13. Juli 2018 / 10:22 Uhr

BSG Chemie Leipzig mit souveränem Erfolg im Test gegen den HFC Colditz

BSG Chemie Leipzig mit souveränem Erfolg im Test gegen den HFC Colditz

Tom Rietzschel
Chemie-Trainer Dietmar Demuth konnte mit dem Auftritt seines Teams zufrieden sein.
Chemie-Trainer Dietmar Demuth konnte mit dem Auftritt seines Teams zufrieden sein. © Benjamin Feller
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Gegen den Landesklassisten hat Regionalliga-Absteiger BSG Chemie Leipzig einen 5:1-Sieg eingeholt.

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Hausdorf. In einem kurzfristig eingeschobenen Vorbereitungsspiel ist Oberligist BSG Chemie Leipzig ein souveräner Erfolg gelungen. Beim Landesklassisten HFC Colditz fuhr die Mannschaft von Trainer Dietmar Demuth einen standesgemäßen 5:1 (3:0)-Sieg ein und machte innerhalb der 90 Minuten den Zwei-Klassen-Unterschied mehr als deutlich. Letztlich fiel das Resultat sogar noch etwas zu niedrig aus, vergaben die Leutzscher in dieser Begegnung noch eine ganze Reihe hochkarätiger Möglichkeiten. Zwar lief auch in diesem Spiel längst noch nicht alles nach Wunsch, was anhand des aktuellen Vorbereitungsstandes jedoch völlig normal erscheint. So kamen die Gastgeber kurz nach der Halbzeit zum zwischenzeitlichen 1:3-Ehrentreffer, welchen die Gäste zwar durch ihr inkonsequentes Abwehrverhalten selbst einleiteten, die Platzherren sich diesen jedoch für ihren nimmermüden Einsatz in den 90 Minuten verdienten. Für die Leutzscher war dieser Auftritt in Hausdorf nicht mehr als ein Test unter Wettkampfbedingungen – das Resultat war letztlich standesgemäß. Bereits am Samstag testen die Demuth-Schützlinge ein weiteres Mal, wenn man um 15.00 Uhr im heimischen Alfred-Kunze-Sportpark des Hessenligisten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz empfängt.

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Von Beginn an ging die Begegnung erwartungsgemäß nur in eine Richtung. Chemie Leipzig erarbeitete sich frühzeitig eine klare Feldüberlegenheit und schnürte den Landesklassisten in die Defensive. Spielerisch gelangen durchaus einige vielversprechenden Aktionen, so zum Beispiel als Max Keßler nach guter Vorarbeit von Niklas Opolka knapp verzog (7.). Bis zum Strafraum der Gastgeber sah dies schon ganz gefällig aus, doch schluderten die Leutzscher oftmals beim finalen Pass. So musste eine Standardsituation herhalten, um den Defensivriegel der Gastgeber zu knacken. Sehenswert zog Kai Druschky einen Freistoß über die Mauer und ließ Bretschneider im HFC-Gehäuse keine Chance – 0:1 (17.). Was die Leutzscher jedoch im Anschluss daran an Möglichkeiten ausließen, wird man sich in die Oberliga so nicht erlauben können. Eric Berger und Manuel Wajer, jeweils von Daniel Heinze eingeleitet, fehlte das nötige Zielwasser (18., 19.), weiterhin glänzte HFC-Keeper Bretschneider nach Versuchen von Berger (21.), Opolka (26.), Heinze (31.) und Keßler (37.) mit sehr guten Reaktionen. Die Gastgeber konnten sich aus der Leutzscher Umklammerung nur äußerst sporadisch befreien. Einzig bei einem Schuss von Wächter aus spitzem Winkel musste Julien Latendresse-Levesque im Chemie-Gehäuse eingreifen (28.). Kurz vor der Pause gelang dem Favoriten dann mit einem Doppelschlag eine standesgemäße Pausenführung – verantwortlich dafür war zweimal Manuel Wajer. Zunächst stand er goldrichtig, nachdem ein Freistoß von Druschky an beide Pfosten klatschte (42.), anschließend behielt er nach sauberem Zuspiel von Heinze kühlen Kopf (45.).

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Zur Pause wechselte Chemie-Trainer Dietmar Demuth munter durch, so dass nahezu alle Akteure eine Spielzeit über 45 Minuten gewährleistet bekamen. Allerdings fingen sich die Gäste kurz nach Wiederanpfiff völlig überraschend einen Gegentreffer ein, Purrucker profitierte von einer groben Schaltpause im Defensivbereich und verkürzte auf 1:3 (50.). Doch im Anschluss daran ging es wiederum nur in eine Richtung. Angriff auf Angriff rollte auf das HFC-Tor, doch machten es die Chemiker dabei manchmal etwas zu kompliziert. Sehr gut über Lars Schmidt eingeleitet, scheiterte Philipp Wendt aus Nahdistanz an Bretschneider, ehe der Oberligist mit einem weiteren Doppelschlag das Resultat langsam standesgemäß herstellte. Zunächst erhöhte Alexander Bury nach Pass von Yaya Jawneh auf 1:4 (58.), anschließend traf Marc Böttger mit einem kernigen Schuss von der Strafraumgrenze – 1:5 (60.).

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Im Anschluss daran versäumten es die Leutzscher jedoch das Ergebnis noch deutlich höher zu gestalten. Nach Doppelpass mit Branden Stelmak scheiterte Bury ebenfalls an Bretschneider wie kurz darauf Marc Böttger mit einem Freistoß (61., 62.). Nach guter Kombination über Andy Wendschuch und Lars Schmidt zielte Philipp Wendt aus Nahdistanz etwas zu hoch (64.), Wendschuch scheierte ebenfalls an Bretschneider, nachdem der Neuzugang vom 1. FC Lok vorher gut von Jawneh in Szene gesetzt wurde (65.). Die Platzherren wehrten sich zwar weiterhin nach Kräften, doch Offensivaktionen waren bei den Gastgebern an einer Hand abzuzählen. Einzig gefährlich wurde es nach einem Eckball von Zerbe, doch konnte sich Dominic-René Heine im Leutzscher Gehäuse nach dem Kopfball von Mörtlbauer auszeichnen (70.). In der Schlussphase ließen es die Gäste dann etwas ruhiger angehen und wirkten im Spiel nach vorn etwas unkonzentriert. Einzig Stelmak bedrohte mit einem zu kurz abgewehrten Ball noch einmal das HFC-Gehäuse, doch setzte er seinen Schuss etwas zu hoch an (85.).

Fazit:

Letztendlich ein standesgemäßer Erfolg des Oberligisten, indem Trainer Demuth wieder einiges ausprobieren konnte. Ein Lob gilt dem gastgebenden HFC Colditz für ihr spontanes Entgegenkommen zur Durchführung dieser Testpartie sowie für ihre sehr herzliche Gastfreundschaft.

Colditz: Bretschneider – Wächter (ab 59. St. Schmidt), Mörtlbauer, Leonhardt, Kowalschek (ab 46. Beer) – S. Antony (ab 59. Hoffmann) – Wollmann, P. Richter, Zerbe, Lindner – Purrucker - Trainer: Werner

BSG Chemie: Latendresse-Levesque (ab 46. Heine) – Wajer (ab 46. Kirstein), Karau (ab 46. Berg), Rode (ab 46. B. Schmidt), L. Schmidt – Böttger – Heinze (ab 46. Bury), Opolka (ab 46. Wendschuch) – Keßler (ab 46. Jawneh), Berger (ab 46. Stelmak), Druschky (ab 46. Wendt) – Trainer: Demuth

Schiedsrichter: Gundler (Chemnitz)

Schiedsrichter-Assistenten: Brückner (Wechselburg), Fiebig (Burgstädt)

Tore: 0:1 Druschky (17.), 0:2, 0:3 Wajer (42., 45.), 1:3 Purrucker (50.), 1:4 Bury (58.), 1:5 Böttger (60.)

Gelbe Karten: Zerbe (Foulspiel – 64.) - Kirstein (Foulspiel – 48.)

Reservebänke: Böhme – Omote

Zuschauer: 173 am Sportplatz Hausdorf

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