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Auftaktsieg im SPK-Cup: 6:2 gegen Türkgücü

Bovenden gewöhnt sich an neue Kleidung und zeigt sich spielfreudig

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Testspiele sorgen immer für besondere Spannung bei den beteiligten Spielern und werfen vorab wichtige Fragen auf: Welche taktischen Experimente haben sich die Trainer heute wieder ausgedacht? Wo darf ich heute spielen - links außen oder rechts außen auf der Bank? Links bedeutet, zwischen Betreuer Peter Roskowetz und Trainer Simo Siric zu sitzen, rechts neben Trainer Andreas Riedel. Quasi die Wahl zwischen einer Goldmedaille und einem WM-Pokal und deshalb nicht leicht zu entscheiden. Fünf Ersatzspieler, namentlich Andre, Rob(ert), Till, Rafael und Petko zogen das große Los und durften den Sparkassen-Cup-Auftakt gegen Türkgücü zunächst in beobachtender Rolle beginnen. Noch cleverer stellte sich unser schneller Flügelflitzer an, der angesichts der Diagnose „Popo-Zerrung“ und dem daraus resultierenden verletzungsbedingten Ausfall lieber anonym bleiben möchte. Selbst Kommissar Brunetti konnte den Namen des Trägers der Gesäßmuskelzerrung nicht ermitteln. 

Doch auch in der Startelf herrschte nicht „Friede, Freude, Eierkuchen“: obgleich Petko in der WhatsApp-Gruppe mahnte, man solle mal lieber die „Kirche im Dorf“ lassen, musste Julien „Bancé“ Renno einen schweren Schock verdauen. Seine 10 wurde heute Neuzugang Helge Kaden überlassen, so dass #JR10 in #JR12 umgetauft werden musste. Im Prinzip eine Ehre, wurde er doch für würdig erachtet, die legendäre Vollbrecht-Nummer zu tragen. Aber anstatt sich über diese glückliche Fügung tränenüberströmt zu freuen, entwichen seinem Munde gar böse Worte des Zorns: „Die Hose ist zu eng“, merkelte Julien zunächst herum, bevor er anschließend auf dem Spielfeld in der Rolle als „6er“ vor der Abwehr jedoch ein gutes Spiel absolvierte und trotz textiler Einschränkungen zwei sehenswerte Treffer einleitete. Wahrscheinlich wurde er von seinen Gegenspielern aufgrund der engen Buchse einfach nur unterschätzt. 

Neben ihm feierte ein weiterer Neuzugang sein Debüt: Laurens Kreißig hatte seine Familie mitgebracht, die vom Abteilungsleiter erstmal mit kühlen Getränken bestochen wurden. Nur Bruder Mats ging leer aus, er wird schon wissen, warum… Unter handgezählten 6 Kreißig-Augen fügte sich „Lauri“, wie er von seinem größten Fan Frauke Heidemann (un)gerne genannt wird, blendend ein und zeigte sich ballsicher wie eh und je. Lediglich die Fitness identifizierte er bereits zur Pause als mögliche Trainingsbaustelle, sehr zur Freude von Simo Siric, der bereits die GPS-Koordinaten für die nächste Laufstrecke in sein Handy tippte. 

Drei Absätze Text und noch keinerlei Aussagen zum Spielverlauf. Dies soll sich umgehend ändern. In der „Rehbach-Arena“ (Zitat Kevin Hartmann) legten wir einen sauberen Start hin und gingen durch Remi „Remi“ Reimann mit 1:0 in Führung. Nach einer herrlich getimten Flanke von Helge Kaden wuchtete er das Leder per Kopf ins Tor, eine Selbstverständlichkeit für unser Kopfballungeheuer.

Munter ging es weiter: Dribbling von Remi (dieses Mal nicht per Kopf), Foul und Elfmeter - Gerbi Kaplan verwandelte sicher mit durchgeschwungenem Bein. Seine Hose ließ ihm dabei alle Freiheiten. Kurz darauf jedoch die Ernüchterung, als die offensivstarken Mündener ein kleines Abstimmungsproblem zum Anschluss nutzten. Aber der BSV würde ausgeschrieben nicht „BärenStarkerVerein“ heißen, wenn er vor der Pause nicht noch gekontert hätte. Gerbi setzte seinen Körper abermals clever ein und lupfte den luftigen Adidas-Spielball über den herausstürmenden Keeper ins Tor. Apropos Keeper: Nima Eslami rettete vor dem Seitenwechsel zweimal in höchster Not und überzeugte davon ab vor allem durch laute Anweisungen an seine Vorderleute, die von Abwehrchef Luca Gleitze ebenfalls korrekt gecoacht wurden. 

Die ersten Minuten nach der Pause boten nicht viel Sehenswertes, so dass Live-Tickerer Kevin zurecht ein „unbedeutendes Geplänkel“ konstatieren musste. Die 13 mitgereisten BSV-Fans waren aber noch nicht satt und gierten nach weiterem Torefutter. Dem kam zunächst erneut Dominic Reimann nach, der einen geschickten Pass von Timo Hichert in den Rücken der Abwehr mit voller Wucht ins Netz donnerte, ohne sich dabei den Po zu zerren. Respekt! In der Schlussphase legte Rafael Huisgen unter den Augen seines familiären Anhangs zum 5:2 nach, was aber sein einziges Tor blieb. Den Hattrick vom letzten Dienstag konnte er nicht wiederholen, die Formkurve zeigt massiv nach unten. Immerhin krönte Felix Duhm seine kämpferisch vorbildliche Leistung noch mit dem 6:2, dem eine selbstlose Ablage von Gerbi vorausging.

Das zwischenzeitliche Gegentor hat der Autor dieser Zeilen bewusst unterschlagen, um den positiven Grundton des Berichts nicht zu gefährden. Da passt das schriftliche Fazit von Luca Gleitze, Sohn des baldigen Fanclub-Mitglieds Walter Gleitze („WALTER, wir zählen auf Dich!“), bedeutend besser zur Stimmung im Lager des BSV: "Männer geiles Spiel heute!!! Alle nen sehr gutes Spiel gemacht und alles was gestern beim Training war*, vergessen gemacht!!! Alle Neuzugänge, sehr stark, so kann es weitergehen.“

*Erläuterung für die nicht anwesenden Trainingskiebitze: Beim angesprochenen gestrigen Training gab es nichts, worüber wir öffentlich schreiben werden. Falls doch, soll uns umgehend die Hose platzen!

Bovender SV Region/Göttingen-Eichsfeld Bovender SV (Herren) SV Türkgücü Münden (Herren)

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