Matthias Steinborn (M.) schoss das Tor zur 2:1-Führung für den SV Babelsberg 03. © Björn Draws

Babelsberger sehen sich bei Hertha BSC II um Sieg gebracht

Regionalliga: Berliner schaffen durch einen unberechtigten Elfer noch das 2:2

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So grundverschieden kann Fußball sein. Eine Halbzeit lang  wurde den 696 Zuschauern bei der Regionalliga-Partie Hertha BSC II gegen den SV Babelsberg 03 im Amateurstadion Langeweile pur geboten. Doch der zweite Abschnitt hatte es in sich. Endlich spielten die Gäste mutiger nach vorn, glichen den Rückstand postwendend aus und sahen nach ihrem zweiten Treffer schon wie der sichere Sieger aus. Ein unberechtigter Handstrafstoß ermöglichte den Hertha-Amateuren noch den Ausgleich zum 2:2.  Am Ende hatte nicht nur Babelsbergs Trainer Cem Efe  einen dicken Hals.

Eine Halbzeit Langeweile

Beide Teams erstarrten zunächst im taktischen Schema. Quer- und Rückpässe sowie Fehlabspiele am laufenden Band. Nach 40 Minuten gab es den ersten gefährlichen Vorstoß der Gäste. Der Schuss von Lovro Sindik wurde abgeblockt, Bilal Cubukcu kam im Nachsetzen zu spät. 60 Sekunden später Glück auf der anderen Seite. Erdal Akdari klärte auf der Torlinie nach einem Schuss von Fabio Mirbach. Kurz vor dem Pausentee strich ein Schuss von Andis Shala aus fast 30 Metern knapp über das Gebälk  des Hertha-Tores.
Coach Efe war angefressen ob des Gebotenen. Seine Kabinenpredigt fruchtete. Endlich nahm das Spiel Fahrt auf, wurde offener. Die Gäste bestimmten die Szenerie. Doch die Herthaner meldeten ebenso Ansprüche an. Zweimal griff Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow bei ungefährlichen Schüssen ein. Dann schlug es doch ein. Der ungedeckte Tahsin Cakmak  verwandelte den Flankenball von Sinan Kurt mit straffem Schuss (66.).
Die Nulldreier antworteten prompt, die Einwechslungen erwiesen sich als goldrichtig. „Sei mutig, geh nach vorn“, hatte Efe  Lukas Knechtel mit auf den Weg gegeben. Knechtel flankte von rechts,  Shala drückte die Kugel  per Kopf über die Linie  (68.). Wenige Szenen belegten, wie wertvoll der Stoßstürmer für die Mannschaft ist.  Shala, der im Sommer seinen Vertrag gleich um drei Jahre verlängert hatte, erzielte seinen siebten Saisontreffer. Er setzte noch eine Klasseaktion drauf. Shala foppte mehrere Herthaner, bediente Matthias Steinborn, der den Ball zum 1:2 einschob (73.)

Den Sieg vor Augen

Die Babelsberger hatten den Gegner im Griff.  Was sollte sie  noch aufhalten?  Den  Prestigesieg  vor Augen, die Miene von Efe  auf der Bank hellte sich auf. „Ich habe hier noch nie mit der Mannschaft etwas geholt“, stöhnte er vor dem Anpfiff.        Die Berliner wehrten sich noch mal. Torwart Gladrow klärte  mit der Faust einen Freistoß von Kurt  (78.), viel mehr passierte zunächst nicht. Bis zur 86. Minute. Akdari brachte kurz vor der Strafraumgrenze den Herthaner Sidney Friede zu Fall. Freistoßspezialist Kurt schritt zur Ausführung  und schoss Cubukcu in der Babelsberger Mauer an. Der unsichere Schiedsrichter Steven Greif aus Westhausen  zögerte mehrere Sekunden und entschied nach Protesten der Gastgeber auf Handstrafstoß. Marcus Mlynikowski verwandelte (86.).
Die Gäste verstanden die Welt nicht mehr. Der Ball war Cubukcu gegen Brust und angelegten Arm geprallt. „Ich habe den Arm noch nach hinten weggenommen“, demonstrierte der Akteur später die Szene.
Babelsbergs Coach Efe war ungehalten. „Wir sind um den Lohn der Arbeit gebracht worden“, schnaubte  er. „Der Schiedsrichter  hatte die Partie nicht im Griff, er lag komplett daneben.“

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