26. November 2018 / 09:03 Uhr

Bischofswerda bezwingt den Spitzenreiter aus Chemnitz

Bischofswerda bezwingt den Spitzenreiter aus Chemnitz

Jürgen Schwarz
Der Bischofswerdaer Torwart Oliver Birnbaum sichert den Ball, war gegen Chemnitz bester Mann auf dem Platz.
Der Bischofswerdaer Torwart Oliver Birnbaum sichert den Ball, war gegen Chemnitz bester Mann auf dem Platz. © PICTURE POINT
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Regionalliga Nordost: Hannes Graf und Dennis Käppler treffen beim 2:0-Erfolg. Budissa Bautzen und FC Oberlausitz verlieren

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Dresden. Die Hinrunde in der Fußball-Regionalliga ist beendet und der Chemnitzer FC hat zehn Punkte Vorsprung auf Verfolger Berliner AK. Dennoch dürfte der Haussegen bei den Himmelblauen etwas schief hängen, denn am Sonntag kassierte der Spitzenreiter seine erste Auswärtsniederlage – 1:2 beim Aufsteiger in Bischofswerda. „Wir haben im Vergleich zum Pokalspiel noch eine Schippe drauf gelegt und uns endlich mal richtig belohnt“, freute sich Kapitän Philipp Kötzsch. „Das ist einfach geil. Natürlich hatten wir auch etwas Glück, aber es war ganz stark, was die Mannschaft geleistet hat. Es war ein Riesenfight.“

Vor 1044 Zuschauern waren Hannes Graf (50.) und Dennis Käppler (59.) die umjubelten Torschützen der Schiebocker. Der CFC kam erst in der Nachspielzeit zum Anschlusstor durch Matti Langer (90.+2). Damit beendet der BFV die Hinrunde auf Platz neun. Die 21 Punkte auf der Habenseite haben für die Schützlinge von Trainer Erik Schmidt sogar noch finanzielle Auswirkungen. „Die Jungs werden von ihrem Anteil am Türkei-Trainingslager befreit. Das hatten wir ihnen beim Erreichen von 19 Punkte zugesagt.“

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Eine Woche nach dem Pokal-Viertelfinale in Chemnitz (1:2), bei dem der BFV schon eine beeindruckende Leistung abgerufen hatte, sahen die Zuschauer vor der Pause erneut einen couragierten Auftritt der Hausherren. Nur einmal stand Torhüter Oliver Birnbaum das Glück des Tüchtigen zur Seite, als Dejan Bozic aus 20 Metern abzog und den linken Pfosten traf (14.). Die Schiebocker versuchten es ihrerseits mit schnellem Umkehrspiel über Tomas Petracek, Tom Hagemann und Frank Zille. Kurz vor der Pause kamen die Gastgeber noch zu zwei vernünftigen Abschlüssen durch Petracek (43.) und Dominic Meinel (45.), die dem Ex-Bautzener Jakub Jakubov im CFC-Tor aber keine Probleme bereiteten. Auf der Gegenseite bekam Jakob Gesien das Leder von Daniel Frahn bestens aufgelegt, verzog aber (44.). Zur zweiten Halbzeit wechselte BFV-Trainer Erik Schmidt Stürmer Hannes Greif ein, der fast postwendend traf. Die Chemnitzer reagierten mit einem Powerplay, allein Gracia scheitert dreimal nacheinander am besten Mann auf dem Platz, BFV-Torhüter Oliver Birnbaum. Auf der Gegenseite erhöhte Jannik Käppler mit einem herrlichen Distanzschuss auf 2:0 (58.). In der Schlussphase entwickelte sich ein „Privatduell“ zwischen Birnbaum und CFC-Torjäger Daniel Frahn, der mehrfach scheiterte oder knapp das Tor verfehlte.

In Meuselwitz sah es lange Zeit nach einem torlosen Remis aus, aber dann kamen die Gastgeber doch noch zu zwei späten Toren gegen Bautzen. Kyriakos Andreopoulos, im Sommer von AO Trikala aus der zweiten griechischen Liga gekommen, besorgte nach 74 Minuten das 1:0, ehe Andy Trübenbach kurz vor Schluss (87.) für den Endstand sorgte. „Ich hatte gehofft, wir kommen durch und holen den einen Punkt in diesem für beide Vereine sehr wichtigen Spiel, aber es hat leider nicht gereicht“, meinte Torsten Gütschow. Der Budissa-Coach gab sich dennoch gewohnt zuversichtlich: „Wir werten diese 90 Minuten in Ruhe aus, sprechen die Fehler an und dann geht es am Sonnabend bei Viktoria Berlin auf ein Neues.“ Budissa, aktuell auf Abstiegsplatz 16 notiert, musste erstmals in dieser Saison in einem Meisterschaftsspiel ohne Kapitän Maik Ebersbach auskommen. Der Schlussmann hütete mit einem schweren grippalen Infekt das Bett.

Mit dem „letzten Aufgebot“ ging der FC Oberlausitz ins Heimspiel gegen den 1. FC Lok Leipzig (0:2). Trainer Karsten Hutwelker fehlten allein vier Spieler aufgrund von Sperren. Vor knapp 400 Zuschauern in der Neugersdorfer Sparkassen-Arena sorgten Kevin Schulze (3.) und Matthias Steinborn (56.) mit ihren Toren für einen verdienten Sieg der Messestädter. „Ich bin zum ersten Mal maßlos enttäuscht. Das war einfach nur schlecht“, war Hutwelker angefressen. Kapitän Ronald Wolf ergänzte: „Wir haben sehr viel Lehrgeld gezahlt, das sollte für diese Saison reichen. Es gilt, Vieles aufzuarbeiten. Solche Spiele gehören aber zu einer Entwicklung auch dazu.“

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