16. Juni 2018 / 16:58 Uhr

Auf dem Weg in die Bundesliga? VfB U19 vor Relegationshinspiel gegen Carl Zeiss Jena

Auf dem Weg in die Bundesliga? VfB U19 vor Relegationshinspiel gegen Carl Zeiss Jena

Jürgen Rönnau
Die U19 des VfB vor der Abreise nach Jena.
Die U19 des VfB vor der Abreise nach Jena.
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Respekt für die Talente: Sportdirektor Schnoor selbst live vor Ort in Thüringen

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Der VfB Lübeck auf dem Weg in die Bundesliga – davon träumen die Fans seit Jahrzehnten. Für die Liga wird es noch dauern, zunächst wird mal die 3. Liga angepeilt. Die A-Jugend der Grün-Weißen jedoch ist tatsächlich auf dem Sprung. Zwei Relegationsspiele trennen die U19 noch vom großen Ziel - morgen soll der erste Schritt auswärts bei Carl Zeiss Jena gemacht werden (12 Uhr). Am kommenden Sonntag folgt dann das Finale daheim auf der Lohmühle, das Rückspiel gegen Jena.

Vorbereitung wie die Profis: Anreise am Vortag und Übernachtung im Hotel

„Diese Reise haben sie sich die Jungs verdient“, sagt ihr Trainer Norbert Somodi. „Es ist die Krönung einer tollen Saison.“ Wie die Profis bereiten sich die Talente auf ihre großen Spiele vor. Am Samstag wurde auf der Lohmühle nochmal trainiert, danach ging es um 12 Uhr im Bus auf die Autobahn und in Richtung Thüringen. 530 Kilometer. Nach der Ankunft Einchecken im Hotel Maxx, das unweit des Ernst-Abbe-Sportparks liegt, auf dessen Nebenplatz am Sonntag gespielt wird, dann ein leichtes Aulockerungstraining. Am Abend gemeinsames Einstimmen auf das eigene Match vor dem TV mit dem WM-Spiel Kroatien gegen Nigeria.

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Somodi hat sich auf den Gegner gut vorbereitet, ihn persönlich unter die Lupe genommen. „Da ist viel Qualität auf dem Platz“, sagt er. „Man erkennt an der ganzen Struktur, dass sie schon fünf Jahre in der Bundesliga gespielt haben.“ In der letzten Saison allerdings nicht, da mussten sie sich durch die schwere Regionalliga Nordost kämpfen, wurden Zweiter hinter Magdeburg, müssen nun in der Relegation gegen den VfB um die Bundesliga-Rückkehr kämpfen.

Schnoor und Giere fahren mit nach Jena

Wie wichtig dem gesamten VfB diese Reise der A-Jugend ist, verdeutlicht auch die Tatsache, dass Sportdirektor Stefan Schnoor und Chefscout und Perspektivtrainer Axel Giere in Jena persönlich vor Ort sein werden. Sport-Vorstand Michael Hopp hatte die Jungs beim Training verabschiedet, dem gesamten Team viel Glück gewünscht. Hopp ist der einzige Trainer, der je eine VfB-Mannschaft in die Bundesliga gebracht hat. 2013/14 spielte er ebenfalls mit der A-Jugend in der höchsten deutschen Jugendklasse. „Den Status, hier der einzige zu sein, würde ich gern verlieren und mit Norbert Somodi teilen“, sagt er. Da wird gerade großartige Arbeit geleistet, es wäre toll, wenn sich die Jungs belohnen könnten.“ Und nebenbei wäre es auch ein Triumph im ewigen Duell mit Holstein Kiel. Denn die „Störche“ sind gerade aus der Topliga abgestiegen, in die der VfB hoch möchte.

"Wo bleiben sie denn ab, die Holstein-Talente?"

Was den Unterbau betrifft, sind die Kieler allerdings ein paar Schritte weiter als die Lübecker, haben ein Nachwuchsleistungszentrum, dominieren mit fast allen Teams den Jugendfußball in Schleswig-Holstein. Dennoch stellt Hopp fest: „Das sieht zwar von außen alles prima aus - aber wenn man genauer hinschaut fragt man sich: Wo bleiben sie denn ab, die Holstein-Talente? Im eigenen Zweitligakader jedenfalls eher nicht.“
Beim VfB soll das anders sein. „Wir wollen eine starke Durchlässigkeit erreichen“, erklärt Hopp das VfB-Prinzip. „Die Jungs sollen sehen, dass sie bei uns tatsächlich eine Chance bekommen, den Sprung zu schaffen.“ Aus dem aktuellen Kader hat Til Weidemann bereits in der Regionalliga unter Rolf Landerl Einsätze bekommen, Krenar Svirca gehörte dem Kader an. Mit Tom Bleck, Lucas Will, Corvin Bock, Kenny Korup, Jona Vogt, Veysel Kara und Hendrik Bombek sollen sieben A-Jugendjungs über die U21-Oberligamannschaft unter Serkan Rinal behutsam an den Leistungsfußball und das Landerl-Team herangeführt werden. Mit Dennis Tiessen verlässt nur ein Grün-Weißer die U19. Ihn ziehts zu Holstein Kiel . . .

VfB Lübeck - Blumenthaler SV 4:2

Großer Jubel: Die A-Junioren des VfB Lübeck haben die Aufstiegrunde zur Bundesliga erreicht. Zur Galerie
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