16. April 2018 / 17:36 Uhr

Bezirksliga 3 kompakt: Hemmingen macht's spannend, Arnum hat Pech, Kirchdorf verschafft sich Luft

Bezirksliga 3 kompakt: Hemmingen macht's spannend, Arnum hat Pech, Kirchdorf verschafft sich Luft

Redaktion Sportbuzzer
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SV Arnum - TSV Barsinghausen.
SV Arnum - TSV Barsinghausen.
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Ein hart erarbeitetes 5:3 von Tabellenführer SC Hemmingen-Westerfeld beim SV Lachem-Haverbeck, ein souverändes 5:2 des TSV Bemerode gegen Preußen Hameln und ein torreiches Unentschieden zwischen Niedersachsen Döhren und dem FC Lehrte.

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SV Gehrden – FC Stern Misburg 3:1

„Das war ein Tag zum Vergessen“, ärgerte sich Misburgs Trainer Mahir Bulut. Sein Team verlor erneut ein wichtiges Spiel im Abstiegskampf. Zudem verletzten sich Erdem Kulbak (Fußbruch) und Elvis Mputu (Verletzung am Knie) schwer. Cagdas Yagci schoss das einzige Tor für die Gäste (75.), die kurz vor Schluss die Partie in Unterzahl beendeten: Sevkan Bulut sah die rote Karte. Für Gehrden machten Hakan Hot (36.), Dominik Diedrich (42.) und Marcel Busse (90.) die Tore.

TSV Kirchdorf - FC Springe 4:2

Der TSV Kirchdorf hat sich durch den 4:2 (0:2)-Sieg gegen den FC Springe Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft. Dabei sah es nach den ersten 45 Minuten so aus, als wenn die Kirchdorfer gegen die Springer untergehen würden. „Ich habe nach der ersten Halbzeit nur noch gedacht: Das war's“, sagte TSV-Co-Trainer Ralf Schauer.

Ferhat Arslan (13.) und Pedro Diaz-Garcia (17.) schossen die Gäste schon früh zu einer komfortablen 2:0-Führung. „Wir haben es super gemacht“, sagte Springes Co-Trainer Marius Meister. „Eigentlich muss so ein Spiel nach 45 Minuten schon entschieden sein. Wir haben es verpasst, das 3:0 und 4:0 nachzulegen.“

Stattdessen zeigte der TSV nach dem Seitenwechsel ein völlig verändertes Gesicht. „Wir haben den Arsch in der Hose gezeigt und uns endlich mal geweehrt“, sagte Schauer. Das Mittel zur Rückkehr waren dann vor allem die Zweikämpfe. Vor allem im Strafraum verhielten sich die Springer zu ungestüm, sodass Marian Bade nach 53 Minuten den ersten Foulelfmeter verwandelte. Nur acht Minuten später war es erneut Bade, der per Foulelfmeter zum 2:2 traf.

Kurz vor Schluss entschied der Unparteiische auf Elfmeter für die Kirchdorfer, nachdem Springes Keeper Reuther im Strafraum foulte. Dafür sah er Rot (87.). Bade verwandelte auch seinen dritten Elfmeter zum 3:2 (90.). „Die Springer haben dann alles nach vorne geworfen“, sagte Schauer. Durch einen Konter erhöhte Baris Miisoglu kurz vor Spielende auf 4:2 (90.+4).

Bilder zum Spiel der Bezirksliga 3 zwischen dem TSV Kirchdorf und dem FC Springe:

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SV Lachem-Haverbeck - ​SC Hemmingen-Westerfeld 3:5

Der SC Hemmingen-Westerfeld hat die nächste Hürde auf dem Weg zum Titel in der Bezirksliga 3 genommen. Beim SV Lachem-Haverbeck behielt der Spitzenreiter in einer turbulenten Begegnung mit 5:3 (1:2) die Oberhand. „Das Spiel war nichts für schwache Nerven. Es war in Sachen Wille und Kampfgeist ein überragendes Spiel meiner Mannschaft“, lobte Coach Semir Zan. Die Anfangsphase verschliefen die Hemminger allerdings. Nach gut 20 Minuten lag der Sport-Club bereits 0:2 hinten, nachdem Flamur Dragusha (14.) und Adem Avci (21.) ins Schwarze getroffen hatten. Doch dann berappelte sich der Primus, Gean Rodrigo Baumgratz traf per Kopf zum Anschluss (23.).

Im zweiten Abschnitt überschlugen sich die Ereignisse. Marvin Toleikis glich aus (52.), ehe die Gastgeber postwendend durch Avci zuschlugen (54.). Doch Michael Gerlach egalisierte erneut (58.). Kapitän Mustafa Akcora brachte die Hemminger nach starker Vorarbeit von Simon Krumpholz erstmals in Führung (64.). Bei einigen Kontern hätten die Gäste schon früher für die Entscheidung sorgen können, ließen aber klare Chancen ungenutzt. „Wir laufen viermal allein auf das Tor zu und hätten den Ball nur quer legen müssen. Das haben wir nicht gemacht und den Gegener im Spiel gehalten“, sagte Zan.

Deshalb mussten die Hemminger bis in die Nachspielzeit um den Sieg bangen, ehe Metehan Kayhan nach einem Konter den Sack zumachte (90.+4). „Wir sind in einem schwierigen Auswärtsspiel nach den Rückständen zurückgekommen und haben eine tolle Moral bewiesen. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, kämpferisch war das extrem gut“, sagte Hemmingens Trainer.

TSV Bemerode – Preußen Hameln 5:2

Die Bemeroder feierten einen ungefährdeten Sieg. „Einziges Manko war die Chancenverwertung“, kritisierte TSV-Trainer Martin Becker. Steffen Krumpholz (14.), Armin Ziegenbein (44. Elfmeter, 65.), Nicolas Cochanski (87.) und Guillermo Pablos Villarroel (90.) machten die Tore. David Engelbrecht (76.) und Cezar-Marco Parashiv (79.) verkürzten für die Gäste, die über eine Stunde in Unterzahl spielten.

​SV Arnum - TSV Barsinghausen 0:3


Es gibt Tage, an denen alles zusammenkommt. Viel mehr Pech hätte der SV Arnum im Heimspiel gegen den TSV Barsinghausen wohl kaum widerfahren können. Bei der 0:3 (0:0)-Heimniederlage starteten die Platzherren engagiert und hatten in der ersten Hälfte mehr vom Spiel. Allerdings mussten die Arnumer früh ihren Torwart wechseln. Alexander Ernst erlitt eine Zerrung und konnte nicht mehr weitermachen. Dennoch hätten die Platzherren in Führung gehen können, wenn Jacques Hieronymus nicht der Innenpfosten im Weg gestanden hätte. „Wir haben es anfangs taktisch gut gemacht und sichere Pässe gespielt. Bis zum 0:1 waren wir die bessere Mannschaft“, sagte Trainer Tobias Brinkmann.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Schicksal jedoch seinen Lauf. Die Führung der Gäste resultierte aus einem missglückten Klärungsversuch in der Innenverteidigung. Jannis Wittkohl hielt den Fuß dazwischen und brachte den Ball im Tor unter (58.). In der Folge drängten die Arnumer vehement auf den Ausgleich, standen sich zuweilen aber selbst im Weg. Die Barsinghäuser nutzten die sich bietenden Räume, Robin Abram wurde nicht konsequent attackiert und traf zum 0:2 (77.). „Da sind die Köpfe nach unten gegangen. Der Spielverlauf ist in unserer Situation symptomatisch. Das zieht sich schon durch die ganze Saison. Wir arbeiten und stehen am Ende mit leeren Händen da“, haderte Brinkmann.

Nur zwei Minuten später konterte der TSV über die rechte Seite, die Vorlage von Luca Triebsch verwertete Robert Just (79.). Bei Jacques Hieronymus entlud sich der Frust in einer verbalen Entgleisung. Arnums Offensivakteur sah die rote Karte und muss nun mit einer mehrwöchigen Sperre rechnen (83.).

SV Arnum - TSV Barsinghausen.

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Koldinger SV – SG Blaues Wunder 2:1

Für den Aufsteiger setzte es die dritte Niederlage in Serie. „Ich bin allerdings noch weit davon entfernt von einer Krise zu sprechen“, macht Wunder-Coach Michael Wohlatz deutlich. Kurz vor Schluss gerieten die Gäste trotz Überzahl in einen Konter, der zum Gegentor führte. Zuvor hatte Felix Sanchez per Elfmeter für die „Wunderbaren“ getroffen. Jannick Bettels sah nach einer Notbremse in der Nachspielzeit die rote Karte.

„Es war ein Arbeitssieg“, sagte Koldingens Spielertrainer Michael Jarzombek nach dem 2:1. Und auch wenn spielerisch noch einiges im Argen liegt, hatte der Coach ein großes Lob für seine Schützlinge parat: „Von der Einstellung und der Laufbereitschaft war das mega.“

MTV Ilten - SSG Halvestorf/Herkendorf 3:1

Ein harmloser Gegner hat den MTV Ilten nicht aus der Erfolgspur kommen lassen: Der Aufsteiger setzte sich gegen die SSG Halvestorf/Herkendorf ohne Mühe mit 3:1 (2:0) durch. "Den passiven Gegner hatten wir von Anfang an klar im Griff, allerdings waren wir nicht konsequent im Abschluss und verpassten einen deutlicheren Erfolg", erklärte MTV-Trainer Florian Schierholz.

Der agile Marius Steinke sorgte mit einer schönen Einzelleistung für die 1:0-Führung (34.). Elf Minuten später baute Tobias Politze den Vorsprung aus. Mit dem ersten Schuss, den das Gästeteam um den Routinier Mattthias Günzel abgegeben hatte, klingelte es in der 79. Minute im MTV-Tor. Maximilian Ringleff überwand den machtlosen Tobias Redmann mit einem 30-Meter-Kracher.

,,Wir hatten uns zuvor vom Gegner einlullen lassen", erkannte der MTV-Coach, dessen Mannen aber die richtige Antwort fanden. Thorben Schierholz, der in der 65. Minute eine 100-prozentige Gelegenheit liegen ließ, war dieses Mal in der 82. Minute zielsicher und traf zum 3:1-Endstand.

Niedersachsen Döhren – FC Lehrte 3:3

Das sechste Spiel in Serie ohne Niederlage überstanden und bei der zuletzt so erfolgreichen SpVgg. Niedersachen Döhren zu einem 3:3 (1:1)-Remis gekommen - und dennoch ist der FC Lehrte als Tabellenzehnter weiterhin in den Abstiegskampf der Bezirksliga 3 verwickelt. "Wir sind aber zufrieden, auswärts erneut einen Zähler geholt zu haben angesichts der argen Personalnot mit dem Ausfall von acht Stammspielern", erklärte FC-Coach Willi Gramann.

"Es war ein gerechtes Unentschieden nach einem qualitativ furchtbaren Spiel, das 70 Minuten auf Kreisliganiveau stand", sagte Till Uhlig, der Trainer der Gastgeber. Vor 180 Zuschauern eröffnete Oliver Krenzer in der 34. Minute den Torreigen, den FC-Torjäger Patrick Heldt (43./Fernschuss, 61.), der ehemalige Ramlinger Hauk (61.) und Jan Häusler (78./beide Döhren) fortsetzten.

FC-Stürmer Michael Fitzner sorgte mit einem tollen Dropkick aus 15 Metern in der 87. Minute aber noch dafür, dass die Gäste beim Schlusspunkt des Torfestivals noch einen Punkt eroberten. "Das Spiel hätte auch 8:8 ausgehen können, denn beide Abwehrreihen hatten nicht ihren besten Tag erwischt", sagte Gramann.


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