Brachte den MSV Neuruppin gegen den FC Stahl Brandenburg in Führung: Marcel Weckwerth. Brachte den MSV Neuruppin gegen den FC Stahl Brandenburg in Führung: Marcel Weckwerth. © Dirk Becker/Archivbild
Brachte den MSV Neuruppin gegen den FC Stahl Brandenburg in Führung: Marcel Weckwerth.

Brandenburgliga: Der MSV Neuruppin kann es auch vor eigenem Publikum

Brandenburgliga: Fontanestädter besiegen harmlosen FC Stahl Brandenburg unter Flutlicht deutlich.

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Aller guten Dinge sind drei. Nach der 0:2-Auftaktpleite gegen Einheit Bernau und der torlosen Punkteteilung mit dem Oranienburger FC Eintracht konnte der MSV Neuruppin am Freitagabend erstmals in dieser Brandenburgliga-Spielzeit vor heimischem Publikum gewinnen. Gegen den FC Stahl Brandenburg behielten die Fontanestädter vor 177 Zuschauern im ordentlich gefüllten Volksparkstadion hochverdient mit 3:0 (1:0) die Oberhand. "Mit dem Abschluss dieser insgesamt schwierigen Woche bin ich sehr zufrieden", atmete Henry Bloch nach Abpfiff kräftig durch. Der MSV-Trainer nahm im Vergleich zur Vorwoche bei der 2:3-Niederlage beim SV Falkensee-Finkenkrug lediglich zwei Wechsel vor. Die Rotation im Tor ging weiter - Johannes Wilke ersetzte Daniel Fraufarth zwischen den Pfosten, außerdem kam Lars Müller nach überstandenem Nasenbeinbruch für den angeschlagenen Vadims Logins in die Startelf.

Die Anfangsminuten gestalteten sich zäh, ehe die Hausherren das Heft des Handelns in die Hand nahmen und erste Annäherungsversuche verbuchen konnten. Maximilian Schmidts Distanzschuss war für Stahl-Keeper Ranyeri De Souza Rosa noch leichte Beute, bei Kevin Blumenthals Kopfball, welcher nur knapp das Tor verfehlte, wäre er wohl machtlos gewesen. Kurze Zeit später hatten die Gäste von Trainer Eckart Märzke Glück, dass Marcus Lemkes Versuch nur knapp am linken Kreuzeck vorbeizischte. Die Brandenburger, immerhin mit zwei Remis im Gepäck angereist, kamen in der Offensive im ersten Durchgang zu keinem nennenswerten Abschluss. Da dem MSV im letzten Drittel aber ebenfalls wenig einfiel, war es vier Minuten vor der Halbzeit doch etwas überraschend, dass die Hausherren mit einer Führung die Seite wechseln. Wurde Marcus Lemke nach schöner Kombination noch entscheidend gestört, behielt Lars Müller die Übersicht und legte auf Kapitän Marcel Weckwerth ab, dessen strammer Flachschuss neben dem rechten Pfosten unhaltbar einschlug (41.). Florian Riehl setzte sich zwei Minuten später nochmal stark durch, konnte De Souza Rosa im Stahl-Gehäuse aber nicht überwinden.

Am Freitag gegen den FC Strausberg im AOK-Landespokal

Der zweite Abschnitt begann furios und hätte die ersten 45 Minuten fast auf den Kopf gestellt. Nach Ballgewinn verlagerten die Gäste das Spiel auf den rechten Flügel, beim anschließenden Flachpass ins Zentrum konnte die gesamte MSV-Defensive ausgehebelt werden. Frei vor dem stark parierenden Johannes Wilke versagten Masaharu Kataoka aber die Nerven, was in Minute 54 mit dem schönsten Treffer des Abends bestraft wurde. Lukas Japs brachte von seiner linken Seite das runde Leder auf den zweiten Pfosten, wo Lars Müller das Spielgerät unter Bedrängnis ins Zentrum löffelte. Der eingelaufende Florian Riehl brauchte umgeben von Abseits reklamierenden Gästen nur noch einschieben (54.). Der letzte Wille war beim FC Stahl scheinbar gebrochen, während die Gäste gegen die disziplinierte MSV-Hintermannschaft kaum Mittel fand, scheiterte abermals Riehl (66., 68.) gleich zweimal an De Souza Rosa. Eine Slapstickeinlage vom Stahl-Keeper führte dann aber zum 3:0. Nachdem ein Einwurf seines Mitspielers bei ihm landete, setzte Marcel Weckwerth den Schlussmann so sehr unter Druck, dass der verzweifelte Versuch, den Ball lang zu schlagen beim an der Strafraumkante lauernden Maximilian Schmidt landete, welcher sich das Geschenk vor dem leeren Tor nicht entgehen ließ (76.).

In der 86. Minute konnten die Zuschauer nochmal schmunzeln: Torwart Daniel Fraufarth kam für den angeschlagenen Marcus Lemke in die Partie - und zwar im Sturm. "Das war so nicht geplant und ist nur durch Marcus Zeichen, dass er Probleme hat, zustande gekommen", stellt MSV-Coach Henry Bloch klar, dass die Aktion keinesfalls demütigend wirken sollte. Der Sieg der Fontanestädter ging vollends in Ordnung, bestätigte auch der Coach: "Letztlich haben wir uns deutlich durchgesetzt, die Parade von Johannes Wilke kurz nach der Pause war aber enorm wichtig. Lars Müller hat nach seiner Rückkehr ein gutes Spiel auf der rechten Seite gemacht. Wir können das Wochenende genießen und erhoffen uns für den kommenden Freitag zahlreiche Unterstützung". Dort gastiert Oberligist FC Strausberg im Neuruppiner Volksparkstadion und kämpft um den Einzug ins Viertelfinale des AOK-Landespokals. Anpfiff der Partie ist um 20 Uhr.

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