DSC_8405 Johann Boger (mit Ball, hier im Bezirkspokalspiel gegen den SV Lilienthal/Falkenberg) ist als spielender Co-Trainer im Angriff eine Schlüsselfigur beim Bezirksliga-Aufsteiger ATSV Scharmbeckstotel. © Werner Maaß
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Aufbruchstimmung beim ATSV Scharmbeckstotel

Bezirksliga-Aufsteiger hat eine gute Vorbereitung absolviert und freut sich auf die Saison

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Es geht alles so rasend schnell beim ATSV Scharmbeckstotel. Noch in der vergangenen Saison wurde die Mannschaft von Trainer Rolf Bauer von der Konkurrenz durch die Kreisliga gehetzt. Die gegnerischen Teams standen zumeist sehr tief, Scharmbeckstotel musste das Spiel machen. Und das klappte ausgezeichnet, Meistertitel und Aufstieg waren die Folge. Nun wird das Pferd von der anderen Seite aufgezäumt, wie Bauer verdeutlicht: „Die Gegner sind jetzt viel stärker. Wir werden viel früher angelaufen, können tiefer stehen, müssen nicht

mehr agieren. Und das passt zu uns besser als der Spielstil der vorigen Saison.“ Der ATSV taucht also in eine völlig neue Welt ein. Und die Wochen seit Aufnahme des Trainings verliefen fast schon beängstigend erfolgreich. Bremen-Ligisten wurde erfolgreich getrotzt, Rang zwei bei der Ritterhuder Sportwoche, dann wurde der TSV Wallhöfen aus dem Bezirkspokal geworfen – viel mehr Werbung in eigener Sache geht nicht. Auch das 1:1-Remis im vorgezogenen Bezirksliga-Auftakt beim SV Vorwärts Hülsen war respektabel. Es herrscht Aufbruchstimmung im Lager des Aufsteigers nach der Rückkehr in den Bezirk. Da fühlt sich Rolf Bauer aufgerufen, ganz behutsam auf die Euphoriebremse zu treten. Herausragende Akteure sind nicht vorhanden, der Star ist die Mannschaft. 24 Spieler stehen im Kader, jede Position ist ordentlich besetzt. Eine Schwachstelle in seinem Team konnte der Coach nicht spontan benennen. Auf die Frage, wenn er einen Wunsch frei habe, für welchen Mannschaftsteil er gerne Verstärkung hätte, dann geriet er lange ins Grübeln. Schließlich wünschte er sich dann doch noch einen weiteren Sechser, der das Spiel eröffnen und ankurbeln könne. „Am liebsten einen Fußballer wie Johann Boger auf der Sechs“, sagte Bauer. Dabei hat er auf dieser Position ohnehin eher die Qual der Wahl. Neuzugang Hussain „Nuno“ Taha kam zuletzt dort direkt vor der Abwehrkette zum Einsatz. Taha hatte nach Balleroberung das Feld vor sich. Und er wusste das mit seiner Spielübersicht zu nutzen. Im Spiel am Freitag beim FSV Hesedorf/Nartum (18.45 Uhr) fehlt der Antreiber allerdings, Taha sitzt seine Rotsperre ab. Ein weiterer Kandidat für einen Stammplatz fehlt ebenfalls: Kjell Scheper befindet sich im Urlaub. Weiterhin nicht dabei: Tobias Schindler (Nasen- und Jochbeinbruch) und Masum Eti (beruflich verhindert). Auffällig: Alle vier Neuzugänge haben sehr gut eingeschlagen. Nicht nur Hussain Taha, auch die beiden Angreifer Dominik Ponty (SV Löhnhorst) und Marcus Acolatse (TuSG Ritterhude II) haben als Kandidaten für den Angriff die Optionen deutlich erweitert. Genau wie Viateslav Dederer, auch wenn ihm zuletzt einige Patzer unterlaufen sind. Nicht nur auf den Feldpositionen sieht der Coach sein Team ligatauglich aufgestellt. Auch mit der Lösung zwischen den Pfosten kann Bauer sehr gut leben. Dabei ist Nils-Linus Sievert mit seinen gerade einmal 19 Jahren für einen Torhüter noch vergleichsweise jung und unerfahren. Bauer dazu energisch und unmissverständlich: „Kein Problem, Nils-Linus Sievert hat gezeigt, dass er das packen wird.“ Ein vermeintliches Problem hat der Trainer aber doch noch deutlich benannt: „Bei uns wird auf dem Feld viel zu wenig miteinander gesprochen. Kein ‚verschieben‘. Kein ‚linke Schulter‘. Kein ‚rechte Schulter‘. Wir sind viel zu stumm. Daran müssen wir arbeiten.“ Der spielende Co-Trainer Johann Boger ganz vorne im Angriff, hinten Abwehrchef Eike Pupat, die beiden Schlüsselspieler geben Anweisungen – dazwischen herrscht zumeist Funkstille. Ein eher überschaubares Problem. Man könnte auch sagen: Das ist Klagen auf  beachtlichem Niveau.
Region/Bremen Bezirk Lüneburg ATSV Scharmbeckstotel (Herren) Bezirksliga Bezirk Lüneburg 3 (Herren)

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