USER-BEITRAG Szene aus dem Finale zwischen dem FC Hagen/Uthlede und dem Bremer SV. © Christian Kosak

Bremer SV siegt im Finale gegen Uthlede

7. Schmidt & Koch-Cup des SV Löhnhorst: SAV belegt nach 4:1-Erfolg gegen den Blumenthaler SV den dritten Platz

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Das war nicht sein Tag: Eigentlich wollte sich der Fußball-Trainer des Blumenthaler SV, Michél Kniat, nach einer Augenoperation schonen. Doch wegen großer Personalprobleme musste er im Match um den dritten Platz beim 7. Schmidt & Koch-Cup des SV Löhnhorst gegen die SG Aumund-Vegesack auflaufen, wurde aber wegen Foulspiels vom Unparteiischen vorzeitig in die Kabine geschickt. Sein Team unterlag dem ewigen Nordrivalen in einer hektischen und kampfbetonten Auseinandersetzung mit 1:4. Pokalsieger wurde der Bremer SV, der den FC Hagen/Uthlede mit 3:1 bezwang.

Der Cupverteidiger vom Burgwall und der Vorjahreszweite SAV hatten sich, wie im Kurier am Sonntag berichtet, nach den Gruppenspielen für das kleine Finale qualifiziert. Und von Beginn an entwickelte sich vor rund 150 Zuschauern eine verbissene Auseinandersetzung bei hochsommerlichen Temperaturen. In der die Blumenthaler den besseren Start erwischten und in der 15. Minute durch Jannik Wojchiekowski, nach Vorarbeit von Bo Weishaupt, in Führung gingen.

Der neue SAV-Coach Marcel Kulesha, der in der vergangenen Saison noch die Blumenthaler Regionalliga-A-Junioren trainierte, sah in der Angangsphase noch viel Leerlauf in den Reihen seiner Mannschaft. Mit zunehmender Spielzeit konnte sie aber die schnellen Kombinationen des Bremer Vizemeisters immer effektiver unterbinden und über ihren Spielmacher Abdullah Basdas die eigenen Offensivbemühungen besser zur Geltung bringen. Der zählbare Erfolg stellte sich in der 28. Minute ein, als der vom SV Grohn zur SAV gewechselte Fikri Cam Blumenthals Schlussmann Hannes Frerichs mit einem verdeckten Schuss überwand.

Fortan sahen die Zuschauer eine verbissene Partie mit vielen Fouls, die kurz vor dem Halbzeitpfiff zu eskalieren droht: Michél Kniat ließ seinen früheren Mannschaftskollegen Ibrahim Fidan bei dessen langen Sprint an der Außenlinie über die Klinge springen. Die Folge: Hektik, Rudelbildung und Gelb für Kniat. Vorzeitig zum Duschen wurde der 30-Jährige dann in der 75. Minute geschickt, als er den ebenfalls vom SV Grohn zur SAV gewechselten Vinzenz van Koll im Strafraum mit hohem Bein zu Fall brachte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Abdullah Basdas sicher zum vorentscheidenden 3:1.

Nur fünf Minuten früher aber hätte Bo Weishaupt die Blumenthaler wieder auf Kurs bringen können. „Müssen“, wie Co-Trainer Rainer Raute später korrigierte. Nach einem schnellen Konter der Burgwallelf tauchte Weishaupt mutterseelenallein vor SAV-Torwart Justice Kuoje Abban auf, lupfte ihm den Ball aber in die Arme, anstatt sich eine Torecke auszusuchen. Es wäre der Ausgleich zum 2:2 gewesen. Den Führungstreffer zum 2:1 für die Vegesacker hatte Ferdi Uslu erzielt. Vorher tanzte er zwei Blumenthaler Abwehrspieler aus und ließ auch Frerichs keine Abwehrchance.

Als der Blumenthaler Keeper allerdings kurz vor dem Schlusspfiff einen weiteren Uslu-Treffer verhindert wollte, kam es im Strafraum zu einem folgeschweren Zusammenprall. Beide Akteure blieben liegen, Uslu zog sich offensichtlich eine Knieverletzung zu. Sein Sturmkollege van Koll aber war der Ball nach dem Zusammenprall vor die Füße gesprungen, er drückte ihn zum 4:1-Endstand über die Linie. Während Marcel Kulesha von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft sprach, weil sie nach Anlaufproblemen ihre taktische Linie gefunden habe, machte Rainer Raute die Niederlage des Pokalverteidigers an der Tatsache fest, dass etliche Stammspieler nicht zur Verfügung standen.

Der Geschäftsstellenleiter der Schmidt & Koch-Niederlassung in Aumund, Jürgen Jakobs, händigte dem Turnierdritten SAV bei der Siegerehrung einen Scheck über 300 Euro aus, 100 Euro gingen als Trostpflaster an den Blumenthaler SV. Die Siegprämie von 700 Euro aber verdiente sich der amtierende Bremer Meister und Lottopokalsieger Bremer SV, der erstmals am Schmidt & Koch-Cup teilnahm und auf Anhieb ganz oben auf dem Siegerpodest landete.

Allerdings erwies sich der Endspielgegner FC Hagen/Uthlede aus der Landesliga Lüneburg über weite Strecken als ebenbürtig, lag aber bereits nach 13 Spielminuten nach einem 18-Meter-Schuss von BSV-Innenverteidiger Dennis Nukic mit 0:1 im Rückstand. Nach der Pause erhöhte Florent Aziri auf 2:0 für die Westbremer (46.), doch nur zwei Minuten später konnte Justin Daehenkamp den alten Abstand wieder herstellen.

Nach einem offenen Schlagabtausch in der Schlussphase hatte der Bremer Meister schließlich das bessere Ende für sich, als Sebastian Kurkiewicz einen Querpass zum 3:1 über die Torlinie drückte (90.). Die Trainer der Finalisten, Fabrizio Muzzicato (Bremer SV) und Max Klimmek (Uthlede) sprachen von einer fairen Partie, in der sich beide Teams auf Augenhöhe begegneten.

Telegramm

Gruppe A

Blumenthaler SV – SV Komet Pennigbüttel 2:0

SV Komet Pennigbüttel – FC Hagen/Uthlede 0:1

FC Hagen/Uthlede – Blumenthaler SV 4:0

Abschlusstabelle Gruppe A:

  1. FC Hagen/Uthlede 6 Punkte/5:0 Tore

  2. Blumenthaler SV 3 / 2:4

  3. SV Komet Pennigbüttel 0/0:3

Gruppe B

SG Aumund-Vegesack – Eintracht Cuxhaven 0:0

Eintracht Cuxhaven – Bremer SV 0:5

Bremer SV – SG Aumund-Vegesack 1:0

Abschlusstabelle Gruppe B:

  1. Bremer SV 6/6:0

  2. SG Aumund-Vegesack 1/0:1

  3. Eintracht Cuxhaven 1 / 0:5

Spiel um Platz drei

Blumenthaler SV – SG Aumund-Vegesack 1:4 (1:1)

Tore: 1:0 Yannick Wojciechowski (15.), 1:1 Fikri Cam (28.), 1:2 Ferdi Uslu (60.), 1:3 Abdullah Basdas (75./Foulelfmeter), 1:4 Vinzenz van Koll (90.)

Endspiel

FC Hagen/Uthlede – Bremer SV 1:3 (0:1)

Tore: 0:1 Dennis Nukic (13.), 0:2 Florent Aziri (46.), 1:2 Justin Daehenkamp (48.), 1:3 Sebastian Kurkiewicz (90.)

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