VfB-Nachwuchs-Knipser Timon Burmeister VfB-Nachwuchs-Knipser Timon Burmeister © John Luca Garve
VfB-Nachwuchs-Knipser Timon Burmeister

Bundestrainer beruft blutjungen VfB-Stürmer für Holland-Länderspiele

Er schoss mal elf Tore in einem Punktspiel... und auch die halbe Bundesliga war hinter ihm her.

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Hat Lübeck schon in einer Woche endlich wieder einen DFB-Nationalspieler in seinen Reihen? Möglich ist es, denn Michael Feichtenbeiner, Bundestrainer der U15-Mannschaft, hat Timon Burmeister auf dem Zettel – eines der größten Stürmertalente in Deutschland, das für den VfB Lübeck in der C-Jugend-SH-Liga auf Torejagd geht. Am 4. und am 6. Mai messen sich die deutschen Youngster gleich zweimal in Wezep in der Nähe von Zwolle mit den Niederländern. Noch steht Burmeister „nur“ auf Abruf.

„Das ist für mich ’was ganz Großes“, ließ der 14-Jährige den LN-Sportbuzzer wissen. In mehreren Sichtungstlehrgängen - auch in Malente - hatte er sich qualifiziert, war schließlich beim "Casting" in Barsinghausen aus 32 Jungs - alle vor allem von Bayern, Dortmund, Gladbach, Leipzig und Co - als Allerjüngster unter die letzten 24 gekommen. Nun muss er abwarten, ob noch jemand ausfällt. Alle Spieler haben noch ein Ligapunktspiel vor sich, bevor es am Sonntag zur "DFB-Maßnahme" geht. Da kann noch viel passieren . . .

Er wäre der erste Grün-Weiße im DFB-Dress seit Oktober 2003, seit Timo Achenbach (heute 34 Jahre alt und in Diensten von KFC Uerdingen) auf der für ihn damals heimischen Lohmühle neben Stars wie Weltmeister Philipp Lahm, Tim Wiese oder Benny Lauth unter Trainer Uli Stielike vor 6100 Fans gegen Islands U21 spielen durfte (das Spiel endete 1:0, Lauth traf nach Achenbach-Flanke). Gutes Omen vielleicht für Burmeister: auch Achenbach stand damals auf Abruf, wurde kurzfristig nachnominiert, als der gesamte DFB-Tross schon im Lübecker Radisson eingecheckt hatte.

Aber Burmeister steht erst ganz am Anfang seiner Karriere. Noch lebt er bei den Eltern in Grömitz, besucht das Küstengymnasium in Neustadt – und war eigentlich auf dem Weg, ein großartiger Leichtathlet zu werden. In seinem Jahrgang 2002 rannte, sprang und warf er alles in Grund und Boden – kickte aber auch sehr erfolgreich für die JFG Baltic Stars Kellenhusen. „Schule und zwei Sportarten auf dem Niveau, das schaffe ich nicht mehr“, wurde der damals Zwölfjährige am 25. 9. 2014 in den Lübecker Nachrichten zitiert.

Timon setzte ganz auf den Fußball – und bald auf den VfB Lübeck. Dort entwickelte er sich weiter, erzielte einmal in einem Punktspiel beim 22:0 gegen die SG Hattstedt/Arlewatt elf Tore in 70 Minuten. Das weckte Begehrlichkeiten. FC Bayern, RB Leipzig, HSV, Werder, Dortmund, Schalke und, und, und – sie alle wollten ihn haben, freie Auswahl.

Zuviel für den Jungen und sein Umfeld, man holte sich Berater Cem Altug ins Boot, einen Rechtsanwalt und Spielerberater aus Hannover, der auch Dennis Hoins zur Seite steht, der im Juli von Hannover 96 II zum VfB wechselt. Altug ging mit Timon und seiner Familie die Angebote durch, besuchte mit dem Youngster sogar das Leistungszentrum in Leipzig. Man wägte ab. Und am Ende bekam der VfL Wolfsburg den Zuschlag, dort stürmt der Goalgetter ab Juli – und geht parallel auf Abitur-Kurs.

Nach Ryan Adigo (2015 zum HSV), Leon Flach und Gustavo Melo (beide 2016 zu Pauli), sowie Enrique Miguel Pereira da Silva (2016 zum HSV) ist Burmeister der nächste C-Jugendliche, der den VfB verlässt. Und nicht der einzige, der beim DFB im Fokus ist: Auch da Silva steht auf Abruf im U15-Kader für die beiden Holland-Spiele in der kommenden Woche.

Region/Lübeck Kreis Lübeck VfB Lübeck VfB Lübeck (C-Junioren) C-Junioren Schlesw.Holst.Liga Schleswig-Holstein SHL Philipp Lahm (FC Bayern München) Bayern München RB Leipzig Borussia Dortmund Borussia Mönchengladbach Hamburger SV FC Schalke 04 Dennis Hoins (Hannover 96 II (U21)) Hannover 96 Hannover 96 II (U21) (Herren) Ryan-Segon Adigo (Hamburger SV II) Leon Maximilian Flach (FC St. Pauli II) Gustavo Melo Nogueira da Silva (FC St. Pauli II)

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