27. August 2018 / 10:34 Uhr

„Bestes Spiel“, „groteskes Ergebnis“: RB Leipzig im Zwiespalt der Gefühle

„Bestes Spiel“, „groteskes Ergebnis“: RB Leipzig im Zwiespalt der Gefühle

Anne Grimm
Jean-Kevin Augustin erzielte die Blitzführung für RB Leipzig. Später ließ er mehrere Gelegenheiten ungenutzt.
Jean-Kevin Augustin erzielte die Blitzführung für RB Leipzig. Später ließ er mehrere Gelegenheiten ungenutzt. © Getty Images
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Tabellenletzter, vier Gegentore, zwei nach Standards, wieder kein Sieg zum Bundesligastart: RB Leipzig erlebt in Dortmund trotz guter Leistung einen bitteren Abend.  

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Leipzig. Das Ergebnis und die Wahrnehmung des Spiels lagen bei den Fußballern und Verantwortlichen von RB Leipzig so weit auseinander, wie die Tabellenplätze eins und 18 in der Bundesliga. Yussuf Poulsen sagte nach der deutlichen 1:4-Niederlage in Dortmund: „Es ist schwer zu erklären. Die erste halbe Stunde war die beste überhaupt in der neuen Saison.“

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Hätte Jean-Kevin Augustin, der das Blitztor nach 31 Sekunden vorlegte, in der 28. Minute zum zweiten Mal getroffen, wer weiß, wie der Bundesliga-Auftakt am Sonntag für das mutig und aggressiv auftretende Rangnick-Team gelaufen wäre. So stand RB zu Beginn der dritten Saison im Fußball-Oberhaus am Ende zum dritten Mal ohne Sieg da.

„So ein gutes Spiel wie heute haben wir zum Anfang noch nicht gemacht. Aber das Ergebnis ist einfach scheiße“, ärgerte sich der nimmermüde Dauerläufer Diego Demme. Als einer der aktivsten RB-Akteure bekam er allerdings für sein Defensivverhalten vor dem 1:1-Ausgleich vom Trainer einen derben Rüffel: „Er darf Dahoud da nicht laufen lassen und darauf setzen, dass er ähnlich torungefährlich in der Luft ist, wie Diego selber.“

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Abhaken und den Blick auf Luhansk richten

Mit dem Vorwärtsverteidigen der Leipziger war Rangnick zufrieden, im 16er brachte sich RB um den Lohn seiner Arbeit. Beim 1:2 sowie 1:3 brach die verheilt geglaubte Standardwunde wieder auf. „Das erste war ein Eigentor. Der zweite hat auch etwas mit Konzentration zu tun. In den bisherigen Spielen haben wir es gut gemacht, noch kein Tor nach Standards bekommen. Heute waren es anderthalb“, sagte Rangnick, der versuchte, das Thema nicht all zu hoch zu hängen. Für Stürmer Poulsen gab es zwei Unterschiede: „Die waren in beiden 16ern schärfer, als wir es waren und die haben ihre Großchancen gemacht, wir nicht.“

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Obwohl die Köpfe in den Katakomben des BVB-Stadions auf Leipziger Seite zuerst nach unten hingen, richtete sich der Blick nach kurzem Hadern wieder nach vorn. „Wir werden uns bis Donnerstag generieren, an die ersten 25 Minuten in Dortmund anknüpfen und dann für die Europa League qualifizieren“, sagte Demme vor dem Rückspiel in den Playoffs gegen Luhansk (Hinspiel 0:0).

Die wichtigste Erkenntnis: Die große Rotation, gleich acht neue hatte Rangnick im Vergleich zum Spiel in der Ukraine aufgestellt, hatte viel Frische gebracht. Körperlich waren die Leipziger fit. Die besten Aussichten: Tabellarisch kann es nicht mehr schlimmer kommen, RB Leipzig ist erstmals in seiner Bundesligageschichte Letzter. Das zweite Spiel der Saison haben die Rasenballer im Fußball-Oberhaus noch nie verloren – am Sonntag ist Aufsteiger Fortuna Düsseldorf zu Gast.

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