19. August 2017 / 16:50 Uhr

Bittere Panne bei Videobeweis: Technische Probleme in der Bundesliga

Bittere Panne bei Videobeweis: Technische Probleme in der Bundesliga

André Batistic
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Die Technik spielt den Videoschiedsrichtern am Samstag einen Streich.
Die Technik spielt den Videoschiedsrichtern am Samstag einen Streich. © imago
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UPDATE: Massive technische Probleme am 1. Spieltag der Bundesliga. Der Videobeweis konnte bei einigen Spielen am Samstagnachmittag nicht eingesetzt werden. Die DFL kritisiert den technischen Dienstleister heftig.

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Ausgerechnet zur Premiere!

Der Videobeweis hat direkt zu Beginn der Bundesliga einen klassischen Fehlstart hingelegt. Der Dienstleister für die Videoschiedsrichter habe "massive" technische Probleme, teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) in der Halbzeit der Bundesliga-Spiele am Samstagnachmittag mit, dass das System bei den Spielen zwischen Hoffenheim und Bremen, Hamburg gegen Augsburg und Hertha gegen Stuttgart "derzeit nicht zum Einsatz" komme. Bei den anderen beiden Spielen Mainz - Hannover und Wolfsburg - Dortmund könnten keine kalibrierten Linien erstellt werden.

Eine strittige Szene, in der der Videobeweis nicht helfen konnte, gab es bereits: Marc Bartra traf aus abseitsverdächtiger Position für Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg in der 27. Minute zum 2:0. Der Videobeweis funktionierte nicht - Schiedsrichter Robert Hartmann und sein Team entschieden aber doch richtig: Ganz knapp kein Abseits.

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Probleme schon im Supercup - DFL geht Dienstleister an

Die DFL arbeite mit dem Dienstleister "Hawkeye" an der Behebung der Probleme. Es ist nicht die erste Panne mit dem Videobeweis. Schon beim Supercup-Spiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund fielen die kalibrierten Abseitslinien aus. "Bis zum Start der Bundesliga (...) sollen die aufgetretenen technischen Probleme behoben sein", teilte die DFL danach mit - offenbar hat das doch nicht funktioniert.

Nach den Spielen am Samstagnachmittag übte die DFL noch einmal heftige Kritik am Dienstleister Hawkeye: "Für die DFL ist diese Situation nicht hinnehmbar", hieß es in einer Mitteilung. Mit Blick auf die weiteren Begegnungen des ersten Bundesliga-Spieltages werde "unter Hochdruck an einem störungsfreien Einsatz des Video-Assistenten gearbeitet". Unabhängig davon wird es laut DFL Anfang der Woche ein Gespräch mit der Geschäftsführung von Hawkeye in Frankfurt geben. "Dabei sollen die Hintergründe der technischen Schwierigkeiten schonungslos offengelegt und die Konsequenzen für das weitere Vorgehen besprochen werden", teilte die DFL weiter mit.

Premiere bereits im ersten Bundesliga-Spiel

Beim Eröffnungsspiel der Bundesliga lief die Technik aber reibungslos. Robert Lewandowski erzielte nach einer Videobeweis-Entscheidung für den FC Bayern München das Tor zum 3:0 gegen Leverkusen per Elfmeter.

Die Leverkusener Spieler protestierten kaum, von Bayern-Seite gab es Lob. "Es war richtig, was der Schiedsrichter gemacht hat", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Sein Vorgänger Matthias Sammer äußerte sich in seiner neuen Funktion als Experte beim neuen Bundesligasender Eurosport dagegen skeptisch: "Es war vertretbar. Mein Bauch und mein Fußballerherz sagen mir aber, dass es viele Standardsituationen geben wird, bei denen wir diskutieren werden."

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