10. Januar 2018 / 17:31 Uhr

Biathlon-Legende Björndalen verpasst Olympia und steht vor Karriereende

Biathlon-Legende Björndalen verpasst Olympia und steht vor Karriereende

Redaktion Sportbuzzer
Twitter-Profil
Verpasst wohl die Olympischen Spiele: Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen.
Verpasst wohl die Olympischen Spiele: Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen. © dpa
Anzeige

Der norwegische Biathlet Ole Einar Björndalen verpasst mit Platz 42 im Einzelrennen von Ruhpolding die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang und könnte nun seine Karriere beenden.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Ole Einar Björndalen träumte noch einmal von seinen letzten großen Wettbewerben - und der Teilnahme an seinen siebten Olympischen Spielen. Dieser Traum ist jetzt ausgeträumt.

Björndalen hob völlig ausgepowert die Hand, er wurde in Ruhpolding gefeiert, als ob er gerade Weltmeister geworden wäre. Dabei hatte der bald 44 Jahre alte Norweger im Kampf um das Olympia-Ticket seine allerletzte Chance nicht nutzen können. Beim Sieg des Franzosen Martin Fourcade im Biathlon-Klassiker über die 20 Kilometer kam Björndalen am Mittwoch nur auf Platz 42 - 4:43,6 Minuten hinter Fourcade.

Um doch noch den Sprung ins Olympia-Team der Norweger zu schaffen, hätte der erfolgreichste Biathlet der Welt und achtmalige Olympiasieger in seinem 575. Weltcup-Rennen in die Top Sechs kommen müssen. Mit Blick auf Olympia muss die Biathlon-Legende jetzt auf Gnade hoffen: "Ich bin nicht der Nationaltrainer, also will ich keine Kalorien damit verbrauchen zu überlegen, ob ich aus der Mannschaft sollte", sagte Björndalen. "Jetzt ziehe ich mich um. Und dann wird die Zukunft so, wie die Zukunft wird."

Große Hoffnungen darf er sich aber nicht mehr machen. Norwegens Trainer kündigten vor dem Wettkampf an, die besten sechs Norweger mit zu den Spielen zu nehmen. Dazu gehört Björndalen in dieser Saison nicht mehr. Auch verpasste er die Vorgabe mit Platz sechs im Einzel deutlich. "Björndalens lebenswichtigsten Lauf" - so nannten die norwegischen TV-Kommentatoren das Rennen. Es könne, so hieß es, sogar sein letztes Weltcup-Rennen werden. Vielleicht wurde der Norweger deshalb vom Publikum so gefeiert. "Er ist die absolute Ausnahme. Der Größte, den es jemals gab", sagte Kirchner. "Aber für jeden ist einmal die Zeit gekommen, wo die Jugend siegt."

Mehr zum Biathlon

13 Schuss blieb Björndalen fehlerfrei und schien auf Kurs. Doch dann kassierte er im dritten Schießen zwei Strafminuten. Der Norweger fiel von Rang vier auf Position 34 zurück. Ein Fehler kam im letzten Schießen noch hinzu - das Olympia-Aus war besiegelt. Wenn nicht doch noch eine Hintertür geöffnet wird. "Es ist klar, dass man zu Olympia möchte. Aber es geht nicht nur darum hinzufahren, man will dort auch etwas zu tun haben. Es ist möglich, vor Olympia besser in Form zu kommen. Ich weiß, dass ich das schaffen kann. Physisch geht es aufwärts, und das Schießen war heute teils viel besser", sagte Björndalen und betrieb Werbung in eigener Sache.

Ursprünglich hatte der Rekordweltmeister und Rekordweltcupsieger nach der Heim-WM 2016 seine Karriere beenden wollen. Doch weil es in Oslo mit den WM-Medaillen 41 bis 44 so gut gelaufen war, kam es zum Rücktritt vom Rücktritt. Doch nun scheint der achtmalige Olympiasieger nicht mehr so richtig konkurrenzfähig zu sein. Die siebte Olympia-Teilnahme seit 1994 ist nach der neuerlichen Enttäuschung wenig wahrscheinlich. Der Norweger, der 94 Weltcuprennen, 45 WM- und 13 Olympia-Medaillen in seiner außergewöhnlichen Karriere gewonnen hat, hofft nun auf eine Lex Björndalen - doch die scheint man nicht gewähren zu wollen.

Mit seiner Frau Darja Domratschewa, der dreimaligen Olympiasiegerin aus Weißrussland, hatte Björndalen die Vorbereitung komplett außerhalb des Teams bestritten. Mit der Familie reiste er in diesem Winter durch die Weltcup-Orte. Nun wird er vielleicht in Südkorea viel Zeit für sein Töchterchen Xenia haben - und seine Karriere schon an diesem Wochenende beenden.

Olympische Winterspiele 2018: Die Favoriten bei den Biathlon-Rennen

Zur Galerie
Anzeige
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus aller Welt