Strebt auf der Mitgliederversammlung im Februar den Vorsitz beim FC 98 Hennigsdorf an: Bastian Klebauschke. Strebt auf der Mitgliederversammlung im Februar den Vorsitz beim FC 98 Hennigsdorf an: Bastian Klebauschke. © Christoph Brandhorst
Strebt auf der Mitgliederversammlung im Februar den Vorsitz beim FC 98 Hennigsdorf an: Bastian Klebauschke.

Landesliga Nord: Bastian Klebauschke strebt Tschirswitz-Nachfolge in Hennigsdorf an

Vereinsarbeit: Bisheriger FC 98-Chef will in die zweite Reihe rücken und hat sich den Vorsitzenden des FC Marwitz als Nachfolger ausgeguckt.

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Seit 16 Jahren ist Wolfgang Tschirswitz Vorsitzender beim FC 98 Hennigsdorf. Übernommen hat er den Verein in einer schwierigen Phase. Nun will er anderen Leuten den Vortritt lassen. „Ich habe schon in den vergangenen Jahren nach einem möglichen Nachfolger gesucht“, sagt er. Den scheint er nun beim FC Marwitz gefunden zu haben. Der bisherige FCM-Chef Bastian Klebauschke will sich am 20. Februar zur Wahl stellen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass Bastian die Sache gut ausfüllen kann“, glaubt Tschirswitz. "Die Chemie stimmt."

Dass der langjährige Hennigsdorfer Vereinschef und seine Mitstreiter im Vorstand den FC 98 nach der Amtsübernahme finanziell auf sichere Füße stellten, sei eine Errungenschaft, auf die man stolz sein könne, findet Wolfgang Tschirswitz. Aber: „Die Zeit ist reif, dass junge Leute dran kommen und ihre eigenen Ideen in den Verein einbringen.“ Ganz vom Fußball loslassen will der 61-jährige Unternehmer aber nicht. „Ich kann meinem Nachfolger sicher einiges von dem mitgeben, was ich in den 16 Jahren gelernt habe.“ Denn jeder Verein sei anders und habe seine Eigenheiten.

​Robert Much übernimmt in Marwitz

Unterstützung, die Bastian Klebauschke dankend annimmt. Bis 2011 war der 29-Jährige Mitglied in Hennigsdorf, amtierte für den Verein als Schiedsrichter. Es folgte der Wechsel nach Marwitz, wo er später zum Vorsitzenden wurde. Dreieinhalb Jahre stand er an der Spitze des Vereins. Nun klopfte der alte Club wieder an. „Ich bin Hennigsdorfer und liebe die Stadt“, sagt Klebauschke. Er gibt zu, dass ihn dennoch kurz Gewissensbisse plagten. „Der schwerste Schritt war es, dem Marwitzer Vorstand von meiner Entscheidung zu erzählen.“

Dem FCM sei er dankbar, dass er ihm die Chance gab, sich an der Vereinsspitze zu beweisen – und dass man ihn nun ziehen lasse. „Der FC Marwitz wird seinen Weg gehen“, ist sich Klebauschke sicher. Dort wird er sich auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 19. Januar verabschieden. Männertrainer Robert Much soll sein Nachfolger werden. Er steht mit seiner Mannschaft zur Winterpause auf Platz 1 der 1. Kreisklasse West.

Es könne etwas Großes entstehen

Derweil wirbt Bastian Klebauschke schon um das Vertrauen der FC 98-Mitglieder - rund 400 sind es derzeit. „Es soll keine One-Man-Show werden“, stellt er klar. „Wir wollen jeden mitnehmen, vom Nachwuchs bis zu den Senioren.“ Mit dem Mannschaftsrat der Landesliga-Elf habe er sich bereits ausgetauscht. Weitere Gespräche sollen folgen. Auch an seiner Vorstandscrew bastelt der Anwärter auf den Vorsitz bereits, acht Personen sollen den Club künftig führen. Und Bastian Klebauschke hat schon konkrete Ideen für die Zukunft. „Wir müssen ein Wir-Gefühl entwickeln“, sagt der Mann, der in der Textilbranche tätig ist und für die CDU im Oberhavel-Kreistag sitzt. Sein Credo: „Absolute Transparenz. Die Mitglieder sollen wissen, wohin die Reise geht.“ Ziel sei es, die ehrenamtliche Arbeit auf eine breitere Basis zu stellen. Auch am Jugendkonzept soll gefeilt werden. Und mittelfristig soll der FC 98 wieder in die Brandenburgliga und eine dritte Männermannschaft aufgebaut werden. „Ich weiß welche Höhen und Tiefen die Vereinsarbeit mit sich bringt. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen.“

Doch bevor Bastian Klebauschke so richtig anpacken kann, muss er das Votum der Mitglieder abwarten. Auch Wolfgang Tschirswitz wird dann wieder kandidieren. „Ich will den Vorstand auch weiterhin unterstützen, aber eine Kampfkandidatur wird es nicht geben“, sagt er. Es sei durchaus vorstellbar, dass er sich künftig in der Sponsorenarbeit einbringt. Klebauschke sagt: „Ich bin froh, dass er an Bord bleibt.“ Ziehen alle an einem Strang, könne in Hennigsdorf etwas Großes entstehen, davon ist er überzeugt. "Das Potenzial in Hennigsdorf ist immens, wir müssen es nur ausnutzen."

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