Jupp Heynckes im 96-Trikot. Jupp Heynckes im 96-Trikot. © imago/Metelmann/kicker
Jupp Heynckes im 96-Trikot.

Bayern-Trainer mit 96-Vergangenheit: So war die Zeit von Jupp Heynckes in Hannover

Am Sonnabend trifft Trainer Jupp Heynckes mit seinem FC Bayern München auf Hannover 96. Was viele nicht wissen: Heynckes war einst mal für Hannover 96 am Ball - wir blicken zurück. 

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Sein Wechsel war im Sommer 1967 das Thema in den Schlagzeilen: Jupp Heynckes ging für offiziell 100.000 Mark vom aufstrebenden Borussia Mönchengladbach zu Hannover 96. Was heutzutage nach einer fast schon lächerlichen Transfersumme klingt, war in den Anfangszeiten der Bundesliga das Maß aller Dinge und sogar die absolute Höchstgrenze. Mehr als 100.000 Euro durften laut den Statuten des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB) nicht für einen Spielertransfer gezahlt werden. So floss das Geld unter der Hand. Angeblich soll 96 rund 350.000 Mark für den 21-Jährigen hingelegt haben.

Für Heynckes war der Wechsel ein Aufstieg. Die Roten rangierten vor der Fohlen-Elf, waren in der Bundesliga etabliert. Zudem wollten die Verantwortlichen in Hannover etwas aufbauen. Heynckes, der fortan am Maschsee wohnte, kam zusammen mit dem jugoslawischen Angreifer Josip Skoblar zu den Roten - beide sollten künftig eines der besten Sturmduos der Liga bilden. Dafür wurde Heynckes sogar vom Wehrdienst freigestellt, den er damals in Hannover eigentlich hätte ablegen müssen.

So war die Zeit von Jupp Heynckes bei Hannover 96

„Ich habe tolle Erinnerungen an Hannover und 96. Die Roten sind noch immer in meinem Herzen", sagte der Stürmer später über seine Zeit an der Leine. Sportlich lief es bei 96 nicht ganz so gut wie geplant. Die Roten blieben im Mittelfeld stecken, während sich Mönchengladbach in der Abwesenheit von Henyckes zu einer Spitzenmannschaft entwickelte - und Meister wurde.

Auch Heynckes konnte nicht an seine Gladbacher Leistungen anknüpfen. Während der Nationalspieler zuvor bei den Fohlen in 82 Spielen 50 Tore geschossen hatte, kam er in Hannover nur noch auf 25 Treffer in 85 Spielen - Stürmerkollege Skoblar war wesentlich erfolgreicher. Dennoch erinnert sich Heynckes gerne zurück: „Es war eine tolle Zeit bei 96. Und dass unsere Tochter hier geboren wurde, verbindet besonders.“

1970 ging es für Heynckes zu seinem Heimatverein Mönchengladbach zurück, der gerade seinen ersten Bundesliga-Titel holte. In der darauffolgenden Saison konnten die Borussen die Meisterschaft sogar verteidigen. Heynckes trug mit 19 Toren dazu bei, mehr als in seinen letzten beiden Spielzeiten für 96 zusammen.

Diese Spieler spielten für Hannover 96 und den FC Bayern München:

Mit der Fohlenelf wurde Heynckes insgesamt viermal Deutscher Meister, gewann den Europapokal der Landesmeister und den DFB-Pokal. 168 Tore schoss er in 226 Spielen für die Gladbacher und wurde mit der Nationalelf Welt- und Europameister.

In seiner Trainerkarriere kam er ausschließlich als Gegner nach Hannover. Lediglich drei von 18 Spiele verlor er gegen die Roten. 1988 und 2011 kassierte Heynckes als Bayern-Coach empfindliche Niederlagen gegen 96.

Heynckes hatte zudem eine besondere Bindung zum früheren 96-Torwart Robert Enke, der sich 2009 das Leben nahm. Als Trainer von Benfica Lissabon holte er den Keeper 1999 in die portugiesische Hauptstadt.

Diese Duelle von Hannover 96 und dem FC Bayern München blieben in Erinnerung:

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