05. Dezember 2018 / 19:10 Uhr

Auf dem Court sind diese beiden TKH-Basketballerinnen riesig

Auf dem Court sind diese beiden TKH-Basketballerinnen riesig

Sascha Priesemann
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Top vom TKH: Mary Ann Mihalyi (rechts) und Ivana Brajkovic.
Top vom TKH: Mary Ann Mihalyi (rechts) und Ivana Brajkovic. © Sascha Priesemann
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Bundesliga-Basketballerin Ivana Brajkovic ist 1,95 Meter groß, ihre Teamkollegin Mary Ann Mihalyi nur 1,61 Meter. Doch auf dem Spielfeld sind sie beide eine große Nummer für den TK Hannover. Und große Ziele haben sie auch.

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Mary Ann Mihalyi muss nach oben schauen, wenn sie mit ihrer Mitspielerin Ivana Brajkovic spricht. Die 25-jährige Serbin ist mit ihrer Körpergröße von 1,95 Metern die Riesin beim Basketball-Bundesligisten TK Hannover. Mihalyi ist indes 34 Zentimeter kleiner und mit 1,61 Metern gleichsam der Zwerg im Team von Trainer Rodger Battersby. Während Brajkovic we­gen ihrer Größe im normalen Leben die Blicke auf sich zieht, fällt Mihalyi beim Basketball auf.

„Ich war da schon immer die Kleinste“, sagt die 24-Jährige. Sie wäre gern etwas größer, um in der Bundesliga noch besser mithalten zu können. „Fünf bis zehn Zentimeter würde ich schon nehmen“, sagt Mihalyi mit einem Lächeln.

Kleine Spielerinnen sind wichtig

Großartig wachsen wird die gebürtige Chemnitzerin allerdings nicht mehr – und einen im Frauen-Basketball eher seltenen Dunk in den 3,05 Meter hohen Korb wird sie ohne Trampolin sowieso nie schaffen. Aber auch so nehme sie eine wichtige Rolle im Team ein, erklärt Brajkovic: „Kleine Spielerinnen sind wichtig. Nur wenn Mary Ann das Spiel gut aufbaut, kann ich auch besser spielen.“

Die Serbin soll als Center den Ball im Korb unterbringen, über die Mitteldistanz gehört die zweimalige serbische Meisterin zu den neun besten Spielerinnen in der Eliteliga. Schon als Kind war sie außergewöhnlich groß, Mihalyi hätte sie schon vor 15 Jahren überragt.

Erst Komplexe, dann Karriere

„Da hatte ich wegen meiner Größe noch Komplexe“, sagt sie. Heute bereite ihr das keine Probleme mehr. „Ich würde nicht gerne kleiner sein“, sagt Brajkovic. Sie ist neben der Niederländerin Marleen Peek die einzige Spielerin beim TKH, die die 1,90-Meter-Marke knackt.

Mihalyi ist die Dienstälteste

Für Mihalyi ist es deutlich schwieriger, Körbe zu werfen. Im Spiel leistet sie wuselig Bodenarbeit, sie ordnet aber auch sauber das Spiel. „Ich mache meine geringe Größe mit Kampfgeist und Schnelligkeit weg“, sagt sie. Mihalyi ist bereits seit vier Jahren beim TKH und damit die dienstälteste Spielerin. Allein auf den Sport kann sie sich nicht konzentrieren, sie studiert nebenbei Wirtschaftswissenschaften in Leipzig, lebt aber in Hannover. „Bildung ist wichtig. Denn wir Frauen können leider nicht von dem Sport leben“, erklärt sie.

Brajkovic will Journalistin werden und ist an einer Universität in Belgrad eingeschrieben. Den Wechsel nach Hannover bereut sie nicht: „Ich fühle mich hier zu Hause.“ Sie glaubt, dass noch mehr in dem Team steckt.

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Play-offs im Auge

Im Moment ist der TKH Sechster in der Bundesliga: „Wir ha­ben gute Spielerinnen. Unsere Zeit wird noch kommen.“ Das Potenzial sei definitiv da, um sich mit Blick auf die Meisterschafts-Play-offs in der Tabelle noch besser zu postieren, betont auch Mihalyi. Allerdings laufe derzeit noch nicht alles glatt: „Wir kämpfen auf dem Feld total viel. Aber jede kämpft für sich.“

Schafft Brajkovic es zu Olympia?

Brajkovic hat noch ein weiteres Ziel vor Augen. Sie gehört zum Kader der serbischen Nationalmannschaft und hat zehn Länderspiele absolviert. Kommt Serbien bei der Europameisterschaft unter die Top 5, könnte Brajkovic 2020 bei Olympia in Tokio mitspielen. „Das wäre ein Traum“, sagt sie. Mihalyi steht nicht mehr im Fokus der Nationalmannschaft. Sie war mal bei der Drei-gegen-drei-Weltmeisterschaft dabei. „Dafür bin ich inzwischen aber zu klein“, sagt die 24-Jährige. Auf ihrer Position gibt es nun deutlich größere Konkurrenz.

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