09. Januar 2019 / 20:46 Uhr

Bundestrainerin lobt Wolfsburgs Eishockey-Nationalspielerin

Bundestrainerin lobt Wolfsburgs Eishockey-Nationalspielerin

Jürgen Braun
Fine Raschke
Stark: Wolfsburgs Nationalspielerin Fine Raschke (Nr. 19). Sie spielt mit dem DEB-Team bei der B-WM. © Nicolas Zangerle
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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der U18-Frauen ist in Österreich bei der B-WM auf Aufstiegskurs in die Eliteklasse. Fine Raschke von den Grizzlys Wolfsburg ist dabei. Bundestrainerin Franziska Busch räumt ihr im Interview sogar Olympia-Chancen ein. 

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Erst mal Gratulation, der Start ist mit zwei Siegen super gelaufen.
Ja. Das war gut. Ein gewisser Druck ist schließlich da. Wir haben es gut gemacht, sind geduldig geblieben. Und das ist gerade im Juniorenalter für die jungen Leute manchmal nicht so einfach. Gegen Österreich hatte es lange 0:0 gestanden. Mit dem ersten Tor war dann der Bann gebrochen. (Anm.: Das DEB-Team gewann nach dem 5:1 gegen Dänemark gegen Österreich mit 5:0. Gegen Dänemark traf Raschke und war beste Spielerin ihres Teams).

Franziska Busch
Zufrieden mit dem Start bei der B-WM: Bundestrainerin Franziska Busch, die aus dem Harz stammt und auch mal für Wolfsburg gespielt hat. © DEB / Graunke
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Der Wiederaufstieg ist das Ziel...
Wir schauen von Spiel zu Spiel. Und das ist keine Floskel. Es gibt hier keine schlechten Teams, es sind fünf Spiele in sieben Tagen, da kann viel passieren. Man sollte von Grippe- oder Infektionswellen verschont bleiben. Aber aufsteigen würden wir schon gern. Und wie wir uns bisher präsentiert haben, hat mich gefreut.

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Wie macht sich die Wolfsburgerin Fine Raschke?
Ich kenne sie ja schon seit der Niedersachsenauswahl, sie ist fleißig, ich kann sie in jeder Situation bringen, sie ist eine Führungsspielerin.

Sie selbst haben sogar mal für Wolfsburgs zweite Herren gespielt, Raschke spielt in der männlichen U17 – ist das der Weg, den talentierte junge Frauen im Eishockey machen müssen?
Ja. Fast alle Nationalspielerinen des Nachwuchses spielen in männlichen Teams. Mädchenmannschaften gibt es kaum. Und man muss sagen, die besten brauchen auch diese Herausforderung, sich mit den Jungs messen zu können.

Gibt es eigentlich Regelunterschiede?
Im Frauen-Eishockey gibt es keine Body-Checks.

Das ist dann wahrscheinlich eine Umstellung, wenn man aus dem Klubteam in die Nationalmannschaft kommt...
Wir haben unsere Mädchen extra noch einmal darauf hingewiesen, auf ihren Körpereinsatz zu achten. Das ist eine Umstellung. In der Liga dürfen und müssen sie checken, international dürfen sie es nicht. Und: Vor allem gegen schwächere Mannschaften kann bei Länderspielen auch  korrekter Körpereinsatz schneller eine Strafe nach sich ziehen. Also sollte man versuchen, die Sache läuferisch zu lösen. Was eigentlich immer besser ist. Auch im Herren-Eishockey.

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Geehrt: Fine Raschke nach Deutschlands Sieg gegen Dänemark. © Nicolas Zangerle

Sie sind vielfache Nationalspielerin, haben bei Olympia gespielt – aber Frauen-Eishockey ist eine Nischen-Sportart. Tut das manchmal weh?
Es ist zum Glück ein wenig besser geworden. Für die Spielerinnen tut es mir leid, weil die unglaublich viel opfern, um ihren Sport machen zu können. Sie hätten mehr Anerkennung verdient. Vielleicht fehlt uns im Frauen-Eishockey noch ein wenig der ganz große Erfolg. Aber bei der letzten WM waren die DEB-Frauen immerhin Vierter.

Könnte Fine Raschke mal wie Sie bei Olympia auftauchen?
Sie hat eine Chance darauf, bringt alle Voraussetzungen mit. Aber die Konkurrenz im eigenen Lager wird auch wach sein, je näher die Spiele rücken.

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Eishockey: Länderspiel in Wolfsburg ©

Wie ist Deutschlands Qualifikationschance für Olympia 2022?
Von heute aus betrachtet nicht schlecht. Wir waren 2017 – im Olympia-Jahr gibt es keine WM – Vierter. Für Olympia 2022 sind die ersten Sieben der Weltrangliste gesetzt, weitere Teams können sich qualifizieren.

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