25. September 2018 / 16:32 Uhr

Nach Hass-Plakaten von BVB-Fans: Bayern-Bosse Hoeneß und Rummenigge fordern Solidarität mit Hopp

Nach Hass-Plakaten von BVB-Fans: Bayern-Bosse Hoeneß und Rummenigge fordern Solidarität mit Hopp

Redaktion Sportbuzzer
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Fordern Solidarität mit Hopp: Die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß.
Fordern Solidarität mit Hopp: Die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß. © dpa
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Die Hass-Plakate von einigen Fans von Borussia Dortmund gegen Dietmar Hopp am vergangenen Wochenende sorgten für Aufregung. Nun mischen sich auch die Bayern-Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge ein. Sie verurteilen die Vorfälle scharf.

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Die Fans von Borussia Dortmund beleidigten Dietmar Hopp am Wochenende beim Spiel des BVB gegen die TSG Hoffenheim erneut mit Plakaten. Der DFB ermittelt, und die Vereine suchen die Übeltäter per Vidoematerial. Nun haben sich auch die Bosse des FC Bayern zu den Vorfällen geäußert - und fordern Solidarität der Bundesligisten mit Hopp.

"Die ungeheuerlichen und völlig deplatzierten Anfeindungen gegen Dietmar Hopp in deutschen Fußballstadien haben am vergangenen Wochenende einen erschütternden Höhepunkt erfahren. Im Namen des gesamten FC Bayern verurteilen wir die schamlosen Gesänge und Transparente gegen diesen Ehrenmann auf das Schärfste", heißt es in einer Mitteilung des Rekordmeisters, die vom Präsidenten Uli Hoeneß und vom Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge unterschrieben ist.

"Dietmar Hopp ist ein absolut untadeliger Charakter. Er hilft selbstlos, er unterstützt zahllose soziale Projekte nicht zuletzt mit großen finanziellen Mitteln. Er setzt sich permanent für Menschen in Not ein, er fördert den Jugendfußball und den Sport im Allgemeinen in seiner Region, er schafft Infrastrukturen für den Nachwuchs. Er hilft, wo man nur helfen kann", heißt es weiter.

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Die Bayern-Bosse fordern deswegen nun Solidarität in der Bundesliga mit Hopp. "Wir müssen zusammenstehen, um solche Entgleisungen zu unterbinden. Es wäre fatal, wenn sich Menschen wie Dietmar Hopp irgendwann aus unserem Sport zurückziehen. Dies wäre ein verheerendes Signal und zudem ein großer Schaden für den Fußball und insbesondere für den Nachwuchs", heißt es in der Mitteilung. "Das müssen wir verhindern. Durch Solidarität, durch gemeinsames Handeln und schlicht und einfach durch den Erhalt und die Pflege von Anstand und Sitten."

Hopp-Anwalt Schickhardt fordert Spielabbrüche bei Hass-Plakaten

Auch Hopps Anwalt Christoph Schickhardt hat sich zu den Vorfällen am Wochenende geäußert. "Ich mache mir schon Sorgen um Herrn Hopp. Unsere Gesellschaftsordnung darf sich nicht machtlos zeigen gegen solche Exzesse", sagte er Sport1. "Es ist eine Schande, wie mit Dietmar Hopp umgegangen wird. Aufgeben wird er nicht, weil er einfach von seiner Idee des Sports und von den positiven Elementen der Gesellschaft im Innersten überzeugt ist. Man muss diese Chaoten in den Griff kriegen."

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Schickhardt fordert bei ähnlichen Vorfällen in der Zukunft sogar Spielabbrüche. Wenn Hass-Plakate in den Fanblöcken hochgehalten werden, sollen die Mannschaftskapitäne einschreiten, "und es wird erst mal abgepfiffen und für zehn Minuten in die Kabine gegangen", sagte Schickhardt: "Wenn danach noch irgendein Plakat hängt, dann muss ein Spiel abgebrochen werden. Die Punktwertung ist entsprechend. Das ist das Einzige, was helfen kann."

Die Hintergründe zum Plakat-Zoff um Hopp

Kurz vor dem Anpfiff der Bundesliga-Partie zwischen der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund hatten Anhänger der Westfalen TSG-Mäzen Dietmar Hopp erneut scharf beleidigt. Aus dem Gästeblock schallten laute Gesänge, in denen Hopps und sogar dessen Mutter verunglimpft wurden.

Dazu hielten die BVB-Fans ein Banner mit dem Konterfei Hopps im Fadenkreuz hoch - dazu der Spruch: "Hasta la vista, Hopp". Zudem gab es ein Plakat als Reaktion auf die Anzeigen Hopps gegen über 30 BVB-Fans wegen beleidigender Gesänge. Zudem gab es ein Plakat als Reaktion auf die Anzeigen gegen 32 BVB-Fans. "Strafverfahren und Hausverbote wegen beleidigenden Gesängen? Was soll die Scheiße, du Hurensohn."

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