Die Ribéry-Auswechslung im Zeitraffer: Erst pfeffert er sein Trikot weg, dann lässt er sich von Martinez und Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht beruhigen. Die Blicke von Ancelotti und Rudy sprechen Bände...  Die Ribéry-Auswechslung im Zeitraffer: Erst pfeffert er sein Trikot weg, dann lässt er sich von Martinez und Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht beruhigen. Die Blicke von Ancelotti und Rudy sprechen Bände...  © imago
Die Ribéry-Auswechslung im Zeitraffer: Erst pfeffert er sein Trikot weg, dann lässt er sich von Martinez und Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht beruhigen. Die Blicke von Ancelotti und Rudy sprechen Bände... 

Ausraster in Champions League: Ribery rechtfertigt sich für Trikot-Wurf via Twitter

Franck Ribéry vom FC Bayern München tickt aus: Der Franzose pfeffert beim 3:0 gegen Anderlecht sein Trikot weg und lässt sich auch von Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht beruhigen. Trainer Ancelotti und Salihamidzic reagieren entnervt. Wenig später rechtfertigt er sich auf Twitter für seine Emotionen.

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Der FC Bayern kommt einfach nicht zur Ruhe!

Erst das Interview von Robert Lewandowski mit der irren Reaktion von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, dann das eher schwache 3:0 gegen den RSC Anderlecht. Dort platzte dem nächsten Bayern-Star der Kragen - bei seiner Auswechslung tickte Franck Ribéry komplett aus. Der Franzose pfefferte sein Trikot auf die Bank und ließ sich auch von Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht beruhigen - der rügte ihn auch direkt nach dem Spiel öffentlich: "Das darf nicht passieren beim FC Bayern München. Das ist nicht okay. Da werden wir drüber sprechen."

Wieder Zoff beim FC Bayern! Ancelotti nach dem Spiel wortkarg. War die Aktion von Ribéry okay, wollte Sky-Reporter Patrick Wasserziehr wissen. Der sonst so warme Italiener nun gar nicht mehr weitherzig: "Ask him - fragen Sie ihn!" Der Chefcoach der Bayern wollte nach dem glanzlosen Pflichtsieg über alles reden - aber nicht über die Aktion des Routiniers. "Er hat gut gespielt und ich wollte ihm ein bisschen Ruhe gönnen", sagte Ancelotti, der bei der Pressekonferenz noch anfügte: "Ich werde ihn fragen, warum er so reagiert hat." Ribéry ist immerhin 34 Jahre alt und benötigt Pausen. Das scheint ihm selbst jedoch nicht klar zu sein.

So reagiert Ribery!

Und das ist auch in einem Twitter-Post zu erkennen, den er am Mittwoch Nachmittag veröffentlichte. Er entschuldigte sich nicht direkt für seinen Ausraster - sondern rechtfertigte sich nur: "Der Wurf meines nassen Trikots hat nichts mit Respektlosigkeit zu tun, oder mit irgendetwas anderem, dass mir vorgeworfen wird", so der der Franzose. "Dieses nasse Trikot in dem ich seit 10 Jahren alles gebe mit meiner Impulsivität, meinem Siegeswillen, mit dem wir so viel erreicht haben." Ändern wolle er sich nicht: "Solange ich auf dem Feld stehe, werde ich, Franck Ribery, unsere Farben verteidigen und in jedem Spiel mit all meiner Leidenschaft bei der Sache sein." Keine Worte zu Ancelotti und Salihamidzic finden sich in dem Schreiben.

"Kannst Trikot des FC Bayern so nicht wegwerfen"

Ribery bezieht sich mit seinem Tweet wohl auf die Aussagen von Sky-Experte Lothar Matthäus. Der Ex-Weltmeister kritisierte den Bayern-Star scharf: "Du kannst das Trikot des FC Bayern nicht so wegwerfen. Er muss auch akzeptieren, dass das eine Schutzhaltung des Trainers ist", erklärte der frühere Kapitän der Münchner, früher Sinnbild eines Führungsspielers, der sich so etwas nicht zu Schulden kommen ließ. Matthäus: "Er ist ein älterer Spieler, der so die Kraft hat für ein weiteres Spiel."

Ribéry, der sich anschließend weder vom ebenfalls ausgewechselten Teamkollegen Javi Martinez noch von  Salihamidzic beruhigen ließ (in dessen Armen er heftig motzte), war wohl sauer, weil er eine gute Leistung gebracht hatte. In der SPORTBUZZER-Einzelkritik gab es eine 3 - besser war nur Joshua Kimmich, der beste Mann des Spiels. Der rückte anschließend nicht so recht raus mit der Sprache, was die Causa Ribéry betrifft. "Es sieht so aus, dass er wegen seiner Auswechslung sauer ist. Er hat gut gespielt...."

FC Bayern in Noten: Die Einzelkritik gegen Anderlecht

So reagiert das Netz auf den Ribéry-Ausraster

FC Bayern München (Herren) Franck Ribery (FC Bayern München) Champions League FC Bayern München-RSC Anderlecht (12/09/2017 20:45)

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