11. Juli 2018 / 23:56 Uhr

Babak Rafati zum Referee des Frankreich-Spiels: FIFA und Cunha hatten Glück

Babak Rafati zum Referee des Frankreich-Spiels: FIFA und Cunha hatten Glück

Redaktion Sportbuzzer
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SPORTBUZZER-Kolumnist Babak Rafati stellt Schiedsrichter Andres Cunha kein gutes WM-Zeugnis aus.
SPORTBUZZER-Kolumnist Babak Rafati stellt Schiedsrichter Andres Cunha kein gutes WM-Zeugnis aus. © imago
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Ex-Bundesliga-Schiedsrichter und SPORTBUZZER-Kolumnist Babak Rafati kann die Nominierung des Schiedsrichters Andres Cunha für ein WM-Halbfinale noch immer nicht nachvollziehen. Im Spiel zwischen Frankreich und Belgien hatte er Glück.

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Dass Andres Cunha ein WM-Halbfinale gepfiffen hat, ist für mich nach wie vor nicht nachvollziehbar. Der uruguayische Schiedsrichter hat einfach nicht das Niveau für Spiele einer solchen Wichtigkeit. Er hatte aber das Glück, dass es ihm die Mannschaften, Belgien und Frankreich, sehr leicht gemacht haben. Dennoch offenbarte Cunha in einem leicht zu führenden Spiel eindeutige Schwachpunkte.

Nachdem der Schiedsrichter in einem extrem fairen Spiel 70 Minuten lang überhaupt nicht gefordert war, zeigten sich in der Schlussphase seine Schwächen. So zeigte Cunha in der 71. Minute eine nicht zwingend notwendige Gelbe Karte – nachdem französische Spieler dies forderten. Ein Referee darf sich von so etwas nicht beeinflussen lassen. Sieben Minuten später bekam Fellaini, nachdem er Frankreichs Mbappé gehalten hatte, die fällige Verwarnung nicht. Das ist keine einheitliche Linie im Strafmaß.

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Auch Cunhas hektisches Auftreten, wenn das Spiel mal kurz anzog, war deutlich. Sein Glück war, dass die Mannschaften derart fair aufgetreten sind. In der 79. Minute gab Cunha einen glasklaren Freistoß für Belgien direkt an der französischen Strafraumgrenze nicht, nachdem Hazard gefoult worden war. Eine solche Entscheidung in so einer wichtigen Phase kurz vor Schluss, dazu ist die Wichtigkeit von Standards bei dieser WM bekannt – im Normalfall würden Spieler den Schiedsrichter bedrängen und heftig protestieren. Das blieb aber von den fairen und sportlichen Belgiern aus. Sonst wäre wohl Hektik – von Cunha verursacht – ausgebrochen.

Am Ende hat die FIFA Glück, dass diese Ansetzung keine Konsequenzen hatte.

Heute ist Rafati Referent in der freien Wirtschaft und Mentalcoach für Profifußballer und Manager zum Thema Stressmanagement und Motivation (www.babak-rafati.de).

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