Bernd Schröder gewann mit Turbine Potsdam 2010 die Champions League. © Jan Kuppert

Bernd Schröder in einer Reihe mit Udo Lattek und Jupp Heynckes

Der Deutsche Fußball-Bund zeichnet Turbine Potsdams Trainerlegende mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk aus.

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Turbine Potsdam ist als Tabellenführer der Frauenfußball-Bundesliga derzeit in aller Munde. Trainer Matthias Rudolph wird mit Lob überschüttet. Bernd Schröder, Rudolphs Vorgänger und Turbines Trainerlegende, ist aber nicht vergessen. Montagabend ist der 74-Jährige mit dem „Ehrenpreis Lebenswerk“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet worden. Schröder, der sich im Sommer 2016 vom Trainerjob zurückgezogen hatte, erhielt den Preis anlässlich der Abschlussveranstaltung des 63. Fußball-Lehrer-Lehrgangs in Gravenbruch (Hessen).

Er ist der siebte deutsche Trainer, der diese Lebenswerk-Auszeichnung erhielt. Bisherige Preisträger sind Dettmar Cramer, Udo Lattek, Gero Bisanz, Otto Rehhagel, Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld. DFB-Präsident Reinhard Grindel huldigte Schröders Lebenswerk: „Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Er hat sich nie verstellt, ist unbeirrt seinen Weg gegangen. Manchmal war er dabei unbequem, aber gerade das hat ihn ausgezeichnet und ausgemacht. Zu seinen Spielerinnen war er immer direkt und offen, genau diese Eigenschaft haben die meisten sehr an ihm geschätzt. Bernd Schröder hat den Frauenfußball in Deutschland über Jahre und Jahrzehnte geprägt, vor seinen Leistungen und Erfolgen kann man sich nur verneigen.”

Schröder ist Ehrenpräsident bei Turbine

Schröder, der gerade an einem Buch über seine Jahrzehnte im Fußball arbeitet, sagte bei der Verleihung: „Ich freue mich sehr über diese besondere Auszeichnung. Für mich ist sie tatsächlich eine große Ehre, das zeigt schon der Blick auf meine Vorgänger.“ Er betonte aber auch, dass er sich nicht komplett aus dem Fußball zurückgezogen hat: „Wenn man für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird, dann klingt das immer nach endgültigem Abschied, danach, dass komplett Schluss ist. Bei mir ist es anders, ich lebe weiter für meinen Verein und den Frauenfußball insgesamt. Ich habe mich aus der ersten Reihe zurückgezogen, zur Ruhe gesetzt habe ich mich noch nicht. Mein Herz schlägt unvermindert für den Fußball.“

Bernd Schröder ist der erfolgreichste Vereinstrainer im deutschen Frauenfußball. Mit dem 1. FFC Turbine Potsdam wurde er jeweils sechsmal DDR-Meister und deutscher Meister. Dreimal gewann er den DFB-Pokal, zweimal den Europapokal. Seinem Verein ist er immer treu geblieben. Seit der Gründung im Jahr 1971 war er 40 Jahre lang Trainer und fünf Jahre Manager (1992 bis 1997) von Turbine Potsdam. Noch heute bringt er sich in vielfältiger Weise ein, Schröder ist Ehrenpräsident des Vereins.

Für seine Leistungen und Erfolge wurde der Potsdamer schon mehrfach geehrt, regional und national, durch Sport und Politik. 2005 erhielt er den Verdienstorden des Landes Brandenburg, 2008 den Kristallfußball des Fußball-Landesverbandes Brandenburg. 2011 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 2016 mit der Silbernen Ehrennadel des DFB ausgezeichnet. Auch den aktuellen Erfolg der Mannschaft kann er sich ein bisschen ans Revers heften.

Region/Brandenburg 1.FFC Turbine Potsdam Kreis Havelland Frauen Bundesliga Deutschland Allianz Frauen-Bundesliga

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