11. Februar 2019 / 17:28 Uhr

Brieselang in Falkensee gegen Cottbus: "Der Wochentag ärgert mich"

Brieselang in Falkensee gegen Cottbus: "Der Wochentag ärgert mich"

Lennart Wunderlich
Der SV Grün-Weiss Brieselang wird seine Pokalpartie gegen den FC Energie Cottbus auf dem Falkenseer Sportplatz Leistikowstraße austragen.
Der SV Grün-Weiss Brieselang wird seine Pokalpartie gegen den FC Energie Cottbus auf dem Falkenseer Sportplatz Leistikowstraße austragen. © Kevin Päplow
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AOK-Landespokal: Der SV Grün-Weiss Brieselang wird das Halbfinale gegen den FC Energie Cottbus nicht auf dem heimischen Sportplatz austragen.

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Der Vorschlag kam vom Präsidenten des Fußball-Landesverbands Brandenburg persönlich. Jens Kaden riet dem SV Grün-Weiss Brieselang zu einer Spielortverlegung des Halbfinals im AOK-Landespokal gegen den FC Energie Cottbus. Zuvor hatte er sich bemüht, einen Spieltermin an einem Wochenende zu organisieren. Da dies der eng getaktete Rahmenterminplan der 3. Liga aber nicht zuließ, muss das ungleiche Duell am Dienstag, den 2. April, um 19 Uhr ausgetragen werden - dann allerdings nicht in Brieselang.

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Der Brasilianer <b>Paulo Rink</b> kam 1997 nach Deutschland und schloss sich Bayer Leverkusen an. Nachdem er dort 2002 nicht mehr überzeugen konnte, wurde er erst zum 1. FC Nürnberg und von dort aus weiter zu Energie Cottbus transferiert. Nach seiner Einbürgerung absolvierte er insgesamt 13 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft. Heute lebt Rink wieder in seiner Heimatstadt Curitiba. Dort ist er seit 2012 als Kommunalpolitiker aktiv und kümmert sich mit seiner Stiftung um Kinder aus einem sozial schwachen Umfeld. Zur Galerie
Der Brasilianer Paulo Rink kam 1997 nach Deutschland und schloss sich Bayer Leverkusen an. Nachdem er dort 2002 nicht mehr überzeugen konnte, wurde er erst zum 1. FC Nürnberg und von dort aus weiter zu Energie Cottbus transferiert. Nach seiner Einbürgerung absolvierte er insgesamt 13 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft. Heute lebt Rink wieder in seiner Heimatstadt Curitiba. Dort ist er seit 2012 als Kommunalpolitiker aktiv und kümmert sich mit seiner Stiftung um Kinder aus einem sozial schwachen Umfeld. ©
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"Unsere Flutlichtanlage ist nicht für den AOK-Landespokal freigegeben", erklärt Matthias Reer, 1. Vorsitzender der Brieselanger, "es gab dann zwei Alternativen: entweder einen Heimrechttausch oder das Ausweichen auf einen anderen Platz." Für letztere Möglichkeit hatte FLB-Präsident Kaden den SV Falkensee-Finkenkrug, der erst im Januar seine neue Flutlichtanlage eröffnet hatte, ins Spiel gebracht. "Daraufhin haben wir mit Sven Steller (Vorsitzender des SV Falkensee-Finkenkrug, d.Red.) gute Gespräche geführt. Ich finde, es ist eine gute Möglichkeit für das Havelland. Zudem ist es für die Stimmung sicherlich besser vor 1000 Zuschauern am Sportplatz Leistikowstraße zu spielen als in einem fast leeren Stadion der Freundschaft", so Reer.

Für Sven Steller sei das Bereitstellen der Sportanlage seines Vereins eine Selbstverständlichkeit gewesen: "Ich habe sofort zugesagt. Wir haben zu Brieselang schließlich ein gutes Verhältnis." Bereits Anfang Januar kam es zur Einigung, im Anschluss musste noch der Termin festgelegt werden. Für die Ausrichtung des Pokalspiels in Falkensee sind nun die Brieselanger verantwortlich. Steller bietet dennoch seine Hilfe an: "Es wurden beispielsweise in der Vergangenheit Sicherheitskonzepte ausgearbeitet, die man nun für die Partie adaptieren kann." Bereits am 1. September 2017 waren die Cottbuser zu einem Pokalspiel in Falkensee zu Gast. Damals unterlag der SVFF den Lausitzern vor 659 Zuschauern mit 1:7 in der 2. Runde.

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Dass die Brieselanger das Halbfinale nicht auf dem heimischen Kunstrasen austragen, könnte für den Brandenburgligisten sogar positiv sein. "Durch ihre bessere Technik wären die Cottbuser auf dem Kunstrasen wahrscheinlich im Vorteil gewesen", vermutet Grün-Weiss-Coach Patrick Schlüter. Das verpasste Highlight auf dem eigenen Platz ist für ihn jedoch der geringste Nachteil: "Der Wochentag ärgert mich mehr." Für die meisten der Brieselanger Amateure steht vor dem Pokalduell mit dem Drittligisten am Dienstagabend noch ein langer Arbeitstag an.

"Für die Zuschauer wird das Flutlichtspiel sicherlich interessant, für die Beteiligten ist es jedoch recht schwierig. Es ist eben eine andere Baustelle, wenn man noch acht bis neun Stunden Arbeit im Spiel mit sich rumschleppt." Noch schlimmer: Schlüter weiß bereits jetzt, dass ihm zwei Spieler erst zur zweiten Halbzeit zur Verfügung stehen werden. "Es ist aber trotzdem schön, gegen Cottbus zu spielen. Mit den Umständen müssen wir leben", nimmt der Coach die Herausforderung an.

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