USER-BEITRAG Kann nicht länger hinsehen: 05-Trainer Najeh Braham. © Swen Pförtner

Braham denkt über Abschied nach

Oberliga: 1. SC 05 geht in Wolfsburg mit 0:5 unter / Schwere Vorwürfe gegen Grzegorz Podolczak

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Göttingen. Der 1. SC 05 liegt am Boden. Das 0:5 (0:2)-Desaster bei Lupo Martini Wolfsburg hat das letzte Fünkchen Hoffnung auf den Klassenverbleib in der Fußball-Oberliga vernichtet. Doch damit noch lange nicht genug: Trainer Najeh Braham, erst in der Winterpause als Hoffnungsträger gekommen, steht vor lauter Frust vor dem Absprung. Als Hauptschuldigen an dem Debakel macht der Coach Grzegorz Podolczak aus.
In der 4. Minute leistet sich Podolczak, als Innenverteidiger auflaufend, an der Grenze des eigenen Strafraums einen kapitalen Ballverlust. „Auf einmal fängt er an, wild zu dribbeln wie Cristiano Ronaldo. Natürlich verliert er den Ball, und die Wolfsburger schießen ein Tor. Da habe ich ihn sofort vom Feld genommen“, schießt es aus Braham heraus. Hat er sich einmal in Rage geredet, nimmt der Tunesier kein Blatt vor den Mund: „Er hat damit gegen die Mannschaft gespielt, und den anderen Jungs, die gekämpft haben, den Knockout verpasst. Ich weiß nicht, vielleicht hat er auf einen Sieg für Wolfsburg gewettet.“ Wie es mit Podolczak weitergeht, wolle er nicht entscheiden, betont der Trainer. „Das soll Präsident Hansi Ehrlich klären.“
Nach dem frühen Gegentreffer sei die Begegnung dann zu einem Selbstläufer, einem Geschenk für Wolfsburg geworden, so Braham. Immerhin habe seine Elf mit Ausnahme von Robert Crespo bis zum Umfallen gekämpft. Dem spanischen Stürmer, ebenso wie sein Trainer im Winter zu 05 gestoßen, wird kurz vor der Halbzeit schwindelig und er signalisiert, dass er ausgewechselt werden möchte. „Eine Katastrophe, Robert ist ständig krank oder verletzt“, urteilt Braham.
Während einer kurzen Drangphase nach dem Seitenwechsel erarbeiten sich die Göttinger dann sogar vier Tormöglichkeiten. Doch Alexander Burkhardt, Nigel Bier und Mazlum Dogan, der zwei Großchancen auf dem Fuß hat, vergeben, ehe es in der Schlussphase mit den Gästen gänzlich dahin geht. „So ein Ergebnis, die vergebenen Chancen, der Auftritt von Podolczak – das passt doch zur Saison wie Arsch auf Eimer“, resümiert Braham.
Dass er die verbleibenden vier Saisonspiele überhaupt noch als Trainer auf der Bank sitzt, glaubt Braham am gestrigen Sonntagabend nicht. „So geht das auf keinen Fall weiter, ich muss mit dem Präsidenten sprechen. In meiner ganzen Karriere habe ich etwas Derartiges nicht erlebt“, sagte der tief frustrierte frühere tunesische Nationalspieler. „Vielleicht habe ich auch keine Ahnung vom Fußball. Ich habe versucht, den Jungs den Druck zu nehmen, indem ich ihnen schon unter der Woche gesagt habe, dass wir abgestiegen sind. Aber im Fall Podolczak sieht man ja, was dabei rauskommt. Außerdem ist der Kader viel zu jung und die Qualität fehlt, sobald Christian Horst nicht spielt. Andererseits haben wir in meinen ersten drei Spielen als Trainer gesehen, was geht, wenn jeder für den anderen läuft und kämpft. Es sind sieben Punkte herausgesprungen.“
1. SC Göttingen 05: Wolany – Burkhardt, Keseling, G. Podolczak (9. Ludwig), Bruns – Förtsch, Hesse, Rudolph, Bier – Crespo (44. Winnersbach), Dogan (71. Souleiman). – Tore: 1:0 Renelli (4.), 2:0 Rizzo (39.), 3:0 Henze (77.), 4:0 Zverotic (79.), 5:0 Amin (88.).

MTV Gifhorn-SSV Jeddeloh (23/04/2017 17:00) Oberliga Niedersachsen (Herren) Region/Göttingen-Eichsfeld I. SC Göttingen 05 (Herren) U.L.M.Wolfsburg (Herren)

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