14. April 2018 / 19:25 Uhr

Bitterer Punkt für Werder

Bitterer Punkt für Werder

Stefan Freye
17.02.2018, Weserstadion, Bremen, GER, 3.FBL, Werder Bremen II vs 1. FC Magdeburg

im Bild
Sven HŸbscher / Huebscher (Trainer SV Werder Bremen II) auf Trainerbank, 

Foto © nordphoto / Ewert
Kassierte mit seiner Mannschaft in Großaspach einen späten Ausgleich: Werder-Trainer Sven Hübscher © nordphoto
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U 23 zeigt in Großaspach ein gutes Spiel und kassiert kurz vor Ende doch noch das 2:2

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In sportlicher Hinsicht war es kein Punktgewinn: Nach dem 2:2 (1:0) bei der SG Sonnenhof Großaspach müssen die Fußballer von Werder U 23 nun bereits zwölf Punkte in den verbleibenden vier Spielen aufholen, um dem Abstieg aus der 3. Liga noch zu entgehen. Der ohnehin unwahrscheinliche Klassenerhalt ist also noch einmal etwas unwahrscheinlicher geworden.

Aber inzwischen geht es den Bremern ja schon lange nicht mehr um eine sportliche Rettung. Es geht lediglich noch darum, den ersten Abstiegsplatz zu sichern – und womöglich von einer weiteren Insolvenz zu profitieren. Der Gegner heißt deshalb Chemnitzer FC; und weil der 18. (dem noch neun Punkte abgezogen werden) gegen den SV Meppen verlor, konnte man das Unentschieden in Großaspach als Erfolg bezeichnen. Im Prinzip jedenfalls. „Es war wieder bitter“, kommentierte Werder-Coach Sven Hübscher. So richtig zufrieden war er dann doch nicht mit der Punkteteilung.

Denn sie stand ja nach einer Partie, die durchaus als typisch für die U 23 bezeichnet werden darf: gut gespielt, zwei Tore geschossen, noch mehr Chancen vergeben und – natürlich – ein paar wesentliche Fehler gemacht. Den letzten davon wenige Minuten vor dem Ende, vor dem Ausgleich des Gegners. „Da sorgen wir einfach nicht mehr für Entlastung“, sagte Hübscher. Der Druck der SGS war zu groß geworden, sollte das heißen. So etwas passiert schon mal in einem Auswärtsspiel. Hübscher: „Insgesamt mache ich der Mannschaft auch keinen Vorwurf, sie hat alles rausgehauen.“

Lediglich die ersten Minuten der Partie hatten Anlass zur Sorge gegeben. Die Großaspacher entwickelten – obwohl ersatzgeschwächt angetreten – eine ganze Menge Druck auf das Bremer Tor und verpassten bei Kopfbällen von Mario Rodriguez (8.) und Pascal Sohm (13.) nur knapp die Führung. Sie sollte auf der Gegenseite fallen, und zwar auf ungewöhnliche Weise. Denn so frei wie nach der Flanke von Niklas Schmidt steht Rafael Kazior wohl nicht mal im Training. Dass der Bremer Kapitän aus fünf Metern ungedeckt zum 1:0 treffen durfte, bestätigte eine Vermutung: Großaspach legte sich zwar allein deshalb schon ins Zeug, um die gut 1500 Zuschauer nicht zu enttäuschen, der allerletzte Einsatz kam vom Gastgeber aber nicht mehr. Und das unterschied die SGS von den meisten Werder-Gegnern der letzten Wochen. Dass die U 23 eine starke erste Halbzeit hinlegte, lag allerdings auch an den Bremern selbst. „Viel besser kann man nicht Fußball spielen“, lobte Kazior das Team.

So hätte es auch keinesfalls bei seinem Treffer bleiben müssen. Ein Solo von Philipp Eggersglüß, das dieser offenbar unbedingt abschließen wollte, anstatt einfach auf Kazior quer zu legen (22.) sowie ein Zwölf-Meter-Schuss von Niklas Schmidt, der in SGS-Keeper Kevin Broll seinen Meister fand (32.), markierten zwei ausgezeichnete Chancen der Gäste. „Wir verpassen das 2:0, kassieren den Ausgleich, machen das 2:1 und verpassen dann das 3:1“, fasste Trainer Hübscher zusammen.

Das 1:1 durch den eingewechselten Timo Röttger – er traf mit einem von Dominic Volkmer abgefälschten Schuss vom Strafraumeck – hatte tatsächlich gerade mal sechs Minuten Bestand. Dann verwandelte Marc-Andre Kruska einen Strafstoß (Kai Gehring an Rafael Kazior) zum 2:1 – und schon war die Werder-Welt wieder in Ordnung. Bitter, dass Kazior seine Riesenchance zum 3:1 nicht nutzen konnte; war er doch völlig frei auf Broll zugelaufen, um dann schwach abzuschließen. Das wäre es gewesen.

Allerdings: Die Bremer hatten keinen Grund, sich zu beschweren. In einer stärkeren zweiten Halbzeit war die SGS vor dem Ausgleich durch Julian Leist gleich zweimal nur an der Latte des Werder-Tores gescheitert.

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