Martin Kind erhielt im Streit um die 50+1-Regel Unterstützung von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Martin Kind erhielt im Streit um die 50+1-Regel Unterstützung von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. © imago
Martin Kind erhielt im Streit um die 50+1-Regel Unterstützung von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Boss des FC Bayern unterstützt Martin Kind: Rummenigge will 50+1 abschaffen

Der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekordmeisters hat sich für eine Abschaffung der 50+1-Regel stark gemacht. Jeder Verein solle selbst über Investoren-Modelle entscheiden. Beim Football Summit in Frankfurt ist über die Regel eine heftige Diskussion entbrannt.

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Das ist ein weiterer harter Schlag für die Anhänger der 50+1-Regel!

Jetzt hat Martin Kind einen prominenten Unterstützer: Karl-Heinz Rummenigge. Der mächtige Vorstandsvorsitzende des FC Bayern hat sich für eine Abschaffung der 50+1-Regel stark gemacht, die in der Bundesliga Investoren-Modelle (noch) verhindert. Kind gilt bei Hannover 96 als profiliertester Gegner der 50+1-Regel, ist aktuell dabei, diese in seinem Verein abzuschaffen.

"Jeder Verein soll selbst entscheiden"

"Ich persönlich bin dafür, dass jeder Verein selbst entscheidet, ob er die Tür für fremdes Kapital aufmacht", sagte Rummenigge auf dem Football Summit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Regel sei "ein Luxus, und die Frage ist, wie lange wir das noch aufrechterhalten können". Die Bundesliga sei die letzte Topliga, in der die 50+1-Regel noch besteht. Investoren, glaubt Rummenigge, könnten den Wettbewerb in der Bundesliga steigern. Überraschend ist, dass eine derartige Aussage ausgerechnet vom Ligakrösus aus München kommt, der der finanzkräftigste Verein der Liga ist und diese fünfmal in Folge gewann. Doch: "Wir haben einen Wettbewerb, den ich nicht nur national, sondern auch global sehe." Rummenigge sprach von einem "nostalgischen, romantischen Charakter, den ich durchaus auch sympathisch finde."

Streit um 50+1-Regel: Das sagen Rummenigge, Rettig und Kind

Kind bekräftigte beim FAZ-Summit seine Pläne, 96 für Investoren zu öffnen. "Die Professionalität in Vereinen steigt durch den Einstieg von Investoren", erklärte der 96-Boss, schränkte aber auch ein: "Wir haben nicht die Illusion, irgendwann zu den Bayern oder Dortmund aufzuschließen."

Harter Zoff: St. Paulis Boss Rettig warnt

Gegenwind bekamen Kind und Rummenigge von St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig. "Dann werden nicht nur die guten Leute wie Herr Kind auf die Idee kommen, sich einzukaufen", sagte der Hamburger, der früher in der Führungsetage der Deutschen Fußball-Liga DFL saß. "Da kann man nicht mehr zwischen guten und schlechten Investoren differenzieren. Man kann ja eine Investorenliga gründen, da kann das Kapital gegeneinander spielen." Kind konterte: "St Pauli soll Verein bleiben, wenn sie glücklich sind. Aber man soll nicht vorschreiben, was für uns richtig ist."

Werder Bremens Marco Bode, dessen Klub über Fremdkapital nachdenkt, bei und moserte über den Status Quo: "Die Bundesliga mit Mannschaften wie RB Leipzig ist für Werder Bremen wie 110 Meter Hürden, wo vier Bahnen keine Hürden haben..."

Pressekonferenz zur Kind-Übernahme bei Hannover 96

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