Babelsbergs Torhüter Marvin Gladrow (vorn) beendet die Saison mit dem SVB auf Platz sechs. © Sebastian Wells

Babelsberg 03 mit erfolgreichstem Jahr seit dem Abstieg

Regionalliga Nordost: Trainer Cem Efe zieht nach seiner dritten Saison als Chefcoach Bilanz.

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Potsdam. 14., 11., 6. – so lauten die Abschlussplatzierungen des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 aus den letzten drei Spielzeiten. Nach dem Drittliga-Abstieg und der gerade noch abgewendeten Insolvenz war der Verein im Juli 2013 ein Trümmerhaufen. Cem Efe als Cheftrainer und Almedin Civa als sportlicher Leiter hatten es sich seinerzeit zur Aufgabe gemacht, mit geringen finanziellen Mitteln eine neue Mannschaft aufzubauen. Drei Jahre später beendet Nulldrei die Spielzeit 2015/16 mit ordentlichen  53 Punkten und hat seine vor der Saison ausgegebene Zielstellung eines einstelligen Tabellenplatzes erreicht.

14 Punkteteilungen sind Rekord

„Seitdem ich hier bin, war das die beste Saison, die wir gespielt haben“, zeigt sich Cem Efe mit der sportlichen Bilanz der letzten zwölf Monate zufrieden. „Es war sicherlich noch mehr drin. Gerade wenn man die Verhältnisse sieht, mit denen die Mannschaft zurechtkommen muss, ist das schon überragend.“ Der 37-Jährige meint damit die weiterhin stark angespannte finanzielle Situation des Vereins. Diese führte in den letzten Monaten dazu, dass Gehälter teilweise verspätet gezahlt wurden. Ein Wintertrainingslager, das sich viele Ligakonkurrenten gönnten, gab es in Babelsberg nicht. Die Vorbereitung auf die Rückrunde verlief mit vielen kranken und verletzten Spielern sehr schleppend.

Im Vergleich zu den vergangenen Spielzeiten konnte man den fast schon traditionellen Leistungsabfall in der zweiten Halbserie dieses Mal in Grenzen halten. „Dafür muss man den Jungs Respekt zollen. Sie haben immer diszipliniert gearbeitet“, lobt Efe sein Team. Im gesamten Saisonverlauf standen die Filmstädter nie schlechter als auf Tabellenplatz neun. Insgesamt musste man nur sieben Niederlagen einstecken. Das es nicht zu einer noch besseren Platzierung gereicht hat, liegt unter anderem an einer Vielzahl von Unentschieden. Mit 14 Punkteteilungen sind die Kiezkicker die Remiskönige der Liga. Zudem gelang den Babelsbergern in den zehn Partien gegen die fünf vor ihnen platzierten Teams kein einziger Sieg (fünf Niederlagen, fünf Remis). „Wir hätten die anderen Teams durchaus noch etwas mehr ärgern können“, weiß auch Efe, der seine Mannschaft aber gerade in der Rückrunde immer wieder umbauen musste.

Andis Shala einer von vier Torschützenkönigen

Der im vergangenen Sommer vom 1. FC Magdeburg an den Babelsberger Park gewechselte Matthias Steinborn ist der einzige Akteur, der in allen 34 Punktspielen auf dem Platz stand. Mit seinen zwölf Saisontreffern gehört er ebenso zu den Leistungsträgern wie Stürmer Andis Shala. Der 27-Jährige erzielte 15 Treffer und teilt sich mit Henry Haufe (FC Schönberg), Jonas Nietfeld und Marc-Philipp Zimmermann (beide FSV Zwickau) die Torjägerkanone. Neben Steinborn und Shala wussten Erdal Akdari und Philip Saalbach sehr zu überzeugen und  hatten ihren Anteil daran, dass der SVB mit 29 Gegentreffern hinter dem Berliner AK (22) die zweitbeste Defensive der Liga stellt.

Zu den Verlierern der letzten Monate ist hingegen Christian Schönwälder zu zählen. Der etatmäßige Kapitän der Mannschaft stand nur drei Mal in der Startaufstellung und erhält für die nächste Saison ebenso keinen neuen Vertrag wie Enes Uzun, Tobias Grundler, Henrik Müller und Lukas Schesny. Neben diesen fünf Abgängen steht mit Defensivakteur Mike Eglseder, der vom FC Viktoria Berlin nach Babelsberg kommt, der erste Neuzugang fest. Wie viele ihm folgen, kann Cem Efe aktuell nicht sagen. Auch hier wird entscheidend sein, wie viel Geld letztendlich in die Mannschaft gesteckt werden kann.

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