27. Januar 2018 / 17:56 Uhr

Bittere Niederlage für Werders U23

Bittere Niederlage für Werders U23

Stefan Freye
Oliver Zapel
Mit dem Spiel seiner U23 konnte Werder-Trainer Oliver Zapel zufrieden sein, mit dem Ergebnis abermals nicht. © Hansepixx
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Personell gebeutelter Drittligist dominiert beim KSC über weite Strecken– und verliert doch 0:1

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Zum Ende dieses Fußballspiels herrschte doch eine gewisse Unruhe im Wildparkstadion. Spätestens als Alois Schwarz seinen Torjäger Anton Fink durch den Verteidiger Marco Thiede ersetzte, war klar, dass der Karlsruher SC seinen knappen Vorsprung über die Zeit retten wollte. Mehr schien nicht drin für den Gastgeber, hatte die zweite Halbzeit doch eindeutig der U 23 von Werder Bremen gehört. Die ersten Pfiffe machten sich breit unter dem Anhang des KSC, ehe Schiedsrichter Florian Kornblum die Partie beendete. Dann war sie doch besiegelt, die 0:1 (0:1)-Niederlage der Bremer.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass der KSC mal so der Musik hinterher gelaufen ist“, meinte Werder-Trainer Oliver Zapel. Das war natürlich ein Kompliment an seine Mannschaft. Zu ändern vermochte es aber nichts: In Karlsruhe blieb die U 23 zum nun schon 18. Mal in Folge ohne dreifachen Punktgewinn.

Nur ein Feldspieler auf der Ersatzbank

Aber was war das wieder für eine Partie gewesen? In der Vorwoche, beim 0:1 gegen Würzburg, hatten die Bremer gerade vier statt der üblichen sechs Feldspieler auf der Bank gehabt. Da hatte man noch geglaubt, dieser Minusrekord ließe sich nicht toppen. Doch weit gefehlt. Denn nach diversen Hiobsbotschaften am Tag vor dem Spiel beim KSC saß in Leon Jensen nur noch ein fitter Spieler neben Ersatzkeeper Tobias Duffner auf der Bank. Aber es ging nun mal nicht anders: Philipp Eggersglüß fehlte gelbgesperrt, Jannis Vollert hatte sich im Profitraining verletzt, zuletzt meldeten sich noch die angeschlagenen Rafael Kazior, Dennis Rosin und, rund zehn Minuten vor Anpfiff, Jesper Verlaat ab.

Da half es der U 23 rein nominell wenig, dass in Thore Jacobsen (Rückkehr aus dem Profkader) und Niklas Schmidt (Rückkehr nach Rotsperre) wieder zwei Leistungsträger in der Startelf standen. Denn es fehlten ja nicht nur diverse Kicker, die Mannschaft musste auch komplett neu aufgestellt werden – mit Spielern, die auf ungewohnten Positionen antraten. So rückte Idrissa Toure in die Dreierkette, die bei Bedarf durch Lars Bünning (links) und Stürmer Boubacar Barry (rechts) zu einer Fünferkette erweitert wurde. Im Mittelfeld trat zentral Thore ­Jacobsen neben Debütant Fridolin Wagner an, und als zentrale Spitze lauerte zunächst ­Niklas Schmidt, der offensive Mittelfeldspieler.

Angesichts dieser ausgesprochen schwierigen Ausgangsposition war der seit neun Spielen unbesiegte KSC vor dem Anpfiff natürlich noch ein bisschen mehr in die Rolle des Favoriten gerückt – und genau so verlief das Duell mit den Bremer dann erst einmal. Man musste sich angesichts der guten Chancen des Gastgebers schon ein bisschen um die U 23 sorgen. Es begann mit Fabian Schleusener, der aus acht Metern in die Arme von Eric Oelschlägel zielte (11.), setzte sich fort mit dem Schuss von Marc Lozenz (15.) und mündete in zwei Möglichkeiten für Anton Fink. Erst verzog der Routinier knapp aus neun Metern (20.), dann traf er aus 18 Metern ans Lattenkreuz des Bremer Tores (24.).

Dass das Tor des Tages kurze Zeit später auf eher kuriose Weise fiel, passte allerdings viel besser zur Situation der Grün-Weißen: Als Marvon Wanitzek aus rund 28 Metern abzog, schien sein Schuss das Werder-Gehäuse nämlich um mehrere Meter zu verfehlen. Erst im Verlauf des Fluges nahm der Ball so viel Effet auf, dass er am überraschten Oelschlägel vorbei im kurzen Ecke einschlug. Das war Pech, mal wieder.

Aber mit dem Treffer änderte sich die Partie: Fortan bestimmte überwiegend die U 23 das Geschehen, scheiterte aber einmal mehr an ihrer mangelnden Effizienz. Ein paar Fernschüsse von Niklas Schmidt waren mit Torgefahr versehen, und als Wagner einen Schmidt-Freistoß auf die Latte des gegnerischen Gehäuses verlängerte, lag sogar ein Treffer in der Luft (83.). Kein Wunder, dass Zapel den Begriff vom „Match-Glück“ in seine Analyse einführte: „Das müssen wir jetzt erzwingen.“ In Karlsruhe hatte es den Bremern ein weiteres Mal gefehlt.

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