Bruno Labbadia bleibt ruhig: "Das gehört zum Geschäft" © dpa/Axel Heimken

Bruno Labbadia bleibt ruhig: "Das gehört zum Geschäft"

Vor dem Spiel gegen Bayern München präsentierte der HSV-Coach sich zumindest äußerlich gelassen und will sich auch vom Treffen der HSV-Bosse mit Investor Kühne nicht aus der Ruhe bringen lassen.

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Vielleicht war es die letzte Pressekonferenz von Bruno Labbadia als Trainer des Hamburger SV. Während der einstige Bundesliga-Profi offiziell noch im Amt ist, wird bereits fleißig an seinem Stuhl gesägt. Die Führungsriege um Dietmar Beiersdorfer vermied nach der jüngsten Pleitenserie ein Bekenntnis. Stattdessen wird jeder verfügbare - und nicht verfügbare - Trainer durch die Gerüchteküche getrieben, egal, wie "absurd" die Spekulationen sind.

Labbadia lässt das stoisch über sich ergehen. Er ist es gewohnt, schließlich haben Trainer im unruhigen Hamburg seit Jahren einen schweren Stand. Und so empfing der 50-Jährige am Donnerstag um 13 Uhr die Medienvertreter zu seiner womöglich letzten HSV-Pressekonferenz.

Dort waren natürlich die Diskussionen um seine Person das zentrale Thema. "Ich bin voll bei mir. Das gehört im Geschäft dazu, dass man mal in einen Tunnel gehen muss", ließ Labbadia verlauten und betonte: "Ich stehe in der Verantwortung und kenne das Risiko."

"Ganz gute Mannschaft, ne?"

Mehr denn je droht dem früheren Profi der Rausschmiss. Doch der HSV-Coach ist vor allem um Ruhe bedacht und will seine Mannschaft von dem medialen Druck abschirmen. "Klar merken die Spieler das. Gestern bei unserer Rückkehr waren wieder so viele Kamerateams hier", berichtete Labbadia und sagte weiter: "Darüber sprechen wir natürlich. Aber nicht über meine Person,das soll die Spieler nicht beeinflussen oder gar belasten."

Vielmehr will sich der Fußballlehrer auf das Bayern-Spieler konzentrieren - wohl seine letzte Chance, das Ruder noch einmal herumzureißen. Trotz der angespannten Lage bewies der 50-Jährige bei der Vorbesprechung zum Spiel Humor und witzelte: "Habe mir das Spiel gestern gegen Hertha angeschaut. Ganz gute Mannschaft, ne?"

"Soweit ich weiß, geht es da um Finanzen"

Labbadia weiß natürlich, dass es "wahnsinnig schwer geworden ist, die Bayern zu schlagen". Dennoch will er "die kleine Chance am Schopf packen", um die Sensation zu schaffen. Dazu will er sich voll auf das Spiel konzentrieren und auch nicht vom anstehenden Termin der HSV-Bosse mit Investor Klaus-Michael Kühne ablenken lassen - obgleich dann über seine Zukunft entschieden werden könnte.

"Mein Terminkalender ist voll genug. Ansonsten wünsche ich Herrn Kühne, dass er Hamburg genießt. Tolle Stadt. Soweit ich weiß, geht es da um Finanzen. Wir haben da eine strikte Trennung", urteilte Labbadia. Sollte die Mannschaft gegen Bayern München ebenso souverän auftreten wie ihr Trainer auf der Pressekonferenz, könnte das Wunder tatsächlich eintreten. Dann, aber wohl nur dann, bekommt der HSV-Coach noch eine Chance.

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