22. Mai 2018 / 10:26 Uhr

Bischofswerdaer FV macht Regionalliga-Aufstieg endgültig klar

Bischofswerdaer FV macht Regionalliga-Aufstieg endgültig klar

Jürgen Schwarz
Das Team feiert mit den Fans.
Das Team feiert mit den Fans. © Archiv
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Schiebock spielt in der nächsten Saison gegen den BFC Dynamo, Chemnitzer FC, Rot-Weiß Erfurt, Lok Leipzig, Budissa Bautzen (und vielleicht Energie Cottbus) in der Regionalliga Nordost.

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Dresden. Zwei Spieltage vor Saisonende ist die Entscheidung in der NOFV-Oberliga Süd gefallen. Spitzenreiter Bischofswerdaer FV ist vom Verfolger FC International nicht mehr einzuholen. Die Entscheidung über den Aufstieg des BFV fiel bereits am Freitag, denn die Leipziger kassierten bei Union Sandersdorf eine überraschende 0:2-Niederlage. Trotz der vorzeitigen Sicherung des Ganges in die Regionalliga ließ Bischofswerda am Sonnabend bei Einheit Rudolstadt nichts anbrennen. Beim 3:1 (1:0)-Sieg trafen Frank Zille (19.), Sandro Schulze (52.) und Philipp Schikora (90.) für die Gäste. Den Ehrentreffer für Rudolstadt markierte Marco Riemer in der 74. Minute.

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Natürlich strahlte BFV-Trainer Erik Schmidt mit seinen Schützlingen um die Wette, „denn für uns ist ein Traum wahrgeworden“. Der 38-Jährige war 2013 von Dynamo Dresden gekommen. „Es war meine erste Station im Männerbereich. Der BFV spielte in der Landesliga und nach einem halben Jahr wollte ich wieder aufhören“, erzählte er schmunzelnd. „Präsident Jürgen Neumann hat mich damals überredet, weiterzumachen.“ Schmidt wurde mit Problemen konfrontiert, die er aus Dresden nicht kannte: „Ich war Nachwuchstrainer, spielte mit Dynamo in der Bundesliga. Für die Jungs kam der Fußball an erster Stelle, danach die Schule. In Bischofswerda war alles ganz anders. Das war Feierabendfußball im wahrsten Sinne des Wortes. Die Spieler gingen arbeiten, hatten Familie. Da kam der Sport an dritter oder vierter Stelle.“

Inzwischen hat sich alles geändert. Sponsoren stiegen ein, das Umfeld wurde immer professioneller und der Kader veränderte sich gravierend. Lediglich Stürmer Cornelius Gries (26) war schon vor fünf Jahren dabei. „Dennoch dürfen wir nie vergessen, dass Spieler wie Sascha Dietze, Ralf Marrack, Benno Töppel oder Eric Bachmann hier sportlich mit großartigen Leistungen den Grundstein gelegt haben, dass wir uns 2018/19 mit Chemnitz, Erfurt, dem BFC Dynamo oder Budissa Bautzen messen können“, sagt Schmidt.

Vorfreude auf scharfem Senf

Ob man im nur wenige Kilometer entfernten Bautzen auch gejubelt hat, darf angezweifelt werden. „Ich habe vor vier Wochen mal ein Interview gelesen, da hat man schon gespürt, dass bei Budissa Bautzen nicht alle glücklich sind, dass wir jetzt auch dort angekommen sind. Aber Bautzen hat vier Jahre Vorlauf in der Regionalliga. Wir müssen uns nicht entschuldigen, dass wir aufgestiegen sind. Ich weiß nicht, wie man das in Bautzen sieht, aber ich freue mich auf die sportlichen Duelle mit Budissa. Und auch auf das Kräftemessen mit den Neugersdorfern.“

Weiteres um den Aufstieg des Bischofswerdaer FV

FC-Oberlausitz-Sportchef Manfred Weidner sieht das auch so: „Die Anfahrtswege zu den Derbys sind kurz. Ich finde es klasse, dass die Oberlausitz mit drei Teams in der vierten Liga vertreten ist. Für mich hat dieser Aufstieg fast nur positive Effekte.“ Auch der Bischofswerdaer Präsident Jürgen Neumann, der seit vielen Jahren dem Verein auch finanziell tatkräftig zur Seite steht, sieht dem „Dreikampf“ gelassen entgegen: „Jeder dieser drei Klubs verfolgt ein anderes Konzept. Konkurrenz belebt das Geschäft.“

Ob die Schiebocker mit dem aktuellen Kader in der Regionalliga antreten werden, darf bezweifelt werden. Schmidt will vor dem Saisonende in der Oberliga (noch) keine Personaldiskussion, stellt aber klar: „Es wäre doch blauäugig, zu glauben, dass wir mit dem gleichen Kader eine Klasse höher locker bestehen könnten. Ich denke, acht oder neun Zugänge wird es geben.“ Allerdings stellt der Trainer auch klar: „Es hat bisher noch keiner unserer Spieler signalisiert, dass er weg will. Aber wer zuletzt wenig gespielt hat und oft auf der Bank saß, wird wissen, dass es eine Etage höher nicht einfacher wird.“

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