18. Juni 2017 / 19:26 Uhr

Besser kann man sich nicht verabschieden

Besser kann man sich nicht verabschieden

Eduard Warda
TSV Groß Schneen - SVG II
Michael Tappe nach dem Spiel im Kreise seiner Spieler. © Bänsch
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Trainer Michael Tappe hält den TSV Groß Schneen mit 5:1 über die SVG II in der Kreisliga

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Der TSV Groß Schneen bleibt der Fußball-Kreisliga erhalten: Mit einem deutlichen 5:1 (3:0)-Erfolg über die SVG II sicherte sich die Groß Schneer am letzten Spieltag der Kreisliga Süd den siebten Platz und damit die Qualifikation für die zukünftige eingleisige Kreisliga.

Kreisliga Göttingen-Osterode Süd 2016/17: TSV Groß Schneen - SVG II

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„Aus, aus, aus! Das Spiel ist aus!“, jubelte TSV-Platzsprecher Franz Mick nach dem Schlusspfiff – und verlieh damit einer kollektiven Erleichterung im Lager der Groß Schneer Ausdruck. Gejubelt wurde über den siebten Platz, den ein Unentschieden hätte dem Gastgeber nicht gereicht. Dann wäre der SV Puma, der seinerseits den FC Höherberg mit demselben Ergebnis bezwang, vorbeigezogen.

TSV Groß Schneen feiert den Kreisliga-Klassenerhalt I

Dass es so kommt, war andererseits relativ früh vorhersehbar. Tim Theune, Bruder vom Groß Ellershäuser Jan Theune, war es, der bereits in der 3. Minute den Ball das erste Mal über die Torlinie des SVG-Gehäuses schob. Die Vorarbeit war vom besten Spieler des Sonntagnachmittags gekommen, von Florian Berg. Das 2:0 besorgte der Sturmtank selbst (19.), später gelang ihm auch noch der Treffer zum 5:1-Endstand (82.).

TSV Groß Schneen feiert den Kreisliga-Klassenerhalt II

Zu diesem Zeitpunkt war der Kuchen allerdings längst gegessen, spätestens in der 34. Minute, als Paul Müller das 3:0 erzielte (34.). In der Folge sahen die rund 100 Zuschauer auf dem Sportplatz Groß Schneen über weite Strecken Sommerfußball, gespickt mit kleinen Höhepunkten. Dazu zählte zum Beispiel das Tor von Jens Hoffmann im Nachschuss zum 4:0 (55.), nachdem Dennis Eberlein bei einem Abwehrversuch fulminant über den Ball getreten hatte.

TSV Groß Schneen feiert den Kreisliga-Klassenerhalt III

Hoch anzurechnen ist der SVG II, dass sie die Partie zu keiner Zeit abschenkte. Belohnt wurde das Team durch einen herrlichen Volleytreffer von Adams Doumbia, der vom linken Innenpfosten ins TSV-Gehäuse einschlug (67.). Doumbia hatte die SVG aus der 2. Kreisklasse von Sparta geholt.

TSV Groß Schneen feiert den Kreisliga-Klassenerhalt IV

Die Schwarz-Weißen, die zukünftig von Jan Hoffmann trainiert werden, spielen nun zukünftig in der 1. Kreisklasse. 19 Punkte auf dem Konto hätte sich Tunkel nach dem Chaos zu Beginn der Spielzeit und einem Dutzend Abgängen jedoch niemals erträumt. „Das waren 19 Punkte mehr, als ich mir vorgestellt habe.“ Trainer Raua Khafaf, dessen Zukunft sich nächste Woche klärt, sprach von einem „verdammt schweren Jahr“.

TSV Groß Schneen feiert den Kreisliga-Klassenerhalt V

Khafaf stand genauso wie sein Gegenüber Michael Tappe zum letzten Mal an der Seitenlinie seines Teams – Tappe wechselt zum DSC Dransfeld, und auch der hat die Qualifikation für die eingleisige Kreisliga geschafft, sodass er in der nächsten Saison gegen seinen alten Klub antritt. Beim TSV ließen sie den beliebten Coach noch ein letztes Mal hochleben. „Super, Michael Tappe“, rief Mick ins Mikrofon. „Ich habe heute das einzige geschafft, was mir noch wichtig war“, sagte Tappe, nachdem ihm von zwei Spielern eine Wanne kaltes Wasser über den Körper geschüttet worden war.

TSV Groß Schneen feiert den Kreisliga-Klassenerhalt VI

Tappe ist nicht der einzige, der den TSV verlässt: Bis zu elf Spieler verabschieden sich, war zu erfahren – unter anderem geht Berg zum SCW. Selbst der Verbleib des 38-jährigen Oldies Daniel Walter, ruhender Pol im TSV-Gefüge, ist nicht sicher. „Die Knochen tun weh“, sagte Walter nach dem Spiel, auf dem Arm seinen Sohn Ole. "Jetzt ist er das Hütchen, und ich bin der Hut", sagte Walter im Hinblick auf seinen Spitznamen, den er einst beim SCW von Heiko Bause erhielt - nachdem er beim Hütchen-Spiel von Aco Pelesic abgezockt worden war.

TSV Groß Schneen feiert den Kreisliga-Klassenerhalt VII

Das sind längst vergangene Zeiten, aber selbst mit einem Walter im Kader kommt auf den neuen Trainer Christian Ernst sicherlich viel Arbeit zu. Andererseits war die Zukunft am Sonntag ganz weit weg. Da wurde erst mal gefeiert. – Tore: 1:0 Theune (3.), 2:0 Berg (19.), 3:0 Müller (34.), 4:0 Hoffmann (54.), 4:1 Doumbia (67.), 5:1 Berg (82.).

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