22. Juli 2018 / 16:28 Uhr

Barsinghausen-Trainer spielt mit, Keeper stürmt mit - aber Eldagsen gewinnt den Baumgarten-Cup (mit Galerie!)

Barsinghausen-Trainer spielt mit, Keeper stürmt mit - aber Eldagsen gewinnt den Baumgarten-Cup (mit Galerie!)

Ullrich Bock und Jens Niggemeyer
Eldagsens Luca Köneke schiebt den Ball an Barsinghausens Keeper Dominic Beskow vorbei zum 2:0 ins Tor.
Eldagsens Luca Köneke schiebt den Ball an Barsinghausens Keeper Dominic Beskow vorbei zum 2:0 ins Tor. © deisterpics/Stefan Zwing
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Holger Gehrmann, Trainer vom FC Eldagsen, verabschiedet sich mit einem Titel in den Mallorca-Urlaub. Beim Baumgarten-Cup, von den Senfstädtern selbst veranstaltet, gab es den Pokal mit einem Finalsieg gegen den TSV Barsinghausen. Basche half es auch nicht, das Trainer Dennis Herrmann selbst mitspielte und Keeper Dominic Beskow in den Sturm wechselte.

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Mit einem 5:2-Erfolg am Freitagabend gegen Tuspo Schliekum hatte der TSV Barsinghausen am Freitagabend seine Chance gewahrt, beim Baumgarten-Cup des FC Eldagsen die nach zwei Auftaktsiegen führenden Gastgeber letztlich noch abfangen zu können. Dazu musste das Team von Dennis Herrmann allerdings das direkte Duell gegen den FCE am Sonnabend für sich entscheiden. Das ging jedoch mit 2:5 verloren, sodass die Hausherren das Turnier letztlich souverän gewannen. „Wir haben mit fast derselben Mannschaft gespielt wie am Freitag und hatten keine großen Wechseloptionen. Da hat man den Kräfteverschleiß gemerkt“, resümierte Mittelfeldspieler Alexander Wissel. „Und insgesamt fehlen derzeit einfach sehr viele Leistungsträger. Dafür war es aber unterm Strich ganz okay.“

Die Stimmung in Eldagsen war verständlicherweise mehr als okay - nämlich richtig gut. „Die Euphorie wächst gerade natürlich“, sagte Coach Holger Gehrmann nach dem Erfolg. „Aber ich weiß doch auch, wie es laufen kann. Es gilt jetzt, die Ruhe zu bewahren, locker weiterzumachen. Ich bin halt derjenige, der auf die Bremse tritt.“ Sagte er – und entschwand gut gelaunt in den Flieger nach Mallorca. Kapitän André Gehrke wird, da auch Co-Trainer Christian Marx urlaubt, in dieser Woche das Training leiten. Die Mannschaft sei gefestigt genug, es gehe jetzt auch mal eine Woche ohne Trainer.

Bilder vom Spiel im Baumgarten Cup zwischen dem FC Eldagsen und dem TSV Barsinghausen

Barsinghausens Gerrit Herrmann (rechts) gewinnt das Kopfballduell gegen Maximilian Rülke. Zur Galerie
Barsinghausens Gerrit Herrmann (rechts) gewinnt das Kopfballduell gegen Maximilian Rülke. ©
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Basche Coach schnürt selbst die Schuhe

Der TSV Barsinghausen ging die Sache angesichts der Personalsituation und der Qualität des Gegners etwas defensiver an als üblich, setzte auf Konter. „Das hat auch ganz gut geklappt.“ In der ersten Halbzeit habe man nicht viele Chancen zugelassen und selbst immer wieder gute Umschaltsituationen gehabt. Dass die Eldagser durch einen Doppelpack von Luca Köneke (10., 15.) dennoch schnell ein 2:0 vorlegten, lag an zwei Unachtsamkeiten. Beim ersten Tor habe man nach einer Ecke nicht konsequent genug verteidigt, das 0:2 sei durch einen Fehlpass mit Mittelfeld ermöglicht worden. „Wir haben aber nicht aufgegeben und hatten immer wieder Chancen“, lobte Wissel. Tobias Kienlin nutzte eine davon zum 1:2-Pausenstand (40.). Kurz vor der Pause musste Tobias Zak verletzt vom Platz, und in Ermangelung von Alternativen wechselte sich Coach Dennis Herrmann selbst ein.

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​Keeper geht in den Sturm


Zur Pause wurde dann auch der zuvor verletzte Robin Abram vorsichtshalber vom Platz geholt - für ihn ging Keeper Dominic Beskow in den Sturm, und Ko-Trainer Markus Grajewski sprang als Torwart ein. Das 3:1 der Eldagser durch Lucas Brünig (47.) konnten der TSV durch Kienlins zweiten Treffer noch beantworten (51.), doch danach schwanden die Kräfte. „Wir kamen nicht mehr 100-prozentig in die Zweikämpfe“, so Wissel. „Man merkte auch, dass wir ein bisschen was ausprobiert haben und in der Zusammensetzung noch nicht gespielt haben.“ Der FCE sei schlicht besser gewesen und legte durch Brünig (56.) und Lauri Schwitalla (85.) noch zwei Treffer nach. „Wir hatten aber auch noch die ein oder andere Gelegenheit.“

Nicht zuletzt aufgrund der großen Hitze sei es zwar „nicht ganz so prickelnd gewesen, aber wenn wir mit Tempo spielen, sieht man, dass wir auch Tore machen“, betonte Gehrmann. „Wir wollen den Speed mitnehmen, aber das alles nicht hoch hängen. Wir haben eine gute Phase, in der Liga wird es allerdings um ein Vielfaches schwieriger.“

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