Berti Vogts: "Die deutsche Mannschaft hatte gegen Frankreich nicht die Power und nicht die Willenskraft." © imago/Sportbuzzer

Berti Vogts zum EM-Aus der DFB-Elf: Power und Willenskraft haben gefehlt

Sportbuzzer-Kolumnist Berti Vogts analysiert das Aussscheiden der deutschen Nationalmmanschaft bei der EM gegen Frankreich – und verrät, wem er jetzt im Finale die Daumen drückt.

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Ex-Bundestrainer Berti Vogts analysiert in seiner Kolumne für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem auch der Sportbuzzer angehört, das Ausscheiden der Fußball-Nationalmannschaft im EM-Halbfinale: „Die deutsche Mannschaft hatte gegen Frankreich nicht die Power und nicht die Willenskraft – also darf sie sich über das Ausscheiden nicht wundern. Leider.“ Vogts, der die DFB-Auswahl 1996 zum bisher letzten Europameistertitel geführt hat, fehlte vor allem die Effektivität im deutschen Spiel: „Was nützen die besten Ballbesitz- und Passstatistiken, wenn der letzte konsequente Zug nach vorn fehlt?“

"Wir müssen einen eigenen Weg finden"

Der 69-Jährige, der im Trainerteam der US-Nationalmannschaft arbeitet, empfiehlt für die Zukunft des Nationalteams den Blick nach Übersee: „Die deutschen Scouts sollten sich Gedanken machen und sich in Südamerika umschauen, bei Chile oder Argentinien: Mit welcher Aggressivität, Durchschlagskraft und welch schnellem Umschaltspiel diese Teams agieren – bei der Europameisterschaft habe ich das in dieser Form leider bei keiner einzigen Mannschaft gesehen.“ Vogts fordert: „Wir müssen einen eigenen Weg finden, weg vom reinen Ballbesitzfußball.“

"Im Finale drücke ich Portugal die Daumen"

Vor dem EM-Endspiel am Sonntag im Stade de France hat Vogts seine Sympathien klar verteilt: „Im Finale drücke ich Portugal die Daumen, und ich verrate Ihnen auch, warum. Ich war früher mal vier, fünf Wochen zu Gast bei Manchester United und seinem Trainer Sir Alex Ferguson. Da gab es einen 17-Jährigen, der mich unheimlich beeindruckt hat. Er wollte nie aufhören zu trainieren, mit einem Sack voller Bälle stand er noch lange nach dem Trainingsende auf dem Platz – und hat Freistöße und Torschüsse geübt. Der 17-Jährige war Cristiano Ronaldo. Ich finde bedauerlich, dass er vielerorts so falsch dargestellt wird. Ronaldo ist ein Topfußballer, vielleicht der härteste an sich arbeitende Fußballer der Welt. Ich gönne ihm den Titel. Ich gönne ihm das entscheidende Tor“, sagte Vogts dem RND.

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