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Brandenburgliga: Oranienburger FC Eintracht empfängt Stadtrivale TuS Sachsenhausen zum Derby

Brandenburgliga: Vor dem mit Spannung erwarteten Stadtduell sprach der MAZ-Sportbuzzer mit beiden Trainern.

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Freitagabend knistert es wieder in der Kreisstadt Oranienburg. Ab 19.30 Uhr kommt es in der Fußball-Brandenburgliga zum mit Spannung erwarteten Stadtderby zwischen Gastgeber Oranienburger FC Eintracht und dem Lokalrivalen TuS Sachsenhausen. Mehr als 1000 Zuschauer dürften dann wieder in die ORAFOL-Arena strömen und bei gleißendem Flutlicht ein hoffentlich packendes Derby erleben.

Vor diesem Duell sprach die MAZ mit beiden Trainern, Hans Oertwig (OFC Eintracht) und Oliver Richter (TuS Sachsenhausen), über dieses ganz „spezielle“ Brandenburgligaduell. 

Nur noch wenige Stunden bis Spielbeginn. Ist die Anspannung jetzt am Siedepunkt angelangt?

Hans Oertwig: Natürlich sind alle gespannt und auch angespannt. Für uns ist die Situation nicht so einfach, während der TuS zwölf Tage Zeit hatte zum vorbereiten, hatten wir nur derer drei. Aber klar ist doch auch, dass dies kein normales Spiel ist. Es gibt viele Derbys in Oberhavel, aber diese Partie ist das absolute Highlight. Wer morgen noch nicht weiß was er machen soll, ich kann nur alle bitten, zu diesem Spiel zu kommen, es lohnt sich. 

Oliver Richter: Man merkt bei jedem einzelnen Spieler, Fan und Sponsor, dass diese Partie etwas ganz besonderes ist. Die Jungs geben auch im Training nun nochmal ein paar Prozent mehr. Ich denke, die Stadt Oranienburg kann absolut stolz sein, zwei solche Vereine zu haben. Diese Partie mit dem ganzen Drumherum ist für mich nicht nur in der Brandenburgliga einmalig, sondern auch in ganz Berlin und Brandenburg und ein totales Highlight. Solche Kulissen, wie beim Derby, siehst du teilweise nicht mal in der Regionalliga. 

Mit welchem taktischen Konstrukt erwarten Sie den Gegner und wie lautet der eigene Schlüssel zum erhofften Derbysieg?

Oertwig: Der Tus geht ohne Frage mit Vorteilen in die Partie. Wir haben in der Rückrunde ein unglaubliches Verletzungspech, was natürlich Spuren hinterlassen hat. Sachsenhausen dagegen spielt eine bärenstarke Saison und wird mit breiter Brust antreten, zumal auch die letzten Derbys teils klar an den TuS gingen.

Richter: Grundsätzlich sind beide Mannschaften Teams, die Fußball spielen wollen. Demnach glaube ich, dass beide das Heil in der Offensive suchen werden. Dieses Derby ist kein Spiel, wo man sich hinten rein stellt und mit einem Remis zufrieden gibt.

Können Sie personell gesehen aus dem Vollen schöpfen oder gibt es schmerzhafte Ausfälle?

Oertwig: Klares Nein! Mir fehlen seit Wochen und Monaten sehr wichtige Spieler, die auch den Rest der Saison ausfallen werden. Mit Norman Guski, Miguel Unger, Felipe Neves Fraga, Sebastian May, Tim Meyer und Alexander Schütze fehlt mir nahezu die komplette Offensive. Dazu mit Tim Kretschmann und Tobias Völkel zwei Defensivsäulen. Dies sind alles verdammt schmerzhafte Ausfälle und ich bin ehrlich gesagt herzergreifend traurig darüber, dass uns die Jungs fehlen. 

Richter: Unser Kader ist bis auf Pascal Wicenty, der mit einem Kreuzbandriss ausfällt, vollzählig.

Inwieweit hat der Ausgang des heutigen Spieles dann Auswirkungen auf die noch ausstehenden restlichen Partien?

Oertwig: Diese Partie wird keinerlei Auswirkungen für die darauffolgenden Spiele haben, denn dieses Spiel ist ein ganz besonderes. Ich muss aber auch sagen, ich hätte überhaupt nichts dagegen einzuwenden, wenn der Fußballgott heute mal bei meinem Team vorbeischaut.

Richter: Keine. Diese 90 Minuten sind speziell, die allerdings keinerlei Auswirkungen auf den Rest der Saison haben werden. Egal wie das Spiel ausgeht. Sicherlich kann ein Sieg nochmal zusätzlichen Schwung geben für die restlichen Partien, bei einer eventuellen Niederlage würde aber auch nicht alles zusammenbrechen.

Ihr Tipp?

Oertwig: Wir werden heute alles in die Waagschale werfen, um unseren Fans zu zeigen, das wir dieses Spiel gewinnen wollen. Wir alle beim OFC – Spieler, Trainer, Fans, Vorstand, Sponsoren – haben einen großen Traum und dieser ist, endlich mal wieder das Derby zu gewinnen. Daran werden wir heute arbeiten. 

Richter: Ich würde sagen wir gewinnen das Spiel mit 3:1.

Fakten und Zahlen zum Stadtderby:

Keine Tiere mehr sind auf dem Gelände der ORAFOL-Arena erlaubt. Hundebesitzer zum Beispiel müssen ohne Ihren „besten Freund“ zum Derby gehen. Dies teilte der OFC mit.

Der letzte Derbysieg des OFC datiert vom 22. März 2015, 1:0 durch einen Treffer von Alexander Schütze. Die folgenden drei Derbys gewann allesamt der TuS (3:2, 5:1, 3:0).

7212 Zuschauer verfolgten in den vergangenen sieben Duellen das Derby, macht einen Schnitt von 1030 pro Spiel. Seit der Saison 2013/2014 spielen beide wieder in einer Liga.

Region/Brandenburg Kreis Oberhavel/Barnim Verbandsliga Brandenburg Brandenburgliga (Herren) Oranienburger FC Eintracht 1901 (Herren) TuS 1896 Sachsenhausen (Herren)

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