie Geld gefordert hätten.Der Deutsche Fußball-Bund hat wegen des Verdachts der versuchten Einflussnahme im Abstiegskampf Ermittlungen aufgenommen.

Durch einen Sieg des VfL Osnabrück gegen den SC Paderborn hätten sich die Chancen von Werder Bremen II auf den Klassenerhalt deutlich erhöht. Die Bundesliga-Reserve sicherte sich am Sonnabend den Klassenerhalt durch ein 1:0 gegen den VfR Aalen, weil Osnabrück parallel 0:0 gegen den SC Paderborn spielte. Paderborn stieg dadurch ab. Die drei belasteten Osnabrücker Spieler kamen in der Partie nicht zum Einsatz.Aufgrund der jüngsten Vorkommnisse hat die Fußballer-Gewerkschaft VDV erneut Pflichtschulungen zur Prävention von Spiel- und Wettmanipulation im Profibereich gefordert. „Trotz der Betrugsskandale in vergangenen Jahren gibt es bis zum heutigen Tag immer noch keine Schulungspflicht für Profiteams“, wurde VDV-Vizepräsident und Vizeweltmeister Carsten Ramelow vor dem Hintergrund der Ermittlungen gegen Profis des VfL Osnabrück in einer Mitteilung seiner Organisation zitiert.Damit würden Verbände und Klubs ihrem professionellen Selbstverständnis sowie ihrer Verantwortung
gegenüber den Spielern, den Fans und dem Sport nicht im ausreichenden Maß gerecht.

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