12. März 2018 / 08:38 Uhr

Böttger markiert Doppelpack : Wermsdorf gewinnt bei Krostitzer Reserve

Böttger markiert Doppelpack : Wermsdorf gewinnt bei Krostitzer Reserve

LVZ
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Traf doppelt: Wermsdorfs Steve Böttger.
Traf doppelt: Wermsdorfs Florian Böttger. © René Naujoks
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Auf Eilenburger Kunstrasen hatten die Gäste beim 3:0-Erfolg deutliche Vorteile.

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Eilenburg. Zum Start ins erste Pflichtspiel im Jahr 2018 reisten die Hubertusburger am Sonnabend nach Eilenburg. Dort empfingen sie nicht etwa die heimischen Muldestädter, sondern die Zweitvertretung aus Krostitz, die den Platz zur Schonung des eigenen Geläufs angemietet hatte. Beide Teams trennten sich im Hinspiel in Wermsdorf mit 1:1.

Das Spiel nun also eine erste, frühe Standortbestimmung für die Blau-Weißen. Die setzen auf eine kompakte Defensivreihe und im Angriff auf eine flexible Formation um ihren treffsichersten Mann Florian Böttger. Auf dem Kunstrasen präsentierte sich diese taktische Einstellung dann von Beginn an ansehnlich und auch früh ertragreich.

Schnelle Führung

Krostitz, die „Heimelf“, hatte früh ihre liebe Mühe mit den engagiert anlaufenden Blau-Weißen. So hatten die Gäste nach wenigen Zeigerumdrehungen bereits den Torschrei auf den Lippen, doch ein Böttger-Kopfball knallte an die Querlatte. Die Hubertusburger hielten den Druck in den ersten Minuten aber weiter hoch und belohnten sich alsbald.

Nach Balleroberung schickte Justus Keller den der Abwehr enteilenden Böttger auf die Reise. Der behielt in der Krostitzer Gefahrenzone die Ruhe und vor allem Übersicht und legte nochmal quer auf den mitgelaufenen Sebastian Körner, der wiederum ohne Probleme zur 1:0-Führung einschob. Damit traf Wermsdorfs Winterneuzugang gleich in seinem Debüt und durfte seinen Teamkollegen zurecht einen ausgeben.

An den Späßen kann sich Philipp Springer gleich beteiligen, der bei seinen Mannschaftskammeraden einiges gut zu machen haben wird. Der junge Hitzkopf erwies seiner Mannschaft in der 20. Spielminute nämlich einen Bärendienst, als er für übermäßiges Lamentieren Gelb sah und sich für anschließendes höhnisches Applaudieren gleich noch die Ampelkarte abholte. Die Hubertusburger auf dem Eilenburger Kunstrasen waren nun also dezimiert, mussten eigene Angriffsbemühungen erst einmal ad acta legen und blau-weißen Beton anrühren. Das gelang den zehn Verbliebenen beachtlich gut, weil sie aufopferungsvoll füreinander kämpften, grätschten und liefen. Aber auch, weil der Gegner aus der Bierbrauerstadt auch in Überzahl nicht wirklich Zugang zum Spiel fand. Den hatte auf der anderen Seite Sebastian Körner ohne Zweifel längst gefunden.

Gastgeber nach der Pause wacher

Nach einer guten halben Stunde scheiterte er nach glänzender Einzelaktion denkbar knapp an Torhüter Röthel. Seine Möglichkeit blieb bis zum Pausenpfiff tatsächlich auch die gefährlichste seit dem 0:1, was für die gute Defensivarbeit der Gäste aus Wermsdorf spricht. Die nutzen die Pause zum Durchatmen und sammelten sich für weitere laufintensive 45 Minuten. Dabei hatten sie teilweise Probleme, das eigene Wort zu verstehen, setzte es doch von der Nachbarkabine her scheinbar deutliche Worte in den Krostitzer Reihen. Diese kamen auch sichtlich wacher auf das Kunstrasenfeld, starteten entschlossener in den zweiten Spielabschnitt und versuchten, das Spiel nun vor allem breiter zu ziehen. Die Hubertusburger ihrerseits hatten damit anfänglich vermehrt Probleme. So verfehlen zwei gute Distanzschüsse nur knapp das Tor von Benjamin Schönitz, der nun auch immer öfter selbst eingreifen musste.

Die Blau-Weißen verteidigten sich nichtsdestotrotz weiter geschickt und wussten sich offensiv in die entstehenden Räume zu spielen. In einen solchen startete nach 58 Minuten wieder einmal Florian Böttger. Wermsdorfs Nummer 10, der über die gesamte Partie mit strittigen Abseitsentscheidungen haderte, wurde diesmal nach einem wohlgetimtem Körner-Pass nicht zurückgepfiffen und brachte den Ball mit viel Gefühl aus spitzem Winkel im Tor unter. Ein Treffer der zum berühmt berüchtigten psychologisch wichtigen Zeitpunkt kam und ein echter Kraftakt der Blau-Weißen war, die Böttger in ihrer Jubeltraube unter sich begruben. Dieser hatte weiter viel Lust an diesem Fußballspiel und war in der 64. Minute erneut zur Stelle, als ein Hauch von Tiki Taka durch Eilenburg wehte. Per Doppelpass spielten sich Benjamin Münch und eben wieder Böttger durch den Strafraum, letzterer umkurvte noch entspannt den Torhüter und schob zu seinem siebten Saisontor und der 3:0-Führung ein. Die Hubertusburger ließen in der Folge nicht mehr viel Anbrennen und spielen ihren Stiefel ganz seriös runter. Zum Ärger der enttäuschten Gastgeber, die ihrerseits immerhin noch in einer Kategorie den Ausgleich schafften, als ihr Stürmer zehn Minuten vor Schluss zum verfrühten Duschen geschickt wird und es nach erneuter Ampelkarte personell 10 gegen 10 stand.

Die Hubertusburger holen in Eilenburg gegen Krostitz also trotz einstündiger Unterzahl einen überzeugenden Sieg. Die drei Punkte und das Zu-Null-Ergebnis geben Mut für die kommenden Wochen. Ausruhen darf sich darauf aber keiner.

Tore: 0:1 Körner (11.), 0:2/0:3 Böttger 58./64.).

Krostitz II: Röthel, Beschnidt, Schurig, Bohnet, Thon, Zimmer, Stephan, Standke, Pfennigsdorf, Makschinski, Gutmann.

Wermsdorf: Schönitz, Beckedahl, Lippert, Jonnek, Keller, Krezo (Köppe), Freiberg, Münch, Springer, Körner, Böttger.

Zuschauer: 20. 

Schiedsrichter: Christian Jordan.

Justus Keller

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