21. September 2018 / 16:26 Uhr

Bei RB Leipzig ist Krisenmanagement gefragt: Erneut Disziplinlosigkeit bei den Profis 

Bei RB Leipzig ist Krisenmanagement gefragt: Erneut Disziplinlosigkeit bei den Profis 

Anne Grimm
RB-Leipzig-Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick.
Ralf Rangnick auf Fehlersuche © dpa
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Das nächste Bundesligaspiel von RB Leipzig in Frankfurt rückte am Freitag in den Hintergrund: Wie sich auch für Trainer Ralf Rangnick erst im Nachhinein herausstellte, waren vor dem Duell mit Salzburg erneut Leipziger Profis disziplinarisch aus der Reihe getanzt. Harte Sanktionen drohen.

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Leipzig. Im Sommer mehrere Monate durch Europa jetten, um sich für die Gruppenphase der Euro League zu qualifizieren, den Wettbewerb dann aber nicht ernst nehmen? Bei RB Leipzig soll es solche Profis geben. Zumindest begründete Trainer Ralf Rangnick die teils desaströse Leistung einiger seiner Fußballer bei der 2:3-Niederlage im Dosenderby gegen den FC Salzburg so. Der 60-Jährige sagte am Freitag: „Vor dem Spiel sind Dinge vorgefallen, die erklären, warum einige offensichtlich nicht bereit waren, und die erklären, warum Spieler in der Halbzeit ausgewechselt wurden. Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätten wir keinen Dreifachwechsel zur Halbzeit durchgeführt, sondern mindestens einen Zweifachwechsel vor dem Spiel. Aber ich habe es leider erst heute erfahren.“

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel gegen Salzburg

RB Leipzig unterliegt dem FC Salzburg 2:3, nachdem sich die Rangnick-Elf von einem 0.2-Rückstand auf 2:2 herangekämpft hatte. Zur Galerie
RB Leipzig unterliegt dem FC Salzburg 2:3, nachdem sich die Rangnick-Elf von einem 0.2-Rückstand auf 2:2 herangekämpft hatte. ©
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Details zu den Vorfällen gab der Coach nicht Preis. Am Donnerstagabend wurde wohl unter anderem die neue Regel bei RB Leipzig gebrochen, dass die Profis ihre Handys ab dem Betreten des Stadions nicht mehr benutzen dürfen. Der Trainer bestätigte: Es ging um die professionelle Vorbereitung zweier Fußballer am Spieltag, die aus dem Trio Nordi Mukiele, Bruma und Jean-Kevin Augustin stammen.

Die zwei Franzosen waren schon im Sommer wegen des nicht erfüllten Trainingsplans in Ungnade gefallen. Was kann der Coach tun, um die Disziplinlosigkeit in den Griff zu bekommen? „Wir werden uns dem Thema weiter mit Nachdruck annehmen und versuchen, die Spieler nachhaltig auf Spur zu bringen. Und sei es auch, durch Erziehungsprozesse die auch aus der Mannschaft kommen.“ Mit einmal drehen am Strafenrad wird sich der Vorfall diesmal nicht bereinigen lassen. Am Freitag saß der 60-Jährige seit 9.30 Uhr mit seinen drei Co-Trainern zum Krisengespräch beisammen.

Weiteres zum Europa-League-Spiel RB Leipzig gegen Salzburg

„Gestern waren zwei Schritte zurück. Das bringt uns auch gegen Frankfurt in eine andere Situation. Natürlich werden wir personell darauf reagieren und die Elf ins Rennen schicken, auf die wir uns zu 100 Prozent verlassen können“, so der 60-Jährige. Wie stark Rangnick die abtrünnigen Profis sanktionieren und ob er am Sonntag in Frankfurt jemanden aus dem kleinen Kader verbannen kann, hängt davon ab, wer von den drei Verletzten zurückkehrt.

Lukas Klostermann wird erst nächste Woche wieder eine Option sein. Hinter Timo Werner stehen viele Fragezeichen. Am wahrscheinlichsten sei der Einsatz des Uruguayers Marcelo Saracchi. Emil Forsberg wird wieder in der Startelf stehen. Seinen Bankplatz in der Euro League begründete Rangnick so: „Klar hätte man ihn 90 Minuten reinjagen können, aber dann hätte er am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt gefehlt, oder dort nur eine halbe Stunde spielen können.“

Rangnick kritisiert Mentalität: 'Die war unterirdisch'

Physisch herrscht gegen die Eintracht am vierten Bundesligaspieltag, Anpfiff am Sonntag um 18 Uhr, Chancengleichheit. Doch die Elf das österreichischen Trainers Adi Hütter wird nach dem überraschenden 2:1-Sieg in der Europa League beim Vorjahresfinalisten Olympique Marseille mit breiter Brust im heimischen Stadion antreten. „Die selbstkritischen Äußerungen der Spieler zeigen mir, dass ein Großteil weiß, was gestern passiert ist und es unserer nicht würdig war. Deshalb glaub ich auch, wenn wir die richtige Elf auf den Platz schicken, werden wir in Frankfurt eine klare Reaktion zeigen“, meinte Rangnick.

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