29. April 2018 / 17:29 Uhr

Blamage in Mainz: RB Leipzig taumelt immer tiefer in die Krise

Blamage in Mainz: RB Leipzig taumelt immer tiefer in die Krise

Anne Grimm
29.04.2018, Rheinland-Pfalz, Mainz: Fußball: Bundesliga, FSV Mainz 05 - RB Leipzig, 32. Spieltag am 29.04.2018 in der Opel Arena. Der Mainzer Ridle Baku (l) und Leipzigs Kevin Kampl kämpfen um den Ball. Foto: Thomas Frey/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt. +++ dpa-Bildfunk +++
Der Mainzer Ridle Baku schirmt den Ball vor RB Leipzigs Kevin Kampl ab. © dpa
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Abstiegskampf schlägt Europapokal-Ambitionen: Nach einem umstrittenen Foulelfmeter bricht RB Leipzig in Mainz ein und kassiert am Ende eine desaströse Niederlage.

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Mainz. Die Krise bei RB Leipzig hat sich verschärft: Beim abstiegsgefährdeten FSV Mainz 05 verliert das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl am Sonntag mit 0:3 (0:1). Nach dem vierten Bundesligaspiel ohne Sieg ist die Chance auf die Champions League futsch, der geplante Befreiungsschlag missglückt, die Teilnahme an der Europa League gefährdet.

Im 100. Bundesligaspiel von Trainer Ralph Hasenhüttl beginnt RB Leipzig gut, lässt sich aber nach einem umstrittenen Foulelfmeter vor 30.083 völlig aus der Bahn werfen. Für den Gastgeber trifft Pablo De Blasis per Strafstoß zur Führung (29.). Es ist der erste Torschuss der Mainzer im ersten Durchgang. Alexander Maxim sorgt in der 86. Minute beim 2:0 für die Entscheidung, Baku erhöht sogar auf 3:0 (90.). Die Leipziger bleiben Tabellensechster, Mainz klettert mit drei Punkten vom Relegationsplatz auf Rang 14.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl sah den Grund für die Niederlage in den vergebenen Chancen der Anfangsphase: „Wir haben den Sieg in den ersten 20 Minuten mit beiden Armen hergeschenkt. Drei glasklare und zwei klare Chancen in so einer Phase der Saison und in so einem mentalen Zustand musst du einfach nutzen. Dann darfst du dich nicht wundern, dass es nach dem ersten Rückschlag schwer wird, mental nochmal dagegen zu halten. Diese Kraft haben wir momentan nicht. Da ist einfach die Luft raus.“

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Sandro Schwarz dagegen lobte die Leidenschaft seiner Mainzer:  „Großes Kompliment an die Zuschauer und die Atmosphäre. Das ist die Art und Weise, die wir brauchen. Zu Beginn hatten wir viele einfache Ballverluste. Mit der Elfmetersituation haben wir uns befreit. In der zweiten Halbzeit haben wir keine Chance mehr zugelassen.“

Keita wieder fit

Naby Keita ist nach einem Schlag auf den Oberschenkel rechtzeitig wieder fit geworden. Trainer Ralph Hasenhüttl spielt im gewohnten 4-2-2-2, hinten rechts beginnt Stefan Ilsanker für Bernardo. Auf der Zehn Kevin Kampl und Ademola Lookman. Im Sturm darf Yussuf Poulsen neben Timo Werner ran.

Sonnenschein am Sonntagnachmittag, ein rotes Meer aus Shirts zum „Mainzer Endspurt“ und eine Raketenchoreo samt Banner „Schiess mich in den Himmel, Nullfünf“ – es ist alles angerichtet. Die Mainzer beginnen defensiv wie ein Abstiegskandidat, die Leipziger offensiv wie ein Europaokal-Aspirant.

Doppelchance nach zehn Minuten

Nach zehn Minuten bekommt Lookman ein Geschenk – doch er nutzt den viel zu kurzen Rückpass auf Keeper Adler trotz guter Position nicht selbst zum Abschluss, sondern legt auf Poulsen quer, der im letzten Moment gestört wird.

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Nur eine Minute später steht auch Werner allein vor dem Kasten – ihm fehlt die Kaltschnäuzigkeit. Mit einem Haken umkurvt er zwar Keeper Adler, scheitert aber dann an der Hacke des Mainzer Abwehrspielers Hack.

Fragwürdiger Elfmeter

Für die zwei liegengelassenen Großchancen wird RB bestraft. Passend zur aktuellen Situation bekommt Mainz einen fragwürdigen Elfmeter. Muto wird außerhalb des Strafraums von Klostermann getroffen, fällt aber neben Upamecano im 16er. Der Leipziger Innenverteidiger lässt seinen Fuß stehen, berührt den Mainzer aber nicht. Strafstoß für den Gastgeber.

Pablo De Blasis tritt an und schießt hart in die Mitte. Gulacsi springt in die linke Torwartecke, ist mit den Füßen dran, doch der Ball zappelt im Netz. Mit dem ersten Torschuss geht Mainz in der 29. Minute Führung.

Nun sind die Leipziger wieder im Nervositätsmodus. Der FSV, lautstark unterstützt von seinen Fans, gewinnt mehr hitzige Zweikämpfe. Kurz vor der Pause sieht Orban Gelb – ist damit nächstes Wochenende zum letzten Heimspiel gegen Wolfsburg nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Keitas Schuss rutscht Sekunden vorm Gang in die Kabine links am Mainzer Kasten vorbei.

Desaströse zwei Halbzeit

Poulsen bleibt zu Beginn des zweiten Durchgangs nach einem Luftzweikampf mit dem Mainzer Kapitän Bell im Strafraum liegen. Schiedsrichter Dankert schaut sich die Szene noch einmal auf dem Bildschirm an, sieht aber kein Foul.

Die Leipziger sind völlig von der Rolle, verlieren viele Zweikämpfe. Hasenhüttl reagiert in der 64. Minute, bringt Augustin und Bruma für Poulsen und Lookman, stellt auf ein 4-3-3 um. Doch es wird nicht besser. Mainz steht hinten drin und wartet auf Konter. RB ist ein Schatten seiner selbst. Bis zur 90. Minute muss Mainz-Keeper Adler in Halbzeit zwei keinen Torschuss abwehren. Mainz erhöht dafür auf 2:0 und feiert einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Baku lässt das Stadion beim 3:0 explodieren. Am Ende kassiert Keita für ein Foul am Torschützen noch Gelb-Rot.

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Die Statistik zum Spiel:

RBL: Gulacsi - Ilsanker, Orban (C), Upamecano, Klostermann - Demme, Keita - Kampl, Lookman (64. Bruma) – Poulsen (64. Augustin), Werner

FSV: Adler – Bell (C), Gbamin, Hack, Diallo, Brosinski - Baku, de Jong – Öztunali (71. Holtmann), de Blasis (80. Onisiwo) - Muto

Tore: 1:0 De Blasis (Foulelfmeter, 29.), 2:0 Maxim (86.), 3:0 Baku (90.)

Zuschauer: 30.083

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