21. August 2018 / 17:08 Uhr

BG-Neuzugänge: Pendarvis Williams ist stolz auf „Little Penny“

BG-Neuzugänge: Pendarvis Williams ist stolz auf „Little Penny“

Eduard Warda
BG-Neuzugang Pendarvis „Penny Williams (rechts) in seiner Göttinger Wohnung mit seiner Familie – mit Ehefrau Shariece (links) und Pendarvis junior.
BG-Neuzugang Pendarvis „Penny" Williams (rechts) in seiner Göttinger Wohnung mit seiner Familie – mit Ehefrau Shariece (links) und Pendarvis junior. © Hinzmann
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Sieben Neuzugänge hat Basketball-Bundesligist BG Göttingen in der Sommerpause verpflichtet. Das Tageblatt stellt in einer kleinen Serie die „Neuen“ bei den Veilchen vor. Den Anfang macht der US-Amerikaner Pendarvis Williams.

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Der 26-Jährige wird von allen nur „Penny“ gerufen, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass sein zweijähriger Sohn, der lebhaft in der Göttinger Wohnung herumwuselt, von den Eltern nur „Little Penny“ genannt wird – immerhin heißt er mit Vornamen wie sein Vater.

„Penny“ selbst war auch einmal „Little Penny“, hat den Vornamen von seinem Vater geerbt. Der zweijährige Wuseler setzt also eine Tradition im Hause Williams fort. Dritte im Bunde in der Göttinger Wohnung ist Williams’ Ehefau Shariece. Die 27-Jährige ist Lehrerin, hat aber ihren Beruf auf Eis gelegt, um „Penny“ zu begleiten.

BG-Neuzugang Williams im Gespräch

Der vielseitige Combo-Guard, der auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann, ist ein gebürtiger Frankfurter: Sein Vater war bei der US-Army und in Deutschland stationiert. Allerdings kehrte die Familie in die USA zurück, als „Penny“ ein Jahr alt war.

In Philadelphia ging die Basketball-Begeisterung seines Vater auf ihn über. „Er hat nur in seiner Freizeit gespielt, ist aber ein großer Fan“, berichtet Williams. „Als ich noch ganz klein war, habe ich immer mit ihm Basketball im Fernsehen geguckt. Das war die Zeit, als ich mit einem Basketball in der Hand eingeschlafen bin. Ich habe das Spiel geliebt.“

Allen Iverson hieß das Idol von "Penny"


„Pennys“ Idol damals war, wie könnte es anders sein, Philadelphia-Star Allen Iverson, aber natürlich habe er auch Michael Jordan verehrt. In seiner College-Zeit an der Norfolk State bei den Spartans in Virginia war er es dann, der verehrt wurde – in den MEAC-Playoffs spielte er fantastisch, die Spartans stellten einen 16:0-Rekord auf. „Wir haben die Playoffs geschockt“, erinnert er sich, „ich habe viele Auszeichnungen erhalten“ – unter anderem war er „Spieler des Jahres“. Zwar wurde er 2014 nicht gedraftet, dafür hatte er einen ganz besonderen Fan für sich gewonnen: eine Kalifornierin, die an der Norfolk State Cheerleaderin der Spartans war – seine heutige Ehefrau Shariece. Auch sie ist leidenschaftliche Basketballerin, stolz erzählt sie davon, am College zweimal die Meisterschaft errungen zu haben.

Für „Penny“ ging es 2014 weiter nach Italien, erst zu Fortitudo Agrigento, dann 2015 nach Bologna. „Eine tolle alte Stadt, ich liebe das italienische Essen“, sagt Shariece. Es gab aber auch einen Schock: Im Dezember 2015 brach sich Williams die Kniescheibe. In einer Operation, die er am Monitor verfolgte, wurde das Knie geöffnet. Das Foto, das „Penny“ auf seinem Handy hat, zeigt das Knie im geöffneten Zustand, sieht aber eher aus wie ein Truthahn an Thanksgiving kurz vor der Zubereitung.

Bei Pendarvis Williams, Neuzugang der BG Göttingen, zu Hause

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Schmerzen habe er keine mehr, nur manchmal knackt es, sagt Williams. Shariece war zu Beginn der Italien-Episode mit „Little Penny“ schwanger und arbeitete als Lehrerin in Las Vegas. „Das war hart“, sagt sie über die Pendelei. Später folgte sie ihrem Mann nach Italien und jetzt nach Deutschland.

Sein Vater ist der größte Fan, aber auch der größte Kritiker


In der kommenden Woche kommen Williams’ Eltern nach Göttingen. „Mein Vater“, berichtet er, „ist mein größter Fan, aber auch mein größter Kritiker“. In Göttingen hat sich die Familie gut eingelebt. Im Fernsehen läuft meistens Netflix, Shariece, die in Las Vegas ein Juniorenteam trainiert hat, gibt zweimal pro Woche am Hainberg-Gymnasium Basketballunterricht – so lange sie es noch kann. Denn im nächsten März gibt es für „Little Penny“, der momentan auf dem Kinder-Tablet das ABC lernt, ein Geschwisterchen. Ob es ein Basketballer oder eine Basketballerin wird, stellt sich im September heraus.

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