08. Januar 2019 / 14:16 Uhr

Aufsteiger SpG Wermsdorf II/Luppa überzeugt

Aufsteiger SpG Wermsdorf II/Luppa überzeugt

Redaktion Sportbuzzer
Max Untermann versucht vor dem Löbnitzer Torhüter an den Ball zu kommen.
Max Untermann versucht vor dem Löbnitzer Torhüter an den Ball zu kommen. © René Wegner
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Die Fußball-Kreisliga Nordsachsen im Rückblick: Der Neuling hat sich ein dickes Polster zu den Abstiegsplätzen erarbeitet. Größtes Plus des Teams von Trainer Robert Natzke ist der Zusammenhalt. 

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Wermsdorf. Gestärkt durch den Aufstiegserfolg gingen die Männer der Spielgemeinschaft Wermsdorf II/Luppa mit viel Selbstvertrauen die neue Saison in der Fußball-Kreisliga Nordsachsen an. Nachdem die Mannschaft in der ersten gemeinsamen Saison vor drei Jahren aus der Kreisliga abgestiegen war, herrschte große Vorfreude auf das Comeback.

Los ging es wie immer mit den ersten beiden Runden im Kreispokal. Zum Auftakt setzten sich die Spielgemeinschaftler beim VfB Kobershain mit 4:2 durch, in Runde zwei war dann aber gegen den Nordsachsenligisten aus Zschortau Endstation. Jedoch zogen die Verantwortlichen aus der knappen 0:1-Niederlage auch eine positive Erkenntnis: Nämlich dass man durchaus mithalten kann.

Und dies zeigte sich auch immer wieder im Verlauf der Hinrunde. Gegen die vermeintlichen Spitzenmannschaften schaffte es das Team oft, die Partien offen zu gestalten. Die Fußballer aus Wermsdorf und Luppa verloren meist nur knapp und konnten beweisen, dass man nicht als Kanonenfutter und Punktelieferant in dies Kreisliga aufgestiegen war.

"Haben das Potenzial für diese Liga"

Viele Mannschaften taten sich schwer gegen die kampfstarke Truppe, die vor keinem Gegner Angst haben muss. Dies impften Trainer Robert Natzke und der Mannschaftsverantwortliche Jörg Büchner ihren Jungs auch immer wieder ein. „Wir haben das Potenzial für diese Liga und müssen uns vor niemandem verstecken“, hieß es in fast jeder Kabinenansprache.

Schon früh in der Saison wurden die notwendigen Punkte geholt, um sich von den Abstiegsrängen zu entfernen. Nach und nach setzte sich die Mannschaft in der Tabellenregion zwischen den Rängen acht und elf fest und baute den Vorsprung auf die Kellerkinder aus.

Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Nach der knappen 0:1-Auftaktniederlage in Löbnitz konnte beim Heimspielauftakt an der Sachsendorfer Straße mit einem 1:1 gegen Mörtitz der erste Punkt geholt werden. Es folgte im vorgezogenen Punktspiel gegen Glesien der umjubelte erste Saisonsieg, der mit 6:0 zudem mehr als deutlich ausfiel. In Naundorf gelang beim klaren 4:0 dann gleich noch der erste Auswärtsdreier.

Hartnäckiger Widerstand

Gegen Dommitzsch (0:1), in Oschatz (2:4) und gegen Doberschütz/Mockrehna (0:2) leisteten die Spielgemeinschaftler trotz der Niederlagen hartnäckigen Widerstand. In Selben belohnte sich die Mannschaft danach beim 4:1 mit dem zweiten Auswärtssieg.

Gegen Belgern (0:3), Wölkau (0:3) und Rackwitz (wieder 0:3) zahlte das Team einiges Lehrgeld und blieb nur zweiter Sieger. Drei verdiente Punkte gab es jedoch beim torreichen 5:2-Heimkick gegen die Delitzscher Zweite und das wichtige Heimspiel gegen die Schenkenberger Reserve brachte dank eines 1:0-Erfolgs wieder drei Punkte auf die Habenseite.

So standen nach der Hinrunde fünf Siege, ein Remis und sieben Niederlagen zu Buche. Damit belegt die Spielgemeinschaft mit 16 Punkten und einem positiven Torverhältnis von 23:21 Treffern Rang neun. Noch wichtiger: Wermsdorf II/Luppa liegt neun Zähler vor Platz elf und besitzt zu den abstiegsbedrohten Mannschaften auf den Rängen 13 und 14 ein sattes Polster von zwölf Punkten. Ein Ergebnis, das sich für einen Aufsteiger sehen lassen kann und mit dem vor der Saison kaum jemand gerechnet hatte.

Dauerbrenner Wolf und Kühn

Insgesamt wurden in den 13 Punktspielen der Hinrunde 37 Spieler eingesetzt. Dauerbrenner waren Nick Wolf und Stefan Kühn, gefolgt von Kapitän Robyn Staude mit zwölf und Martin Natzke mit elf Einsätzen.

Zehn Akteure konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Meik Eckert und Justus Keller netzten viermal ein, Jakob Jülich und Dominic Arendt trafen dreifach. Denny Beckedahl glänzte mit fünf Torvorlagen vor Jakob Jülich und Sebastian Körner (je drei).

Die Männer aus Luppa und Wermsdorf hatten nach dem SV Roland Belgern zudem den zweithöchsten Zuspruch aller Kreisliga-Vereine mit durchschnittlich 55 Zuschauern bei den Heimspielen an der Sachsendorfer Straße. Den Spitzenwert in der Hinrunde brachte die Partie gegen Glesien mit 75 Besuchern. Die Heimspiele der Rückrunde werden nun in Luppa ausgetragen – die Mannschaft hofft auch hier auf gute Unterstützung ihrer Anhänger.

Großer Zusammenhalt

Grundlage für das bisher erfolgreiche Abschneiden ist der große Zusammenhalt innerhalb des Teams und im Verein. Die Unterstützung durch die in der Nordsachsenliga kickende erste Wermsdorfer Mannschaft, aber auch die sehr gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen im Nachwuchsbereich kann man nur loben.

Immer wieder werden junge, talentierte Spieler an den Herrenbereich herangeführt. Dies bringt auch die Spielgemeinschaft weiter und drückt sich in den Ergebnissen aus.

Mit der starken Hinrunde im Rücken kann die SpG Wermsdorf II/Luppa ohne Druck die Rückrunde angehen. Ziel ist es nun, sich weiter im Mittelfeld festzusetzen und am Ende der Saison einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.

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