09. August 2018 / 17:11 Uhr

Blumenthals Fehler werden hart bestraft

Blumenthals Fehler werden hart bestraft

Karsten Hollmann
Auch in dieser Spielszene kommt der Blumenthaler Ennio Cordes (rechts) in der Auswärtspartie gegen den Bremer SV einen Tick zu spät.
Auch in dieser Spielszene kommt der Blumenthaler Ennio Cordes (rechts) in der Auswärtspartie gegen den Bremer SV einen Tick zu spät. © Frank Thomas Koch
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Trainer Denis Spitzer will nach der 2:6-Niederlage beim Bremer SV weiter am Zweikampfverhalten arbeiten

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Der Bremer SV ist seinen Titelambitionen in der Fußball-Bremen-Liga beim 6:2-Erfolg über den Blumenthaler SV zumindest in der ersten Halbzeit gerecht geworden. Der ehemalige Blumenthaler Dallas Sikes Aminzadeh ließ dabei an der Seite von Dominic Krogemann in der Innenverteidigung der Gastgeber nur wenig zu. Auch wegen seiner enormen Sprungkraft ist es schon erstaunlich, dass Aminzadehs Traum vom Profi-Fußball noch nicht in Erfüllung gegangen ist.

Aber trotz der bärenstarken Abwehrzentrale des Titelaspiranten ist es den Nordbremern immerhin gelungen, zwei Tore zu erzielen. Die gerade den Blumenthaler A-Junioren entsprungenen Youngster Kebba Mboge und Alexander Koscheck trafen ins Schwarze. Mboge schwärmte in der Pause von der großen Klasse seines Gegenspielers Dallas Sikes Aminzadeh. „Man darf aber nicht so ehrfürchtig sein“, urteilte Co-Trainer Rainer Raute. Er legte aber die schützende Hand über seine vielen jungen Spieler. Patrick Chwiendacz war mit seinen 25 Jahren auch schon der älteste Feldspieler beim Gast. Nur Torwart Thomas Büttelmann ist noch vier Jahre älter. Der Blumenthaler Talentschuppen findet sich nach zwei
Niederlagen zum Auftakt damit in unteren Tabellenregionen wieder.  

„Die Jungs sind willig. Wenn wir nun noch unsere Fehler abstellen, bin ich mir sicher, dass es eine gute Saison wird“, zeigte sich Raute trotz der deutlichen Schlappe sehr zuversichtlich. „Der Bremer SV hat es schon gut gemacht“, urteilte Gäste-Trainer Denis Spitzer. Dennoch müssten sich seine Spieler angesichts der klaren Pleite auch an die eigene Nase fassen. Im Training wolle er vor allem an einer Verbesserung des Zweikampfverhaltens arbeiten. „Unsere Fehler sind in der ersten Halbzeit hart bestraft worden“, sagte Rainer Raute. Er trauerte der vergebenen Riesenchance von Kebba Mboge zum 1:0 nach: „Wenn wir den reingemacht hätten, wäre das Spiel mit Sicherheit anders gelaufen.“ Die Gäste steigerten sich jedoch im neuen 4:4:2-System nach dem Wiederanpfiff.

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Malte Tietze konnte sich nur verhalten über den Sieg gegen seine Ex-Mannschaft freuen. Der Mittelfeldmann musste den Platz schließlich bereits nach 34 Minuten wegen muskulärer Probleme wieder verlassen. „Vor zwei Wochen hatte ich die muskulären Probleme noch auf der anderen Seite. Ich bin noch nicht richtig in Schuss“, teilte Tietze mit. Es sei aber schon ein sehr komisches Gefühl gewesen, gegen die alten Kameraden anzutreten. Für ihn kam mit Tim Pendzich gleich der nächste gerade erst aus Blumenthal zum Bremer SV gewechselte Kicker ins Spiel. „Ich war noch ein bisschen angeschlagen. Daher habe ich mich gewundert, dass ich für Malte reingekommen bin“, ließ „Pendzo“ wissen. Er vergab kurz vor der Pause eine gute Gelegenheit zum 6:1. Der 26-Jährige begann als Achter und rückte im zweiten Durchgang ins für ihn ungewohnte defensive Mittelfeld zurück.

„Ich hatte am Anfang ein paar Probleme in der Mitte. Dann hat es aber Spaß gemacht“, betonte Pendzich. Die Probleme waren auch seinem Coach Ralf Voigt nicht entgangen. Immer wieder ermahnte er den früheren Blumenthaler mit einem lauten „Pendzo“. Voigts Co-Trainer Necati Uluisik und Tarek Chaaban sind im Bremer Norden seit vielen Jahren eine feste Größe im Fußball. „Ich bin nur mit unserer ersten Halbzeit zufrieden“, erklärte Chaaban, der seine ersten beiden Herrenjahre für die Blumenthaler absolvierte.

Einer der Gewinner beim Verlierer war Kevin Thiele, der nach 34 Minuten den Eigentorschützen zum 4:0, Lokman Abdi, in der Innenverteidigung ablöste. Nach einer Stunde erhielt der 20-Jährige Szenenapplaus für eine faire Grätsche gegen den pfeilschnellen Vafing Jabateh. „Kevin hat es nach seiner Einwechslung richtig gut gemacht“, lobte Rainer Raute den jungen Abwehrmann.

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