Michael Wendorf (M.) wird künftig nur noch in der Landesliga amtieren. Michael Wendorf (M.) wird künftig nur noch in der Landesliga amtieren. © Robert Roeske
Michael Wendorf (M.) wird künftig nur noch in der Landesliga amtieren.

Brandenburgliga: Im letzten Verbandsligaspiel von Schiedsrichter Michael Wendorf ging es nochmal um alles

Brandenburgliga: Der Schiedsrichter von Fortuna Güneberg muss die höchste Landesspielklasse aufgrund der Altersbegrenzung verlassen. Er geht nicht freiwillig, blickt aber mit gutem Gefühl auf die Zeit in der Brandenburgliga zurück.

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„So langsam hat man es realisiert“, sagt Michael Wendorf. Ein letztes Mal führte der Referee, der für die TSG Fortuna Grüneberg pfeift, am Samstag zwei Brandenburgliga-Mannschaften aufs Spielfeld. Das Saisonfinale zwischen dem TuS 1896 Sachsenhausen und Union Klosterfelde war auch Wendorfs Endspiel in der höchsten Brandenburger Landesspielklasse. Mit seinen 48 Jahren hat er die vom Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) gesetzte Altersgrenze erreicht.

„Es ging noch einmal um alles“, blickt der Unparteiische zurück, der im havelländischen Pausin lebt. „Es war ein intensives Spiel, aber es hat Spaß gemacht und auch noch ganz gut geklappt“, so Wendorf. Überhaupt ist er der Meinung, dass es auch noch etwas länger „gut klappen“ könnte. Denn freiwillig ist der Rückzug aus der Brandenburgliga nicht. „Ich hätte mir schon noch ein, zwei Jahre zugetraut“, sagt er. Etwas enttäuscht sei er darüber, dass sich der FLB nicht zu einer Anhebung der Altersbegrenzung durchringen konnte. Dabei habe es vor der Saison eine Debatte dazu gegeben. „Klar ist: der Leistungsgedanke muss im Vordergrund stehen“, so Wendorf. „Aber ich würde mich nicht scheuen, in Leistungstests – ob im Sprint oder auf der Langstrecke – gegen jüngere Kollegen anzutreten.“

Rote Karte war unstrittig

Oliver Richter, Trainer des TuS Sachsenhausen, hätte es begrüßt, wenn der Mann, der 2015 Schiedsrichter des Jahres im Fußballkreis Oberhavel/Barnim war, noch weitergemacht hätte. „Schade, dass er in der Brandenburgliga nicht mehr pfeifen darf. Das ist nicht nachvollziehbar“, so Richter. In seinen Augen sollte das Alter im Amateursport kein Hindernis sein. „Schon gar nicht, solange die sportlichen Werte erfüllt werden.“ Dass Michael Wendorf in seinem letzten Brandenburgliga-Spiel auch noch einen TuS-Spieler vom Platz schickte, sei vertretbar gewesen. „Unstrittig“, nennt Richter die rote Karte nach Danilo Pressmanns Notbremse. „Es gab keine Proteste“, hat auch Wendorf bemerkt.

Er blickt zufrieden auf seine Schiedsrichter-Vergangenheit zurück. „Ich nehme jedes Spiel gleich ernst und will da keines hervorheben“, sagt er. „Aber die Brandenburgliga ist eine tolle Spielklasse, in der guter Fußball gespielt wird.“ Jetzt freue er sich auf die Landesliga. Und als Schiedsrichter-Assistent dürfe er ja immerhin auch noch in der höchsten Brandenburger Spielklasse fungieren.

Region/Brandenburg Kreis Oberhavel/Barnim Verbandsliga Brandenburg Brandenburgliga (Herren) TSG Fortuna 21 Grüneberg TuS 1896 Sachsenhausen SG Union Klosterfelde TuS 1896 Sachsenhausen (Herren) SG Union Klosterfelde (Herren)

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