01. Dezember 2018 / 20:12 Uhr

Aufstieg in die 3. Liga: VfB Lübeck gibt nicht auf

Aufstieg in die 3. Liga: VfB Lübeck gibt nicht auf

Jürgen Rönnau
Jetzt erst recht! - Der VfB Lübeck glaubt weiter an den Aufstieg.
Jetzt erst recht! - Der VfB Lübeck glaubt weiter an den Aufstieg. © Volker Giering
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Winterplan: Neue Spieler sollen kommen, Trainingslager im Süden

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Die Spieler des VfB Lübeck schlichen am Freitagabend vom Rasen der Lohmühle, als hätten sie gerade eine fürchterliche Packung kassiert. Dabei hatten sie daheim gegen ein Topteam wieder ein starkes Spiel gemacht – wie schon gegen Werder II und gegen Weiche. Nur diesmal, gegen Spitzenreiter VfL Wolfsburg II, reichte es nur zu einem 0:0. Damit beträgt der VfB-Rückstand schier uneinholbare zwölf Punkte. Ist der Traum vom Aufstieg geplatzt? Nein, nicht beim VfB! Nach der ersten Enttäuschung geben sich die Grün-Weißen kämpferisch – und verfolgen weiter ihren Drittliga-Plan.

Noch am späten Abend steckten Trainer Rolf Landerl, Aufsichtsrat Oliver Bruss und Vorstandssprecher Thomas Schikorra im VIP-Bereich der Lohmühle die Köpfe zusammen, später traf sich die gesamte Führung noch privat – und es ging nicht darum, jetzt aufzugeben im Titelrennen. Das Motto lautete eher: jetzt erst Recht!

Im ersten Durchgang sahen die Zuschauer auf der Lohmühle ein leistungsgerechtes 0:0. Yannick Deichmann geht hier ins Luftduell gegen den Wolfsburger Murat Saglam. Saglam rettete seine Mannschaft kurz vor der Pause in höchster Not, als er einen Kopfball von Daniel Franziskus auf der Linie stehend klären konnte. Zur Galerie
Im ersten Durchgang sahen die Zuschauer auf der Lohmühle ein leistungsgerechtes 0:0. Yannick Deichmann geht hier ins Luftduell gegen den Wolfsburger Murat Saglam. Saglam rettete seine Mannschaft kurz vor der Pause in höchster Not, als er einen Kopfball von Daniel Franziskus auf der Linie stehend klären konnte. ©
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„Gerade gegen Werder, Weiche und Wolfsburg, gegen diese drei wirklich guten Mannschaften, haben wir bewiesen, dass wir das Zeug haben, ganz oben mitzuspielen“, sagt Schikorra. „Vom Aufgeben kann keine Rede sein. Die Saison ist noch lang. Wir bleiben dran und werden versuchen, den Rückstand von zwölf Punkten zu verkürzen.“ Sportdirektor Stefan Schnoor ergänzt: „Die Punkte, die uns gerade fehlen, haben wir nicht gegen die Großen liegengelassen. Und man muss die Kirche auch im Dorf lassen und die Verhältnisse sehen. Wolfsburgs Etat ist dreimal so hoch wie unserer, auch die Etats der U23-Teams vom HSV, von Werder, Hannover, Pauli und Holstein liegen weit über unseren Zahlen. Selbst an Weiche kommen wir nicht ran. Was wir mit unseren Mittel leisten, verdient Anerkennung.“ Und zur Jagd auf die Jung-Wölfe meint er: „Bei den Zweitvertretungen muss man immer die Rückrunde abwarten. Da kommt es oft zu Veränderungen im Kader, davon bleibt möglicherweise auch Wolfsburg nicht verschont. Wir müssen einfach da sein, wenn sich die Chance bietet.“

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Darum wird man beim VfB den eingeschlagenen Kurs Richtung Aufstieg beibehalten. Als Signal an die Konkurrenz wird es wie im Profifußball üblich ein Trainingslager geben (Anfang Februar in Spanien oder Portugal). Und: „Wir beobachten den Markt, wenn es eine Möglichkeit gibt, die zu uns passt, dann kann es auch schon bald noch personelle Veränderungen geben“, kündigt Schnoor an. Schikorra fügt an: „Tatsächlich will ich nicht ausschließen, dass wir im Winter personell schon im Hinblick auf die kommende Saison nachrüsten. Es muss aber passen. Wir gucken, dass wir immer besser werden.“ Damit will der VfB auch seinen „auf Kante genähten“ Kader ergänzen. Schon am kommenden Samstag gibt es wieder Engpässe, wenn im Auswärtsspiel bei Lupo Wolfsburg Ahmet Arslan, Florian Riedel und Kresimir Matovina gelbgesperrt fehlen, dazu im Sturm die verletzten Stefan Richter und ja auch Patrick Hobsch.

Mit Volker Giering

VfB Lübeck - VfL Wolfsburg 0:0 - Die Lübecker in der Einzelkritik.

Benjamin Gommert: Weitgehend beschäftigungslos. Die Rückpässe seiner Mitspieler hätten ihn auf holprigem Untergrund mehr in Bedrängnis bringen können, als es die Wolfsburger Offensivbemühungen taten.  Zur Galerie
Benjamin Gommert: Weitgehend beschäftigungslos. Die Rückpässe seiner Mitspieler hätten ihn auf holprigem Untergrund mehr in Bedrängnis bringen können, als es die Wolfsburger Offensivbemühungen taten.  ©
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