11. April 2018 / 21:03 Uhr

Bilderbuchtor in der 88. Minute: TSV Burgdorf jubelt im Derby gegen RSE spät

Bilderbuchtor in der 88. Minute: TSV Burgdorf jubelt im Derby gegen RSE spät

Dirk Drews
Burgdorfer Jubel nach dem Treffer zum 2:2.
Burgdorfer Jubel nach dem Treffer zum 2:2. © Maike Lobback
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Die TSV Burgdorf sichert sich im Derby gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen in der Schlussphase noch einen Punkt. Während sich TSV-Coach Holger Kaiser über das Ende der Niederlagenserie freuen konnte, war sein Gegenüber Kurt Becker nach Spielschluss bedient: "Ich bin maßlos enttäuscht."

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Als Noel Köhler in der 90. Minute nach einer präzisen, 50-Meter-Flanke von Louis Mau mit einem herrlichen Kopfball aus zwölf Metern doch noch den 2:2 (1:2)-Ausgleich erzielen konnte, war der Jubel groß bei der abstiegsbedrohten TSV Burgdorf - und zugleich bewahrheitete sich beim Nachbarschaftsduell gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen diese Fußballfloskel: "Derbys haben ihre eigenen Gesetze."

TSV zeigt "Derby-Charakterzüge"

Die zuletzt arg gebeutelten Gastgeber, die auch aus personellen Gründen eine Niederlagenserie verdauen mussten, zeigten gegen den Tabellendritten der Landesliga ein ganz anderes Gesicht als zuletzt beim 1:3 gegen den TSV Godshorn: Es waren die "Derby-Charakterzüge", wie hohe Laufbereitschaft und großes kämpferisches Engagement. Der favorisierte Kontrahent aus Ramlingen, der in der vergangenen Saison mit einem 1:3 die Heimreise antreten musste, war sich aber der schweren Hürde bewusst, nahm die Herausforderung an und startete gut.

Bilder zur Partie zwischen der TSV Burgdorf und dem SV Ramlingen/Ehlershausen:

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Vor 150 Zuschauern sorgte Kirill Weber in der turbulenten Anfangsphase nach vier Minuten aus dem Gewühl heraus für die 1:0-Führung des RSE. Doch schon wenig später egalisierte Winter-Neuzugang Ufuk Yildizadoymaz für die Burgdorfer nach einem Pass von Patrick Hiber zum 1:1. In der packenden Partie, bei der aufgrund des holprigen Rasens - immer wieder sprangen die Bälle weg - kein technisch versierter Fußball möglich war, stand der Kampf im Vordergrund.

RSE verwaltet, Becker warnt vergeblich

Torchancen ergaben sich dennoch: Yidlizadoymaz verpasste in der 25. Minute freistehend die 2:1-Führung für die TSV. Im Gegenzug war Aron Gebreslasie treffsicherer und brachte den RSE in Front. TSV-Keeper Norman Volber hielt seine Mannen im Spiel, als er gegen Gebreslasie in der 31. Minute mit einer Glanzparade das nächste Tor verhindern konnte. So ging es mit 2:1 für den RSE in die Kabine. 

Dort warnte RSE-Coach Kurt Becker seine Mannen, den Vorsprung im zweiten Durchgang nicht nur zu verwalten. Doch sie erhörten ihn nicht. "Habt ihr keine Lust mehr", schallte es mitte der zweiten Halbzeit aus dem RSE-Fanblock auf der Tribüne. Verbissen um jeden Meter Raum und jeden Ball kämpfte dagegen die TSV, und Jason Mau hätte mit einem vehementen Kopfball, den Marcel Maluck gekonnt parierte, beinahe den Ausgleich fabriziert.

 "Wir haben nie aufgegeben und uns endlich belohnt"

 Die Maßnahme von TSV-Trainer Holger Kaiser, seinen Innenverteidiger Noel Köhler zwei Minuten vor dem Ende nach vorn zu beordern, trug dann späte Früchte: Der 1,94 Meter große, etatmäßige Stürmer wuchtete das Spielgerät unhaltbar per Kopfball zum verdienten Ausgleich ins Netz. "Wir haben nie aufgegeben und uns endlich belohnt", freute sich der TSV-Coach. "Ich bin maßlos enttäuscht. Wir haben den Sieg verschenkt", ärgerte sich Becker.

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