13. März 2018 / 12:13 Uhr

Bernd Schröder über Aus von Steffi Jones als Nationaltrainerin: "Die Mannschaft war tot"

Bernd Schröder über Aus von Steffi Jones als Nationaltrainerin: "Die Mannschaft war tot"

Stephan Henke
Für Bernd Schröder kommt die Entlassung von Ex-Bundestrainerin Steffi Jones nicht überraschend.
Für Bernd Schröder kommt die Entlassung von Ex-Bundestrainerin Steffi Jones nicht überraschend. © Julian Stähle, dpa
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Frauen-Nationalmannschaft: Bisherige Bundestrainerin Steffi Jones entlassen, Horst Hrubesch übernimmt interimsweise.

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Der DFB zog am Dienstag die Reißleine und entließ Frauen-Bundestrainerin Steffi Jones. Für Trainerlegende Bernd Schröder kommt das nicht überraschend. "Ich habe immer ein freundschaftliches Verhältnis zu Steffi gehabt, aber die Entscheidung musste jetzt vor den WM-Qualifikationsspielen gefällt werden. Die Mannschaft war tot. Man hatte das Gefühl, das Trainerteam - mit ihr an der Spitze - ist nicht mehr an die Spielerinnen rangekommen", sagt Schröder, der 45 Jahre lang den Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam trainiert hat und mit Turbine sechsmal deutscher Meister wurde und die Champions League gewann.

Schröder: Fehlender Erfolg entscheidend

Für den 75-Jährigen war der fehlende Erfolg der entscheidende Faktor. "Nichts ist überzeugender als Erfolg. Wenn du keinen Erfolg hast, kannst du erzählen, was du willst, da kannst du der beste Trainer sein", meint Schröder. Jones hatte die Mannschaft nach dem Olympiasieg 2016 von Sylvia Neid übernommen und bei der EM 2017 mit der Mannschaft im Viertelfinale gescheitert. Zuletzt gab es beim She-Believes-Cup in den USA zwei Niederlagen und ein Remis.

Mehr zur Jones-Entlassung

Für Steffi Jones tut es ihm leid. "Sie hat einfach kein Glück gehabt. Ich will gar nicht von Qualität sprechen, sie hat alles versucht. Ich glaube auch, für Sie ist es besser", sagt der Ehrenpräsident von Turbine Potsdam. "Die Mannschaft hat auch ihren Anteil daran. Sie hat einfach nicht mehr die Ohren aufgemacht."

Die bisherigen Trainerinnen und Trainer der DFB-Frauen:

Gero Bisanz: 1982 bis 1996. Bisanz (hier bei der WM 1995 mit Silvia Neid) baute die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mit auf. Unter seiner Leitung wurde Deutschland Vize-Weltmeister 1995 sowie Europameister 1989, 1991, 1995. Zur Galerie
Gero Bisanz: 1982 bis 1996. Bisanz (hier bei der WM 1995 mit Silvia Neid) baute die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mit auf. Unter seiner Leitung wurde Deutschland Vize-Weltmeister 1995 sowie Europameister 1989, 1991, 1995. ©
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Nach möglichen Nachfolgern gefragt, sieht Schröder zwei Kandidaten: Martina Voss-Tecklenburg und Ralf Peter. Erstere ist derzeit Nationaltrainerin der Schweiz. "Sie kennt den Frauenfußball, kennt die Klubs, sie könnte sofort eins zu eins übernehmen, hat aber noch Vertrag in der Schweiz", sagt Schröder. Peter ist dagegen seit Jahren erfolgreicher Trainer der weiblichen Nachwuchsmannschaften beim DFB. "Er ist für mich einer, der weiß, wie Frauenfußball geht. Er hat viele Nationalspielerinnen ausgebildet."

In Bildern: Tabea Kemme und ihr Olympia-Bulli.


Nach dem Olympiasieg 2016 mit der Frauen-Nationalmannschaft kaufte sich Tabea Kemmen ihren VW Transporter. Zur Galerie
Nach dem Olympiasieg 2016 mit der Frauen-Nationalmannschaft kaufte sich Tabea Kemmen ihren VW Transporter. © Christoph Brandhorst
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