06. November 2018 / 16:56 Uhr

BG Göttingen präsentiert neuen Teambus auf dem Marktplatz

BG Göttingen präsentiert neuen Teambus auf dem Marktplatz

Redaktion Sportbuzzer
Mannschaft und Sponsoren vor dem neuen Teambus der BG Göttingen.
Mannschaft und Sponsoren vor dem neuen Teambus der BG Göttingen. © Heller
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Beide stehen für die Stadt Göttingen, am Dienstagmittag haben sie für kurze Zeit auch einmal auf dem Marktplatz dicht beieinander gestanden: das Gänseliesel und die BG Göttingen mit ihrem neuen Teambus.

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Vorbei sind die Zeiten, in denen der Basketball-Bundesligist unerkannt durch die Republik zu den Auswärtsfahrten reisen konnte. Seit Saisonbeginn haben es Headcoach Johan Roijakkers, seine Spieler und alle zum Betreuerstab zählenden Assistenten, Physiotherapeuten und Ärzte gemütlich. Der eigene Fanbus ist ein weiterer Schritt zur Professionalisierung des Göttinger Basketballs und für BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen „ein weiterer Meilenstein nach dem Bau der Trainingshalle“. Einen persönlichen Wunsch erfüllte er sich, als er die Sponsoren und die Mannschaft im neuen Bus begrüßte: „Mein Traum ist es schon immer gewesen, mal in so ein Bus-Mikrofon zu sprechen.“

Technische Daten

Der 13,90 Meter lange Bus der MAN-Tochter „Neoplan“ verfügt über 460 PS, die Abgasnorm Euro 6 und besitzt alle verfügbaren Sicherheitsassistenten.

Sonderausstattungen

Die Sitzabstände sind vergrößert, sodass die langen Basketballer mehr Beinfreiheit haben, die Küche wurde für die Bedürfnisse der BG umgebaut, vorn gibt es einen Arbeitstisch für Trainer Johan Roijakkers, hinten zwei Tische, „an denen viel Karten gespielt wird“, wie Stephan Haukohl berichtete. Jeder Spieler hat seine feste Reihe. „Da durften die zuerst wählen, die schon länger dabei sind“, erzählte Neuzugang Jacob Albrecht, der mit seinem Platz aber sehr zufrieden ist. Das WLAN wird von allen immer wieder erwähnt und auch entsprechend genutzt. Roijakkers verschickt geschnittene Videos mit Trainingsszenen für das Briefing vor dem Auswärtsspiel nun während der Fahrt. Das erleichtere die Vorbereitung.

Kosten

Der Bus mit all seinen Umbauten hat 350000 Euro gekostet, Steuern kommen noch drauf.

Saison-Kilometerleistung

17 Auswärtsfahrten bedeuten etwa 10100 Bus-Kilometer – darin sind noch keine Umleitungen bei Staus auf der Autobahn und keine zusätzliche Fahrt (beispielsweise zum Training in der fremden Halle) bei einer Anreise am Vortag eines Auswärtsspiels eingerechnet. Die weiteste Anreise haben die Veilchen zum Spiel beim FC Bayern München (ca. 520 Kilometer), die kürzeste Fahrt geht zum „Nachbarn“ nach Braunschweig (110 Kilometer).

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Fan-Mosaik

200 Veilchen-Fans zieren das hintere Ende des Busses. Ihre Portraitfotos bilden das BG-Logo. Mit 20 Euro hat jeder abgebildete BG-Anhänger das Bus-Projekt gefördert. Auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) und Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel haben mitgemacht.

Sponsoren

Viele Anläufe hatte die BG Göttingen schon unternommen, um das Bus-Projekt zu starten. „Die Entscheidungsfindung hat lange gedauert, da haben wir uns ein bisschen behördenartig angestellt, wo wir doch ansonsten immer die kurzen Wege bevorzugen“, berichtet Meinertshagen. Freizeit In-Geschäftsführer Olaf Feuerstein hat letztlich entscheidend weitergeholfen, damit das Projekt realisiert werden konnte. Das Hotel zählt neben der Spedition Zufall, Sartorius, Gassmann, Klartext, MAN, Hecker-Reisen und Goldpark Unternehmensberatung zu den Sponsoren.

Nutzungsmöglichkeiten

Wenn der Bus keine BG-Spieler transportiert, wird er vermietet für den „Gelegenheitsverkehr“, wie es Martin Hecker, Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens Hecker-Reisen aus Liebenau bei Kassel nennt. Auch die Eishockeyspieler der Kassel Huskies sitzen in einem speziell ausgestatteten und beklebten Hecker-Bus. „Da gibt es tatsächlich immer wieder Anfragen von Kunden, die genau diesen Bus mieten möchten“, erzählt der Besitzer.

Busfahrer

Martin Hecker hat den Kreis der Busfahrer, die die BG-Spieler befördern, eingeschränkt. Er möchte, dass die Mannschaft den Fahrer – oder bei längeren Fahrten auch die beiden Fahrer – kennt. „Da soll schon ein persönlicher Kontakt entstehen.“

Visionen

Zum gemütlichen Teil der Bus-Vorstellung mit Kaltgetränken und kleinen Leckereien leitete Meinertshagen mit den Worten über: „Über den nächsten Schritt, eine neue Halle – mit Busparkplatz – unterhalten wir uns dann demnächst...“

Von Kathrin Lienig

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