Angela Merkel ist bekennender Fußball-Fan. Bei den hohen Ablösesummen kennt sie allerdings keinen Spaß. Angela Merkel ist bekennender Fußball-Fan. Bei den hohen Ablösesummen kennt sie allerdings keinen Spaß. © imago
Angela Merkel ist bekennender Fußball-Fan. Bei den hohen Ablösesummen kennt sie allerdings keinen Spaß.

Bundeskanzlerin Merkel fordert Stopp des Transfer-Wahnsinns

222 Millionen Euro für einen Fußballer? Bundeskanzlerin Angela Merkel kann die Transfersummen im internationalen Fußball nicht mehr nachvollziehen. Die Regeln für Spielertransfers sollten angepasst werden. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz von der SPD forderte im August bereits Ähnliches.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich kritisch über die in diesem Sommer drastisch angestiegenen Ablösesummen im Profi-Fußball geäußert. "Solche Summen kann kein Mensch nachvollziehen. UEFA und FIFA sollten die Regeln für Spielertransfers noch einmal anpassen, um für größere sportliche Balance zu sorgen", sagte die CDU-Parteivorsitzende der Mittelbayerischen Zeitung. Sie sehe die finanziellen Entwicklungen im Fußball "genauso kritisch wie viele".

In diesem Sommer war unter anderem Brasiliens Superstar Neymar für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselt. Die Katalanen hatten in der Folge Borussia Dortmunds Ousmane Dembélé für 105 Millionen Euro plus weitere Bonuszahlungen verpflichtet.

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Auch Kanzlerkandidat Schulz äußert sich kritisch

Merkel mahnte eindrücklich zu einer Anpassung durch die Verbände. "Sonst drohen die Ablösesummen immer mehr zu eskalieren", sagte die 63-Jährige. Merkel präsentierte sich in der Vergangenheit bei Welt- und Europameisterschaften als Fußball-Fan und traf bereits einige Male die deutsche Nationalmannschaft.

Schon Ende August kritisierte auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die hohen Ablösesummen und Gehälter im Profifußball. Schulz sagte, man werde schauen müssen, ob man Bezüge von Fußballern begrenzen könne. "Ich wäre schon froh, wenn Fußballer in dem Land, in dem sie spielen, besteuert werden und auch ihre Steuern zahlen würden", sagte er. Das Steuerrecht müsse für alle gelten, auch für Fußballstars.

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