10. Februar 2018 / 13:59 Uhr

„Back to the Roots“: RB Leipzig mit defensiver Stärke zu neuen Erfolgen

„Back to the Roots“: RB Leipzig mit defensiver Stärke zu neuen Erfolgen

Anne Grimm
RB-Coach Ralph Hasenhüttl und sein Team sind seit zwei Spielen ohne Gegentor. Diese defensive Stabilität soll auch beim SSC Neapel zum Erfolg führen. 
RB-Coach Ralph Hasenhüttl und sein Team sind seit zwei Spielen ohne Gegentor. Diese defensive Stabilität soll auch beim SSC Neapel zum Erfolg führen.  © dpa
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Ein Eklat wie im Hinspiel blieb aus – Sticheleien konnten sich aber weder die Augsburger noch die Leipziger Spieler verkneifen. RB gewinnt dank einer defensiveren Ausrichtung wieder neues Selbstbewusstsein.

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Leipzig. Pünktlich vor dem Start in die Europa League und den englischen Wochen hat RB Leipzig zu alter Stärke zurück gefunden. Zwei Siege in der Bundesliga, zweimal kein Gegentor. Das Polster auf die direkte Konkurrenz um die internationalen Startplätze aus Augsburg und Gladbach ist gewachsen. Das Selbstbewusstsein des Vizemeisters ist zurück.

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RB Leipzig - FC Augsburg (Christian Modla) (1) Zur Galerie
RB Leipzig - FC Augsburg (Christian Modla) (1) ©
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Doch was hat sich verändert? Trainer Ralph Hasenhüttl erklärte nach dem souveränen 2:0-Sieg gegen Augsburg: „Insgesamt haben wir in den letzten Spielen etwas tiefer gestanden und tiefere Ballgewinne provoziert. Weil wir für attraktives Offensivspiel nicht immer so belohnt wurden, wie wir es gehofft hatten. Deswegen ist es logisch, dass man back to the Roots, einen Schritt zurück nimmt. Das war in den letzten zwei Spielen erkennbar, hat uns gut getan.“

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(32) Peter Gulacsi: Nur einmal gefragt und mit passender Antwort. Note 2 (Gepa Pictures) ©

Gegen Augsburg überließ das Hasenhüttl-Team dem Gegner zunächst den Ball und etwas Raum, um selbst in die gefährlichen Umschaltsituationen zu kommen. Das Spiel mit langen Bällen konnten die Gäste so nie richtig aufziehen. Kapitän Willi Orban lobte: „Unser Matchplan ist super aufgegangen – Respekt an das Trainerteam.“ FCA-Coach Manuel Baum gestand nach der Niederlage: „Sie haben uns gut zugestellt und sind mit einer etwas anderen Grundordnung aufgelaufen. Die haben den ein oder anderen taktischen Kniff gemacht, den wir zwar erkannt haben, aber wir konnten ihn nicht ausspielen.“

Die große Menge an Gegentoren wurde seit der Winterpause fast ohne Unterbrechung bei RB thematisiert. „Es scheint so, als das die Arbeit der letzten Wochen, die vor allem auf diesen Bereich gezielt hat, Früchte trägt“, meinte Hasenhüttl erfreut. Weil dabei ein großer Fokus auf das Abwehren von ruhenden Bällen gelegt wurde, sind die Leipziger inzwischen auch bei der eigenen Ausführung wieder gefährlicher. Naby Keitas abgefälschter Freistoßtreffer zum 2:0 war das erste Standardtor seit langer Zeit für die Rasenballer.

Mehr zu: RB Leipzig - FC Augsburg (2:0)

Obwohl es auf dem Platz zwischen den Leipziger und Augsburger Spielern am Freitagabend immer wieder Nicklichkeiten gab, blieb es trotz der pikanten Vorgeschichten weitestgehend friedlich. Sympathien werden beide Vereine aber wohl nie füreinander hegen.

Martin Hinteregger quitierte die Pfiffe der RB-Fans mit folgenden Worten: „Ich hoffe, dass ich die nächsten Jahre hier auch noch ausgepfiffen werde. … Das pusht mich immer ein bisschen. Danke, liebe Leipzig-Fans.“ Der kranke Marcel Sabitzer twitterte: „Es gibt definitiv zwei Gewinner heute Abend… RB Leipzig und derjenige, der sich über 400 Kilometer erspart und Blut gespendet hat.“ Damit meinte der RB-Offensivakteur den nicht gerade leipzigaffinen FCA-Präsident Hofmann.

Nach einem freien Tag startet RBL am Montag die Vorbereitung auf die Europa-League-Partie in Neapel. Coach Hasenhüttl sagt vor dem Duell mit dem Tabellenführer der italienischen Liga: „Es wird der Schlüssel zum Erfolg in den nächsten Wochen sein, dass wir defensiv wieder unsere Kompaktheit bekommen. In der Euro League kann jedes Tor entscheidend sein. Wir wollen unsere Haut in Neapel so teuer wie möglich verkaufen.“

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Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig): Wir haben heute etwas anders gespielt, haben dem Gegner Raum gegeben und uns Raum geschaffen. Leider haben wir das in der ersten Hälfte noch nicht gut genug ausgespielt, aber in einem taktisch geprägten Spiel haben wir vieles richtig gemacht. Anfangs haben die Automatisem nicht funktioniert, was mit dem kurzfristigen Ausfall von Demme und Sabitzer zusammenhing. Da waren wir zu hektsich. In Augsburg hatten wir viel Ballbesitz und kaum Chancen, heute hatten wir weniger Ballbesitz und sehr viele Chancen. Sich mit viel Ballbesitz durchzusetzen ist die hohe Schule, aber für uns noch sehr schwierig. Da laufen wir Gefahr, in Konter zu laufen. Derzeit wollen wir vor allem effektiv sein. Wir brauchen defensive Stabilität, denn es kommen schwere Spiele mit schweren Gegnern auf uns zu. Zur Galerie
Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig): Wir haben heute etwas anders gespielt, haben dem Gegner Raum gegeben und uns Raum geschaffen. Leider haben wir das in der ersten Hälfte noch nicht gut genug ausgespielt, aber in einem taktisch geprägten Spiel haben wir vieles richtig gemacht. Anfangs haben die Automatisem nicht funktioniert, was mit dem kurzfristigen Ausfall von Demme und Sabitzer zusammenhing. Da waren wir zu hektsich. In Augsburg hatten wir viel Ballbesitz und kaum Chancen, heute hatten wir weniger Ballbesitz und sehr viele Chancen. Sich mit viel Ballbesitz durchzusetzen ist die hohe Schule, aber für uns noch sehr schwierig. Da laufen wir Gefahr, in Konter zu laufen. Derzeit wollen wir vor allem effektiv sein. Wir brauchen defensive Stabilität, denn es kommen schwere Spiele mit schweren Gegnern auf uns zu. ©
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