02. Februar 2018 / 22:20 Uhr

Babelsberg 03: Friedlicher Protest und klarer Heimsieg (mit Bildergalerie)

Babelsberg 03: Friedlicher Protest und klarer Heimsieg (mit Bildergalerie)

Mirko Jablonowski
Am Ende gelang sogar noch der Treffer zum 4:0 durch Tino Schmidt (l.).
Vor stimmungsvoller Kulisse konnte der SV Babelsberg 03 klar gegen die BSG Chemie Leipzig siegen. © Jan Kuppert
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Regionalliga Nordost: Trainer Almedin Civa findet nach dem Erfolg über Chemie Leipzig klare Worte Richtung NOFV.

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Vor der Regionalliga-Nordost-Partie des SV Babelsberg 03 gegen Chemie Leipzig (4:0) gab es auf der Tribüne des Karl-Liebknecht-Stadions nur ein Thema: Droht dem SVB tatsächlich der vom Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) angedrohte Ausschluss vom Spielbetrieb?

In Bildern: Babelsberg 03 siegt deutlich gegen Chemie Leipzig

Auch die Babelsberger Anhänger machten ihrem Ärger über den NOFV Luft. Zur Galerie
Auch die Babelsberger Anhänger machten ihrem Ärger über den NOFV Luft. © Jan Kuppert
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In einer zweiten Mahnung vom 24. Januar forderte der NOFV Babelsberg 03 im laufenden Rechtsstreit um die Vorkommnisse des Heimspiels gegen Cottbus im April 2017 erneut zur Zahlung der verhängten Strafe von 7000 Euro auf. Andernfalls würde die Regionalligamannschaft des Vereins nach Paragraf 28 der Rechts- und Verfahrensordnung für den Spielbetrieb gesperrt werden können.

​Archibald Horlitz: "Todesstrafe für einen Verein"

Bis gestern 24 Uhr hätte der Kiezverein, der das ergangene Urteil in der vorliegenden Form nicht akzeptieren will (MAZ berichtete), die Strafe zahlen müssen. Auf seiner Homepage vermeldete der SVB gestern Mittag explizit, dass eine Austragung der Partie gegen Chemie nicht gefährdet sei, da die Spielsperre frühestens ab dem heutigen Samstag umsetzbar sei. Die Fans beider Teams brachten ihren Unmut über die Sportgerichtsurteile pünktlich zum Anpfiff zum Ausdruck – mit aussagekräftigen Plakaten und ohne Pyrotechnik.

Die Fotostrecke von Christian Donner zum Durchklicken:

Die Männer von Dietmar Demuth (im hoffnungsvollem Grün) halten 40 Minuten gut dagegen, doch müssen sich schließlich den Babelsbergern mit 0:4 Toren geschlagen geben. Zur Galerie
Die Männer von Dietmar Demuth (im hoffnungsvollem Grün) halten 40 Minuten gut dagegen, doch müssen sich schließlich den Babelsbergern mit 0:4 Toren geschlagen geben. © Christian Donner

Der NOFV wolle am Montag prüfen, ob die Zahlung eingegangen sei, sagte Geschäftsführer Holger Fuchs gestern auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sollte dies nicht der Fall sein, werde der NOFV einen Antrag ans Verbandsgericht stellen. „Wenn die Frist verstreicht, müssen wir Konsequenzen daraus ziehen“, sagte NOFV-Präsidiumsmitglied Erwin Bugar dem MDR. „Die Frage der Glaubwürdigkeit des NOFV steht hier auf dem Spiel.“ Babelsbergs Vorsitzender Archibald Horlitz fand mit Blick auf einen möglichen Ausschluss vom Spielbetrieb drastische Worte. „Ein bisher nie angewendeter Ausschluss vom Spielbetrieb aber ist quasi die Todesstrafe für einen Verein, da dies eine Insolvenz fast zwangsläufig nach sich zieht. Hier scheint der NOFV jegliches Augenmaß verloren zu haben“, so Horlitz in einer Vereinsmitteilung vom Freitag.

​Almedin Civa: "Schäme mich, mit solchen Menschen Kontakt haben zu müssen"


Auf dem Rasen sahen die 2738 Zuschauer eine Chemie-Elf von Ex-Nulldrei-Trainer Dietmar Demuth, die sich teuer verkaufte. Kurz vor der Pause fiel die Führung für den SVB. Sven Reimann flankte von der rechten Seite und fand im Strafraum Lukas Knechtel, der zum 1:0 einköpfte (42.). In Hälfte zwei schraubten Abdulkadir Beyazit (78.), Knechtel (88.) und Schmidt (90.+1) das Ergebnis auf 4:0 in die Höhe.

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„Ein verdienter Sieg“, so SVB-Trainer Almedin Civa, der deutliche Worte Richtung NOFV fand: „Ich schäme mich, mit solchen Menschen Kontakt haben zu müssen und empfinde das als Beleidigung der Geschichte“, sagte der 45-Jährige. „Es ist peinlich für den Fußball, dass man seit fast einem Jahr darüber spricht. Aber am Ende werden die Guten gewinnen – und das sind wir.“

SV Babelsberg 03: Gladrow – Okada, Saalbach, Akdari (63. Hoffmann), Wilton – Reimann, Koch (85. Dombrowa) – T. Schmidt, Abderrahmane (46. Eglseder), Knechtel - Beyazit.

Chemie Leipzig: Heine – Wajer, Karau, Rode (46. Hey), L. Schmidt – Heinze – Ludwig, Bunge (56. F. Schmidt) – Bury – Merke (73. Yajima), Stelmak.

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